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Kohlefaser-Karosserien in Großserie – Highspeed für den Bau extrem leichter Autos

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Die industrielle Produktion von ultraleichten Pkw-Karosserien und -Bauteilen gewinnt an Tempo. Wird die CFK-Karosserie des 2013 startende Elektroautos BMW i3 noch in Kleinserie gebaut, entwickeln jetzt BASF und SGL Carbon gemeinsam ein neues Materialsystem für die Großserienproduktion von Bauteilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK).

Der Technologiesprung verspricht die günstige Herstellung von thermoplastischen Kohlefaser-Verbundwerkstoffen, die deutlich kürzere Bearbeitungszyklen als bislang üblich erlauben. Die neuen Anlagen können laut Fraunhofer-Forschern jährlich bis zu 100.000 Bauteile herstellen und somit auch eine Großserienproduktion im Automobilbau bedienen.

Deshalb sind die Aussichten rosig, wie von Robert J. Koehler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon prognostiziert. „In zehn Jahren könnte unser Gesamtumsatz mit Karbonfasern von derzeit 300 Millionen Euro pro Jahr auf bis zu drei Milliarden Euro steigen.“ BMWs Hightech-Partner SGL – aus dem Chemieriesen Hoechst hervorgegangen – ist ein führender Hersteller von Kohlefasern weltweit und derzeit der einzige in Europa. Seit 2009 betreiben SGL (51 Prozent) und BMW (49 Prozent) das Joint Venture SGL Automotive Carbon Fibers zur Produktion von Kohlefasern und deren Weiterverarbeitung zu Gewebestrukturen für den Automobilbau.

Ziel von BMW ist, die Mobilität von morgen als Trendsetter zu gestalten. Das will der Konzern 2013 mit den in Leipzig montierten BMW i3 und dem folgenden BMW i8 unterstreichen. Hinter der Strategie steckt auch eine Frau, die beim Bündnis von SGL und BMW die Strippen zog: Susanne Klatten (50) sitzt seit 1997 im BMW-Aufsichtsrat und ist Großaktionärin bei beiden Konzernen. Die Quandt-Erbin hält 12,6 Prozent des stimmberechtigten BMW-Kapitals. Gemeinsam mit Mutter Johanna und Bruder Stefan Quandt gehören ihr 46,7 Prozent der BMW AG. Zudem hält Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion aktuell 26,87 Prozent Anteile an der SGL Carbon, BMW kommt auf 15,72 Prozent. Gemeinsam ist man stark genug, Übernahmepläne wie die von Volkswagen im Jahr 2011 abzuwehren. Volkswagen verfügt über 8,18 Prozent der SGL-Aktien.

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