Kommentar: Pkw-Maut als Anreiz zum Umweltschutz

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An einer Pkw-Maut in Deutschland führt mittelfristig kein Weg vorbei. Anders sind Ausbau und Pflege des Straßennetzes kaum mehr zu bezahlen. Allerdings ist bei einer Einführung auch Augenmaß nötig.

Eine rein fahrleistungsabhängige Autobahnmaut würde zwar eine gerecht verteilte Belastung von Viel- und Wenigfahrern gewährleisten, sie würde aber auch viele Autofahrer zum häufigen Wechsel auf die kostenlose Landstraße bewegen. Dort sorgen sie dann für Staus, Unfälle und erhöhte Lärmbelastung.

Eine Vignetten-Maut wie in Österreich mit einem einmaligen Jahresbeitrag könnte das zwar verhindern; sie hätte aber keinerlei umweltpolitische Lenkungswirkung und wäre sozial ungerecht. Denn Vielfahrer zahlen die gleiche Summe wie die Gelegenheitsnutzer von Autobahnen.

Die Vorteile beider Systeme lassen sich aber auch verbinden. Ein Vignetten-Mautsystem könnte sich beispielsweise am Fahrzeug selbst orientieren: Autos mit hohem Verbrauch und großem Gewicht werden mit hohen Gebühren belegt; sie belasten Umwelt und Straßen am stärksten. Für Kleinwagen oder Elektroautos dürfen hingegen nur geringe Gebühren anfallen. Denn sie stoßen weniger Schadstoffe aus und werden in der Regel seltener außerhalb der Stadt gefahren.

So könnte die Maut auch die umweltpolitischen Anreize schaffen, die die Kfz-Steuer selbst nach ihrer jüngsten Reform immer noch nicht bietet.

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Jörg Schüppel

November 10, 2009 um 12:16 pm Uhr

Na eigentlich gibts dafür ja die KfzSteuer und die Mineralölsteuer? Aber naja….reicht halt nicht

Gast auto.de

November 10, 2009 um 3:20 am Uhr

Wenn man den ADAC-Berichten Glauben schenken darf, dann verschleissen Lkw’s unsere Strassen und Autubahnen um den Faktor 150 mal stärker als Pkw’s. Das bedeutet , dass gerechterweise eine Pkw-Maut für Autobahnen den 150zigstel Teil der Lkw-Maut betragen sollte. Dieser Betrag müsste aber laut Argumentation der Bundesregierung über Verwendungszweck von Kfz-Steuer und Mineralölsteuer zur Sanierung der Autobahnen vollkommen ausreichen. Ich kann beim besten Willen nicht einsehen, was eine Autobahnmaut mit Umweltzbelastung zu tun haben sollte. Diese ist doch wohl unabhängig von einer Nutzung Autobahn oder Landstrasse oder Stadt! Der Wirkungsgrad einer Maut würde wahrscheinlich wie in Frankreich nur 50% betragen, weil, wie französische Erhebungen gezeigt haben, nach dem Verkauf der staatlichen Autobahnen an private Betreiber und der anschließenden Mautpflicht 50% aller Pkw’s in Frankreich kostenpflichtige Mautabschnitte durch das Ausweichen auf Landstrassen und Ortsdurchfahrten umfahren. Wolli.

Bernd Steiger

November 9, 2009 um 12:44 pm Uhr

Die Situation ist genau in diesem Bericht beschrieben……Die PKW-Maut wird kommen………Jetzt warten wir mal ab was zum Schluß dabei rauskommt……Jogi

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