Lkw ohne Fahrer – Die Zukunft feiert Jubiläum
Lkw ohne Fahrer - Die Zukunft feiert Jubiläum Bilder

Copyright: Norbert Böwing/SP-X

Auf die Straße dürfen die Trucks nicht, obwohl sie beim Thema „Autonomes Fahren“ einige Erfahrungen beitragen. Bilder

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Mit Hilfe von Sensoren spulen die Actros ihre Strecken ab, können wenden und an den Rampen sogar rückwärts andocken. Bilder

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Koordiniert wird das System von einem PC, der als Leitrechner dient und den beiden Lkw die Fahraufträge erteilt. Bilder

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In den Ladecontainern befinden sich zwei Rollenbahnen. Bilder

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Lkw ohne Fahrer. Bilder

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Gleich zwei computergesteuerte Mercedes-Benz Actros vom Typ 2531 sind seit nunmehr zehn Jahren bei der Firma Uzin Utz AG in Ulm im Einsatz. Bilder

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Lkw sind ohne Fahrer unterwegs, bewegen sich wie von Geisterhand, und das schon ziemlich lange. Bilder

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Die Szenerie ist futuristisch: Lkw sind ohne Fahrer unterwegs, bewegen sich wie von Geisterhand, und das schon ziemlich lange. Gleich zwei computergesteuerte Mercedes-Benz Actros vom Typ 2531 sind seit nunmehr zehn Jahren bei der Firma Uzin Utz AG in Ulm im Einsatz. Allerdings nur auf dem Werksgelände.

„Wir sind sehr zufrieden, das Projekt rechnet sich und wir würden es jederzeit wieder realisieren wollen“, erklärt Logistikleiter Uwe Ritter. Noch immer pendeln die beiden Trucks, bei denen es sich rein rechtlich um selbstfahrende Arbeitsmaschinen handelt, täglich unzählige Male zwischen dem Werk und dem Logistik-Zentrum. Die Strecke ist allerdings gerade mal 190 Meter lang.

In den Ladecontainern befinden sich zwei Rollenbahnen. Sie nehmen im Produktionsbereich jeweils 14 Paletten auf und liefern sie dann an der Laderampe wieder ab. Alles völlig automatisch. Für jeden Lkw kommen täglich gerade mal drei Kilometer zusammen. Mit einem Tempo von 6 km/h schleichen sie in Schrittgeschwindigkeit. „Für jeden Lkw-Fahrer wären diese Touren eine echte Zumutung“, weiß Ritter. „Jeder Gabelstapler ist schneller“.

Koordiniert wird das System von einem PC, der als Leitrechner dient und den beiden Lkw die Fahraufträge erteilt. In den Trucks sorgt die Steuerung für die Ausführung. Der Leitrechner steht über eine Datenfunkstrecke mit den Lkw in Verbindung. In den Fahrerkabinen sieht man Elektromotoren an der Lenksäule, die über Zahnriemen die Lenkung der Actros bewirken. Die elektronischen Elemente befinden sich in einer „Black-Box“, die auf der Konsole zwischen den Sitzen platziert ist.

Im Zeitalter von Smartphones und Mini-Mikrochips mutet diese Technik überdimensioniert an. Die Lkw selbst sind mit Bumpern ausgerüstet. Sie legen die Trucks sofort still, wenn sie auf ein Hindernis treffen oder sich ihnen jemand nähert.

Beide Trucks sind mit Sensoren ausgerüstet. Im betonierten Fahrweg wurden Transponder und Leitdrähte eingelassen. Sie bilden ein Koordinatensystem, an dem sich die Steuerung orientieren kann. Besonders erstaunlich ist, dass die Route mit einer Genauigkeit von fünf Millimetern abgefahren wird.

Mit Hilfe von Sensoren spulen die Actros ihre Strecken ab, können wenden und an den Rampen sogar rückwärts andocken. Dabei ist die Technik so ausgelegt, dass jederzeit ein Fahrer das Kommando übernehmen könnte. Während das Ulmer Projekt ein echter Meilenstein in der Entwicklung alternativer Antriebskonzepte war, hat es nichts von seiner Faszination verloren. „Jeder, der das gesehen hat, steht fassungslos davor und kann es nicht glauben“, berichtet Stefan Burdack von der Abteilung Arbeitssicherheit der Uzin Utz AG.

Auf die Straße dürfen die Trucks nicht, obwohl sie beim Thema „Autonomes Fahren“ einige Erfahrungen beitragen. Diesen Bereich überlassen die Trucker vorläufig noch den Pkw, die so lange erste Elemente des Alleine-Fahrens auf die Straße bringen. Allerdings sitzt dort der Fahrer dabei am Steuer.

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