Kolles muss erst Campos-Chaos aufräumen: Bin ständig am pushen
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(motorsport-magazin.com) Colin Kolles hat momentan wohl den härtesten Job in der Formel 1. Am Freitag wurde er als Managing Direktor bei Campos präsentiert. Seine Aufgabe: er soll sicherstellen, dass das Team voll funktionstüchtig ist und in drei Wochen beim Saisonauftakt in Bahrain an den Start gehen kann. Chancen das Auto vor dem ersten Rennen zu testen, gibt es nicht. "In den letzten zwei Wochen habe ich gerade einmal zwei Stunden pro Nacht geschlafen. Das ist gerade eine unglaubliche Zeit. Ich bin ständig am pushen, ich werde nicht aufgeben, bis wir zwei Autos in Bahrain am Start haben", erklärte Kolles.

Doch der 43-Jährige blickt über das erste Rennen hinaus. Er will das Team über das Jahr hinweg stabilisieren und weiter aufbauen. Im Moment arbeitet Campos von Dallara aus, eine Basis in Spanien ist in Planung. Die Hauptbasis soll in Murcia sein, wo man eine Fabrik und einen Windkanal hat. "Meine Rolle ist das Chaos aufzuräumen. Campos hat nichts, außer Chaos. Die einzige Abteilung, die es im Moment gibt, ist eine Software-Abteilung mit acht Männern, von denen keiner je ein F1-Auto gesehen hat. Dann haben wir noch zwei oder drei Ingenieure mit F1-Erfahrung und das war’s", verriet Kolles gegenüber dem F1-Journalisten Adam Cooper.

Zweiter Pilot gesucht

Dennoch stellte er klar, dass man in Bahrain zwei Autos haben werde. "Ich weiß nicht wie und das ist mir auch egal, aber wir werden zwei Autos am Start haben. Manche Dinge werden auf den allerletzten Drücker passieren, denn ein Team innerhalb von zwei Wochen aufzustellen ist nicht leicht", erklärte Kolles. Laut dem Managing Direktor sei die Aufgabe nur dadurch möglich, dass er Leute habe wie Mike Krack oder Geoff Willis. "Ich verfüge über ein großes Netzwerk. Mechaniker, Ingenieure zu finden, das ist das kleinste Problem. Es gibt größere Probleme wie eine Vereinbarung mit Cosworth, Dallara, Xtrac und anderen Sponsoren zu finden sowie Gespräche mit Piloten und Bernie Ecclestone zu führen", weiß Kolles.

Mit Bruno Senna hat Campos bereits einen Piloten unter Vertrag. Jose Maria Lopez wurde mit dem zweiten Platz in Verbindung gebracht. Laut argentinischen Meldungen soll er sich nach einigen Besuchen bei Ecclestone auch mit dem Team geeinigt haben. Allerdings soll auch Karun Chandhok gute Chancen auf das zweite Campos-Cockpit haben. Laut Kolles haben Piloten, die Sponsorengelder im Gepäck haben, die besseren Chancen. "Es ist klar, dass wir Geld brauchen, um das Team zu retten. Bei Jordan mussten wir auch zu Beginn mit Paydriver fahren. Danach hat man sich entwickelt und vier Jahre später fuhren wir mit absoluten Profis", verriet der 43-Jährige.

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