Kommentar: Die Wahrheit wird zur schweren Geburt
Kommentar: Die Wahrheit wird zur schweren Geburt Bilder

Copyright:

Bleiben wir kurz bei unserem Thema, beim Auto! Hinken muss der Versuch, Autos lediglich nach ihrem Kraftstoffverbrauch oder – weit schicklicher heute – nach ihrem CO2-Ausstoß in gute, weniger gute und böse Gefährte einzuteilen. Obwohl am Ende nichts zusammenpasst, wird solch verwegene Staffelung immer wieder vorgenommen, werden Autos, die weit unterschiedlicher sind als Äpfel und Birnen, in einen Topf geworfen.

Offensichtlich hat das politisch angereicherte CO2 vermocht, mancher Menschen Fähigkeit zu nüchterner Betrachtung des Seins zu lähmen. Und so landet dann in umweltpolitisch maskierten Wertigkeitstabellen der Toyota Prius zusammen mit dem smart fortwo cdi gewissermaßen punktgleich in der Kategorie gelobter CO2-Abstinenzler. Dabei lassen sich weder die Erscheinung noch der Fahrkomfort beider Autos auf einen Nenner bringen; die Beförderungskapazität erst recht nicht. Das kommt davon, wenn Kohlendioxid als ideologische Richtschnur letztlich sämtliche Denkprozesse steuert.

Und was, wenn sich herausstellt, dass der vermeintliche Klimakiller CO2 freigesprochen und endlich in Ruhe gelassen werden muss? – Schließlich sehen nicht wenige namhafte Wissenschaftler seit Langem Kohlendioxid nicht als am Klimawandel beteiligt. Eine Zeit lang mag noch zutreffen, dass alter Irrtum mehr Freunde als die Wahrheit hat, wie das Sprichwort sagt. Doch es ist Bewegung in die Klimadebatte gekommen, seitdem sich kritische Einsprüche mehren.

Gegen ein Mitspracherecht derer, die anderer Auffassung sind, wehren sich erklärte Klimapaniker an der politischen Front hartnäckig. Erkennen aber ließen von Anfang an vermutete Irrungen und Wirrungen beim Kopenhagener Klimatreffen, dass die Kommandogewalt der selbsternannten Klimaaktivisten bröckelt. Nicht wenige Länder, die ganz andere Sorgen haben, als Kohlendioxid zu jagen, versagen der verzweifelten internationalen Jagdgemeinschaft die Gefolgschaft. Vorgehalten wird den Klimadiktatoren, dass es auf der Erde Klimaveränderungen, auch krasse, schließlich wiederholt gegeben habe. Die Menschen seien durchaus klug genug, sich einer möglichen Warmzeit anzupassen und ihr sogar positive Seiten abzuringen. Klüger und effektiver sei es jedenfalls, sinnvolle Vorhaben solcher Anpassung finanziell zu fördern.

Die offizielle politische Marschrichtung ist eine andere. Möglichem Klimawandel ist der Kampf erklärt worden. Und dafür wird verbissen hochgerüstet; mit milliardenschweren Investitionen, für die eigentlich in keinem Land der Erde Geld da ist. Lästerliches Motto solcher Anstrengungen scheint zu sein: Wir wissen zwar nicht, was wir tun, aber wir tun’s mit aller Kraft!

Das Beharrungsvermögen von Denkschablonen, die die Politik vorgegeben hat, ist wirklich ganz erstaunlich. Da kommt auch Afghanistan in den Sinn. Bislang hat sich die Bundesregierung geziert, das dortige Geschehen beim Namen zu nennen: Krieg! Jeder Journalist, der so wertete, war umgehend der Ächtung anheimgefallen. Selbst jetzt, nach jener „Bombennacht“ vom 4. September, dem verheerenden „Luftschlag in Kundus“, ist in Stellungnahmen der deutschen Regierung noch immer beschwichtigend lediglich von einem „kriegsähnlichen Einsatz“ die Rede. Und jeden einzelnen deutschen Soldaten vor Ort belastet weiter die zermürbende Vorstellung, sich für den Einsatz seiner Waffen gegebenenfalls rechtfertigen zu müssen. Er weiß, dass nach Kampfhandlungen zwischen Notwehr und gezielter Tötung unterschieden wird. Tausende Kilometer hinter der Front!

Noch kommt das Wort „Krieg“ im offiziellen Sprachgebrauch der deutschen Regierung nicht vor. Das Eingeständnis, dass deutsche Soldaten zum ersten Mal in ihrer Geschichte in einen Krieg verwickelt sind, wird vermutlich noch länger auf sich warten lassen. Die Wahrheit wird von der Politik offensichtlich immer wieder als schwere Geburt erlebt. Und das in allen ideologisch besetzten Bereichen.

