Lancia

Klassik: Lancia Fulvia Coupé – Kunst auf Rädern
Klassik: Lancia Fulvia Coupé - Kunst auf Rädern Bilder

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Das Fassungsvermögen des Kofferraums wird mit Wein vom Weingut Müller-Catoir überprüft Bilder

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Dieses Lancia Fulvia Coupé 1.3 S ist genau 40 Jahre alt Bilder

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Karin und Wolfram Renger in ihrem Atelier Bilder

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Die Rückleuchten sind charakteristisch gezeichnet Bilder

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Vom Fulvia Coupé gab es auch leistungsstarke Rallyeversionen Bilder

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89 PS sorgen noch heute für ausreichende Dynamik Bilder

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Der Frontantrieb war in dieser Klasse damals noch ungewöhnlich Bilder

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Das Fulvia Coupé wurde über zehn Jahre lang gebaut Bilder

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Das Interieur wirkt filigran und luftig Bilder

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Das charakterische Heck zeigt die Handschrift Pietro Castagneros Bilder

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Aus 1,3 Litern Hubraum holt der Vierzylinder immerhin 89 PS Bilder

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In klassischem Ambiente: Das Lancia Fulvia Coupé 1.3 S Bilder

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Automobiler Fortschritt wird heute vorwiegend in der weitgehenden Isolierung der Passagiere spürbar; die Umwelt wird erfolgreich hinweggefiltert. Die Emotionalisierung des Automobils wird dabei über auffallende Formen angestrebt, die teils ins Barocke abkippen. Der Überdruß an dieser automobilen Entwicklung war es, die das Künstlerpaar Wolfram und Karin Renger dazu gebracht hat, sich ein klassisches Coupé zuzulegen – und zwar nicht eines der üblichen deutschen Modelle, mit denen die historischen Rallyes mittlerweile übervölkert werden, sondern ein graziles, vierzig Jahre altes Lancia-Coupé der bis Mitte der 70er-Jahre gefertigten Fulvia-Baureihe.  

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Wolfram und Karin Renger leben seit acht Jahren in einem ehemaligen Weingut in Neustadt an der Weinstraße, das sie in mehrjähriger Arbeit zu einer kreativen Oase umgestaltet haben. Dort entstehen die Skulpturen, Collagen und Installationen, mit denen sich das Paar über Deutschland hinaus einen Namen [foto id=“370631″ size=“small“ position=“left“]gemacht hat. Karin Rengers Oeuvre besteht unter anderem aus Plastiken aus Stahl, Glas und Porzellan; Wolfram Renger legt einen Schwerpunkt auf Collagen und Installationen, die sich teils ausgesprochen kritisch mit gesellschaftlichen und existentiellen Bedingungen beschäftigen.  

Das Auto als Nutzgegenstand ist zwar auf den ersten Blick nicht zum Objekt künstlerischer Betrachtung prädestiniert. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich aber Subtilitäten, die beispielsweise das Fulvia Coupé von anderen Fahrzeugen seiner Zeit unterscheiden. „Wir wollten ein Auto fahren, das designt, nicht gestylt ist. Es sollte die Attraktivität der Zeit, das Handwerkliche widerspiegeln“, erläutert Wolfram Renger. „Die Fulvia hat Potentialität – sie ist nicht komplett durchgestylt wie beispielsweise ein Jaguar E-Type.“ [foto id=“370632″ size=“small“ position=“left“]Besonders gut gefallen ihm zum Beispiel die Rückleuchten – „eine Form, die sonst nirgendwo wieder vorkommt. Das ist spleenig.“  

Renger käme zum Beispiel niemals auf die Idee, das spindeldürre Volant aus holzähnlichem Kunststoff durch ein rennmäßiges Dreispeichen-Lenkrad mit dickem Lederkranz zu ersetzen: „Das Interieur ist ehrlich; natürlich ist dieses Lenkrad dünn. Man hat damals mit neuen Werkstoffen experimentiert, das ist an der Fulvia sehr schön zu sehen.“  

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Bei der Suche nach einem klassischen Auto standen durchaus auch andere Modelle zur Wahl. Ein Jaguar XJ Coupé wäre interessant gewesen, unter den modereren Fahrzeugen auch ein Porsche 944 oder 968. Alltagstauglich sollte das Auto jedenfalla sein – das Fulvia Coupé 1,3 S wurde auch deshalb gekauft, weil der ansonsten genutzte VW Bus im Stadtverkehr zu ausladend ist. Fündig wurde das Ehepaar bei einem [foto id=“370634″ size=“small“ position=“left“]Sportwagen-Spezialisten in Erlangen; das aus Italien eingeführte Auto hat knapp über 100.000 Kilometer auf der Uhr und präsentiert sich bestens in Schuss.  

Mit immerhin 89 PS kann der vierzig Jahre alte Italiener im Verkehr hervorragend mithalten, wobei Rengers die Landstraße bevorzugen: „Wir haben das Auto gekauft, um Wind und Sound zu erleben, um Städte und Landschaften in uns aufzunehmen.“ Allerdings nicht in Zeitlupe: Wenn die Straße frei ist, liegen gerne einmal 130 oder 140 km/h an. Übrigens haben bei der Auswahl auch strategische Überlegungen eine Rolle [foto id=“370635″ size=“small“ position=“left“]gespielt: „Wir wollten ein ausgesprochenes Coupe haben, bei dem nicht ständig andere Leute mitfahren wollen“, erzählt der Besitzer verschmitzt.  

Lancia zehrt noch heute noch von dem Ruf, innovative und qualitativ überlegene Autos zu bauen. Es sei deshalb wichtig, die Historie zu betonen, so die Fulvia-Eigner. Und die umfasst eben nicht nur die Rallye-Boliden Stratos und Delta Integrale, sondern auch Pretiosen wie das Fulvia Coupé – das übrigens seinerseits eine bemerkenswerte, wenn auch weniger bekannte Rallye-Historie aufweist. Ob sich das Künstlerpaar bei Gelegenheit das aktuelle Lancia-Programm anschauen werde? – „Warum nicht?“

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