Lucy – Tagebuch einer Messehostess – Die Anfänge einer Messehostess: Schulungstage
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„Ja, optisch soweit alles okay, nur Ihre Frisur, die geht ja gar nicht! Unbedingt zum Friseur mit Ihnen“ – hier stehe ich jetzt zwischen Nancy, Simone und Colette und wie sie alle heißen und beginne fernab von Hörsälen und heimischem Schreibtisch mein Leben als Messehostess. Während also das „Mädchen“, die junge Frau mit einem Topmodelaussehen vor mir, abgefertigt wird, mustern die „ Mädschen“ (der Agenturleiter hat denselben Sprechfehler wie Heidi Klum) sich ausführlich, mal klammheimlich, mal unbeirrt starrend und vergleichend. Jetzt bin ich an der Reihe. „Hmm, Körper okay, aber Sie brauchen ordentlich Farbe! Gehen Sie unbedingt ins Solarium, hier ist gleich eins um die Ecke und dann ordentlich Make-Up!“ Puuh, da bin ich ja nochmal halbwegs glimpflich davon gekommen. Eine Runde Solarium – bei den über 1000 Euro Verdienst am Ende kann ich ja ruhig mal Opfer bringen.

Was eine Hostess so alles wissen muss

Nach der „Musterung“ geht`s dann endlich richtig los mit unserer Schulung. Ein bisschen gewundert habe ich mich schon, dass wir drei Tage lang zu einer solchen „Schulung“ kommen sollen. Schulung worüber? Ein paar Verhaltensregeln, kurz die Daten zum Auto – und los kann`s gehen. Doch weit gefehlt. Ausführlich erklärt uns die Ausbilderin zunächst eine geschlagene Stunde, gefühlt wie zehn lange, lange Stunden, in welcher großen Verantwortung wir mit unserem Job für den Erfolg der Marke stehen. Deswegen sei ein makelloses Aussehen oberste Priorität. „ Bla bla“, denke ich mir, „als würden der Hersteller mehr Autos verkaufen, nur weil ich gebräunter bin“. Einige Mädchen machen sich während dieses schwachsinnigen Vortrags sogar Notizen. Nerds! Ich bin ziemlich erleichtert, wenigstens ein paar andere Mädchen zu sehen, die auch genervt die Augen verdrehen. Dann ist erstmal Pause. Alle essen einen Salat, ich bestelle mir einen Hamburger. Hat ja auch Salat.

„Fachwissen“

Nach der Pause soll uns dann das Fachwissen beigebracht werden. So langsam verstehe ich auch, wieso ganze drei Tage „Schulung“ vorgesehen sind. Einige meiner Kolleginnen haben anscheinend bisher immer nur auf dem Beifahrersitz gesessen und bewundernd Papi oder ihrem Freund zugeschaut. Nur so kann ich mir Fragen wie „Wo finde ich den Schlüssel für`s Lenkradschloß?“ erklären. Ein Führerschein scheint also keine Bedingung für die Auswahl eines Messegirls auf einer Automesse zu sein! Doch was braucht frau dann im Leben eines Messegirls.. ich ahne Schlimmes..

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