Kindersitze: Viele Eltern haben Wissenslücken
Kindersitze: Viele Eltern haben Wissenslücken Bilder

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Die Kindersicherheit im Auto hat für Eltern oberste Priorität. So sichern 96 Prozent ihren Nachwuchs im Fahrzeug mit Kindersitzen. Das Problem: Viele Eltern fühlen sich schlecht informiert, wenn es um die richtige Nutzung von Kindersitzen geht.

Düsseldorf – 23.07.2014 – Die Kindersicherheit im Auto hat für Eltern oberste Priorität. So sichern 96 Prozent ihren Nachwuchs im Fahrzeug mit Kindersitzen. Das Problem: Viele Eltern fühlen sich schlecht informiert, wenn es um die richtige Nutzung von Kindersitzen geht.

Eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller ergab, dass Eltern noch deutliche Wissenslücken bei dem Gebrauch von Kindersitzen aufweisen. So fühlt sich etwa ein Fünftel der Befragten (22 Prozent) nicht ausreichend über die Unterschiede der verschiedenen Rückhaltesysteme für Kinder informiert. Aktuelle Themen, wie entgegen der Fahrtrichtung angebrachte Kindersitze, sind bei vielen Erwachsenen noch nicht angekommen. Die sogenannten Isofix-Kindersitze dürfen verwendet werden, wenn ein Neufahrzeug etwa die neue vorgeschriebene Kennzeichnung „i-Size“ aufweist oder in einer Fahrzeugfreigabeliste am Kindersitz das jeweilige Modell aufgeführt ist.

Doch bislang wechseln viele Eltern schon sehr früh von der Babyschale in den nächsten Kindersitz. 30 Prozent warten laut der Umfrage nicht einmal, bis ihr Kind das Alter von zehn Monaten erreicht hat. Auch das Wissen um den Kindersitz für ältere Kinder ist noch ausbaufähig: Ein Fünftel der Eltern ist sich nicht darüber bewusst, dass Sitzerhöhungen keinen Schutz für den Rücken-, Nacken- oder Kopfbereich eines Kindes bieten. Vier Prozent der befragten Eltern nutzen gelegentlich keinen Kindersitz. Dies kann bei einem Unfall im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen und muss daher unbedingt vermieden werden.

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Wie aber können Eltern sich besser informieren? Das Internet ist eine Möglichkeit, um sich zunächst wichtige Informationen zu beschaffen. Allerdings werden die Informationen zum Teil unübersichtlich und nicht ausführlich genug dargestellt. So bietet etwa ein Beitrag beim Internetlexikon Wikipedia wichtige inhaltliche Aspekte zu den entsprechenden EU-Vorschriften bei Kindersitzen an. Auch welcher Kindersitz für welches Gewicht geeignet ist, wird in diesem Beitrag beschrieben. Der Kritikpunkt: die Übersichtlichkeit. Der Leser muss sich aus insgesamt sieben Internetseiten die geeigneten Informationen heraussuchen.

Für Eltern ist es insgesamt zeitaufwändig im World Wide Web die richtigen Informationen zu finden. Gibt der Internetnutzer etwa in die Google-Suchmaske das Stichwort „Kindersitze“ ein, kommt als einer der ersten Links der Kindersitztest vom ADAC. Dieser gibt zwar wichtige Hinweise, was die Qualität der jeweiligen Sitze anbelangt, aber die Frage nach der richtigen Bedienung bleibt auch hier unbeantwortet. Erst bei der Stichwortsuche „Informationen Kindersitze“ erhält der Nutzer brauchbare Informationen zum Thema von der Deutschen Verkehrswacht. Ähnlich sieht es bei den beiden anderen großen Suchmaschinen „Yahoo“ und „Bing“ aus. Auch hier fallen dem Verbraucher zunächst die Kindersitztests von Autobild und ADAC ins Auge.

Eine weitere Möglichkeit für Eltern sich zu informieren: die Informationsveranstaltungen zum Thema Kindersitze. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) bietet sie nach eigenen Angaben etwa in Kindergärten an. Auch der ADAC und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) preisen auf ihrer Internetseite entsprechende Veranstaltungen an. Nachgehakt bei einigen Kindertagesstätten wird deutlich: Hier gab es für Eltern in den letzten Jahren keine Informationsveranstaltung zum Thema Kindersitze.

Fazit: Die drei genannten Institutionen sind ihrer Funktion „umfassende Aufklärung“ zu leisten, nicht gerecht geworden. Mütter und Väter werden allein gelassen und müssen sich selbstständig einen Weg durch die Informationsflut im Internet bahnen. Die Folge ist, dass viele Eltern immer noch zu wenig über den Einbau und die richtige Bedienung von Kindersitzen wissen. Hier muss gehandelt werden. Denn die Leidtragenden sind wie so oft: die Kinder.

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