Knaus-Tabbert Travelino

Knaus-Tabbert: Superleicht in die Caravan-Zukunft
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Knaus hat die ursprüngliche Studie Travelino mit einer revolutionären Fertigungstechnik auf die Serienproduktion vorbereitet. Der mit 600 Kilogramm superleichte, 4,20 Meter lange Caravan startet im kommenden Frühjahr zu einem Preis von 18.500 Euro. "Den damals geplanten Travelino hätten wir auf unseren aktuellen Produktionsstraßen bauen können und da haben wir gemerkt, wir liegen falsch", sagt Gerd Adamietzki, Geschäftsführer beim Wohnwagen- und Reisemobilhersteller Knaus-Tabbert. Und die Technik ist wirklich revolutionär. Statt der herkömmlichen Bauweise mit Sandwichplatten aus Holz, Aluminium und Styrofoam bildet ein sehr solider Rahmen das Skelett des Caravans. Boden, Dach und Wände werden aus doppelten Aluminium-Platten und hochdicht verpresstem Styropor geformt und mit dem Rahmen verklebt. Gleiches gilt für die Möbel, im Aufbau findet sich keine einzige Schraube. Das Material ist hoch belastbar. Während konventionelle Konstruktionen eine Dachlast von 100 Kilogramm haben, verträgt der Knaus-Tabbert Travelino 500 Kilogramm. Er braucht dafür keine stützenden Möbelelemente im Innenraum wie Kleiderschrankwände oder Waschraum, was völlig neue Innenraum-Architekturen ermöglicht. Die Rahmenteile integrieren Kanäle für Stromleitungen und Warmluft. Das Konstruktionsprinzip hat sich Knaus-Tabbert für die nächsten zehn Jahre patentieren lassen. Auch das Fahrwerk ist neu und 35 Prozent leichter als bisher. Die Räder werden von einer Drehstabfederachse geführt. Der im Vergleich zu konventionell gefertigten Wohnwagen höhere Preis wird sich relativieren. Schon die ebenfalls im kommenden Jahr erscheinende neue Südwind-Baureihe, die auf die Bauweise zurückgreift, soll preisgünstiger werden als ihr Vorgänger. Außerdem könnte sich der Kunde bei der Wahl seines Zugwagens für eine kleinere Klasse entscheiden und damit sparen. Ein klassischer Tandemachs-Caravan würde 1.400 statt 2.000 Kilogramm wiegen, bei einem Opel hieße das Astra statt Insignia. Die Fertigungstechnik wird in etwa zwei bis drei Jahren auch im Reisemobil-Bau eingesetzt werden. Hier rechnet die Marke mit noch größeren Vorteilen beim Gewicht. Vor allem die Führerscheingrenze von 3,5 Tonnen kann dann bei guter Zulademöglichkeit deutlich unterschritten werden.

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