Kommentar: Die Auto-Wegwerf-Gesellschaft

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Wegwerfgesellschaft und Umweltschutz passen nicht zusammen. Trotzdem will die Automobilindustrie nun mit einer staatlichen Verschrottungsprämie für Gebrauchtwagen das Weltklima retten. Die soll Autokäufer animieren, ihre alten Modelle gegen umweltfreundliche Neuwagen zu tauschen. Doch die Umweltschutz-Rechnung geht nicht auf. Denn die Produktion neuer Autos erhöht nur den Energieverbrauch. So werden bei der Produktion eines neuen Pkw rund 20 Tonnen CO2 frei gesetzt. Diese Menge ist durch den Umstieg auf einen verbrauchsgünstigeren Pkw kaum einzusparen. Selbst wer von einem Porsche Cayenne Turbo S (358 g/km) auf den sparsamsten Smart Fortwo mit Dieselmotor (88 g/km) umsteigt, müsste über 70 000 Kilometer fahren, um auch nur die bei der Produktion emittierte Menge an CO2 eingespart zu haben.Die Verschrottungsprämie ist ökologisch also höchst fragwürdig. Ökonomisch hingegen ist sie für die Automobilhersteller extrem attraktiv; der dümpelnde Neuwagenabsatz würde zumindest kurzfristig stark anziehen.

Egal wie man wirtschaftspolitisch zu der geforderten Subvention steht: Mit Umweltschutz hat sie nichts zu tun.
Vielleicht sollte man noch einmal in die Geschichtskiste greifen. Im Herbst 1973 steckte Porsche ganz tief in der Krise: Heckmotorwagen hatten scheinbar keine Chance, die neuen Crash-Test-Normen zu erfüllen. In dieser Situation heckte der damalige Porsche-Vorstandsvorsitzende Professor Ernst Fuhrmann folgenden Gedanken aus: Autos müßten über Generationen hinweg halten. Anstatt dauernd neue Autos zu prduzieren, sollten die in Gebrauch befindlichen alle Jahre wieder zum Hersteller aufs Fließband und mit den neuesten Technken nachgerüstet und natürlich auch von Grund auf überholt werden. Als erster Schritt wurde damals die Einführung der rostfreien Karosserie gefeiert. Tatsächlich ließ Fuihrmann damals einige Exemplare solcher Langzeit-Autos bauen und übergab sie dem „Club of Rome“,einer Vereinigung europäischer Wissenschaftler. Leider ging diese Idee vom Langzeit-Auto in der darauffolgenden Konjunkturphase wieder in Vergessenheit. Aber vielleicht ist die Idee jetzt marktreif – auch angesichts immer höherer Autopreise.

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