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

VW-Service

VW-Service "We Experience" geht ans Netz

BMW bringt weiteren E-Kleinstroller

BMW bringt weiteren E-Kleinstroller

Der Opel Corsa fährt ins Elektrozeitalter

Der Opel Corsa fährt ins Elektrozeitalter

DISKUTIEREN SIE ÜBER DEN ARTIKEL

Bitte beachte Sie unsere Community-Richtlinien.

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 10:04 pm Uhr

Es wird immer das selbe bleiben da die Autos jedem die freiheit geben zu jedem Zeitpunkt von A nach B zu kommen über große Enfernungen und fasst jedem ist das wichtig. kan man die Leute leichter schröpfen. Das der Hausbrand ( Heizung )und Kraftwerke , Industrie über 90 % an CO2 ,Schwefel ect. In den Industrienationen in die Luft blasen . Vulkane ca 1900 Aktiv , allein der Mount St. Helen in den 80ern bei seiner großen Eruption Mehr Schadstoffe in die Luft geblassen hat als alle Industrienationen in den letzten 150 Jahren. Unsere Meterollogen sind noch garnicht in der Lage zu verstehen wie unser Wetter funktioniert, erst seit 1996 wird versucht ein Teil der Meeres-Temperaturen mit reinzurechnen. alle Daten die in 2 Stunden von allen Wetterstationen kommen
in einen einigermaßengenauem raster zu berechnen für eine genaue Vorhersage würde im größten Rechner der Erde ca. 650 Jahre brauchen rund um dei Uhr.
Der Mensch Entwickelt ein Messgerät und schon weiss er was unterster und oberster wert der verträglichkeit für Ihn und die Natur ist . Wir müssen uns anpassen nicht die Erde.

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 8:25 pm Uhr

3.Auto-Fan: Ebenfalls kluge Worte. Was Autotechnik und Technik überhaupt mit Afghanistan zu tun haben? Na, dann fragen sie doch mal ihren Waffen- , äääh, Autohersteller.

Die Antwort ist auf einer gewissen Ebene: Na, Politik.

Ein weiterer politischer Punkt in der Autotechnik: Sind Autos, die schneller als 130km/h fahren, not-wendig? Deutschland ist, soweit mir bekannt, letztes "Hochgeschwindigkeitsland" der Erde. Würde in Deutschland Tempolimit 130km/h eingeführt, gäbe es kein Land auf der Erde mehr, in dem schnellere Fahrzeuge "nötig" oder benutzbar, "ausfahrbar" wären.
Wenn also mal wieder ein/e deutsche/r Politiker/in gefragt wird, ob er für ein Tempolimit stimmen wird, bedenket immer: Egal was er/sie jetzt sagen wird, die Realität wird sein, daß die INTERNATIONALE Autolobby dafür sorgen wird, daß es NICHT geschieht, denn mit schnellen Autos läßt sich schneller Geld machen als mit langsamen, zudem wäre es schlecht für den Kapitalismus, denn schnelle Autos oder auch die Dinosaurierautos fördern das Ego, und eine Welt, in der Egoismus und Egozentrismus der Kampf angesagt wird, ist eine Welt, in der dem Kapitalismus der Kampf angesagt wird.

Insofern das politische Credo: Ja nicht den ersten Dominostein zur Bekämpfung des Egos fallen lassen.
Ist das jetzt Credo der Politik, oder der Industrie? Meiner Meinung nach waren Politiker, seit es Politik gibt, niemals Moderatoren zwischen Händlerschaft und simplem Volk, sondern Moderaten der Händlerschaft gegen das "simple" Volk. Sokrates starb für diese Auffassung gegen die Akro-polis. Polis, Politik, Polizei…

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 8:06 pm Uhr

Wenn Herr Riedel schon das Thema Afghanistan, Umwelt und Auto zu einem Thema macht: Hat jemand eigentlich schon mal berechnet wieviel Kohlendioxid die Armeen dieser Welt in die Luft blasen?
Bei allen Aufstellungen fehlt mit einer gewissen Regelmäßigkeit stets der Anteil des Militärs. Mein Bekannter ist Pilot bei der Bundeswehr und ist öfters auf Übungsflügen in Kanada unterwegs. Ein anderer Bekannter (wir haben hier in Süddeutschland 2 große Militärflughäfen) ist sehr viel mit dem BW-PKW unterwegs. Wenn die aus Ihrem Nähkästchen plaudern – dagegen sind die Emissionen meines Prius geradezu lächerlich. Und zwar die Emissionen, die mein Auto ein Autolebenlang produziert! Noch – geht der BW das Thema CO2 am Ar_ _ _ vorbei. Da steckt jedoch sehr viel Brisanz drin. Da ist der Anteil CO2 was unser Individualverkehr emittiert im Vergleich zum Militär – ein Fingerhut voll. Ganz zu Schweigen vom Verbrennungsprozess (und damit CO2-Entwicklung) beim Einsatz von Munition; inkl. Raketen und alles was unter thermischer Energiefreisetzung eine Menge Gase (=Explosion) erzeugt.

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 8:03 pm Uhr

Wenn Herr Riedel schon das Thema Afghanistan, Umwelt und Auto zu einem Thema macht: Hat jemand eigentlich schon mal berechnet wieviel Kohlendioxid die Armeen dieser Welt in die Luft blasen?
Bei allen Aufstellungen fehlt mit einer gewissen Regelmäßigkeit stets der Anteil des Militärs. Mein Bekannter ist Pilot bei der Bundeswehr und ist öfters auf Übungsflügen in Kanada unterwegs. Ein anderer Bekannter (wir haben hier in Süddeutschland 2 große Militärflughäfen) ist sehr viel mit dem BW-PKW unterwegs. Wenn die aus Ihrem Nähkästchen plaudern – dagegen sind die Emissionen meines Prius geradezu lächerlich. Und zwar die Emissionen, die mein Auto ein Autolebenlang produziert! Noch – geht der BW das Thema CO2 am Ar_ _ _ vorbei. Da steckt jedoch sehr viel Brisanz drin. Da ist der Anteil CO2 was unser Individualverkehr emittiert im Vergleich zum Militär – ein Fingerhut voll. Ganz zu Schweigen vom Verbrennungsprozess (und damit CO2-Entwicklung) beim Einsatz von Munition; inkl. Raketen und alles was unter thermischer Energiefreisetzung eine Menge Gase (=Explosion) erzeugt.

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 11:33 am Uhr

Und was, wenn sich herausstellt, dass der vermeintliche Klimakiller CO2 freigesprochen und endlich in Ruhe gelassen werden muss?

Und was wenn nicht, müssen wir dann unseren Kindern erklären das wir es darauf an kommen lassen wollten?!
HaJo.Grimm

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 11:05 am Uhr

Ich stimme völlig überein mit dem 3. Kommentar! Und weil der Herr Riedel namentlich den Prius erwähnte: Ich glaube nicht, dass er den aktuellen Prius III gefahren hat. Sonst wäre seine Meinung ein andere. Die Beförderungskapazität ist in etwa doppelt so groß wie bei einem Audi und Fahrkomfort, Sicherheit sind nahezu konkurrenzlos in seiner Klasse. Bei einem Mercedes der E-Klasse kann ich nach 400 km nur mit fremder Hilfe aussteigen, unglaublich. Und ob Herr Riedel weiß, dass beim Prius das Anfahrdrehmoment höher ist als beim Mercedes 500? Jedenfalls tut ein niedriger CO2-Ausstoß dem Klima gut!

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 10:26 am Uhr

Ob CO2 klimaschädlich ist, oder auch weniger ist sekundär. Entscheidend ist. dass der Verbrauch runter muss, schon deswegen, weil die Erdölreserven endlich sind.
Und dafür ist die Industrie gefordert, Ihre Fehler zu beseitigen. Die beachtlichen Fortschritte in der Motorentechnik wurden durch die Dinosaurierzüchtung in den Karosserien eliminiert.- oder was ist das anderes, wenn ein Golf 1 mit 780 kg heute durch den GolfVI mit 1380 kg abgelöst wurde. Oder wenn ein neuer Astra im Vgl zum Kia Ceed 200 kg mehr Speck auf den Rippen hat. Baut die heutigen Motoren in die Autos der 70iger Jahre ein . Kommt mir jetzt nicht, dass ABS/ESP und passive Siocherheit hunderte Kilos verschlingen. Wenn es ein Betätigungsfeld sein muss, dann bitte Aerodynamik, auch unterm Auto.
Eine Gewichtsverminderung ist auch deswegen unumgänglich, weil die kommedwen Akkus sind wieder verdammt schwer.,
Es ist zu tun und kommt mir nicht mit Ausflüchten CO2 wäre gar nicht so wichtig.
Was Afghanistan, sicher ein hochbrisntes Thema— allerdings in einem anderen Zusammenhang , was also Afghanistan mit der Autotechnik zu tun hat,ist mir nicht aufgegangen

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 10:18 am Uhr

klug und gut

mehr leidenschaft fûr eine gesûndere wahrheit

Gast auto.de

Dezember 21, 2009 um 10:16 am Uhr

Das betrifft nicht nur das co2, wenn sich Politiker erst mal auf was populäres eingeschossen haben, kommt man mit Menschenverstand nicht dagegen an.
Mit dem Krieg ist es genauso, welcher Politiker traut sich, hier die Wahrheit zu sagen. Sei es der Allgemeinheit oder den Familienangehörigen der Soldaten, getötet, gefallen oder zum Krüppel geschossen. Hört sich halt besser an, wenn das im Einsatz für den Frieden passiert. Und Söhne oder Enkel von deutschen Politikern sind sicher nie dabei.

Comments are closed.

zoom_photo