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Mazda3 Hybrid – Für Japan jetzt auch mit Doppelherz

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Durch die Akkus schrumpft der Kofferraum Bilder

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Die Antriebstechnik stammt großteils von Toyota Bilder

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Die Limousine gibt es zunächst nur in Japan Bilder

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Mazda verpasst dem 3er einen Hybridantrieb Bilder

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Autofahrer in der japanischen Hauptstadt brauchen Geduld. Die Wege sind weit, die Straßen voll. Steckt man mittendrin im unvermeidbaren Stop-and-go, kann man nachvollziehen, warum bei den japanischen Automobilherstellern ein Hybridmodell quasi zum Standardprogramm gehört. Seit diesen Tagen bieten nun auch die Mazda-Händler den heimischen Kunden einen alternativen Antrieb. Und der spielt seine Stärke vor allem im Stadtverkehr aus – und beim Bremsen.

Ein angepasster 2,0-Liter-Saugbenziner mit 73 W/99 PS aus dem bestehenden Portfolio haben die Ingenieure für den japanischen Markt mit einem 60 kW/82 PS starken E-Motor ergänzt, was eine Systemleistung von 100 kW/136 PS ergibt. Seine Kerntugenden – E-Motor, Planetengetriebe und Batterie – hat der Mazda dabei von einem Erfolgsmodell erlernt: Es sind die gleichen Komponenten, die auch bei der Konkurrenz, im Toyota Prius, zum Einsatz kommen.

Bei einer kurzen Testfahrt im Stadtgebiet von Yokohama präsentierte sich das System ausgereift – allerdings mit einer Schwäche. Elektrotypisch leise rollt der 3er vom Parkplatz, unmerklich schaltet sich der Verbrenner hinzu. Ist er an oder aus? [foto id=“490895″ size=“small“ position=“left“]Das zeigt das grüne Lämpchen im Display an, nicht das Motorengeräusch. Der Stadtverkehr von Yokohama fließt – und wir mit ihm.

Dann darf es etwas schneller gehen, ein kräftiger Tritt aufs Gaspedal – und unser Herz macht einen Satz. Allerdings nicht, weil die Limousine mit unbändiger Kraft nach vorne prescht. So wenig man das Zuschalten des 2,0-Liter Benziners gehört hat, umso deutlicher meldet er sich nach einem kräftigen Gasstoß zu Wort. Ob sich das bei höheren Geschwindigkeiten potenziert, konnten wir bei der kurzen Testfahrt im Stadtgebiet nicht ausprobieren.  

Im Stop-and-go-Verkehr, beim ständigen Anfahren, rauscht bei einem Verbrennungsmotor der Sprit nur so durch die Leitungen. Beim Hybrid übernimmt der Elektromotor diese Aufgabe, unterstützt im Mazda3 aber auch im Dauerbetrieb – einen reinen Benziner-Modus gibt es laut Mazda nicht. Die Batterie wird bei jedem Bremsvorgang gespeist. 3,2 Liter fließen laut Mazda im Schnitt durch die Kraftstoffleitungen – allerdings nach japanischen Maß, das man nicht direkt mit deutschen Werten vergleichen kann. Trotzdem ein guter Wert für die 1,4 Tonnen schwere Limousine.

Besonders stolz sind die Mazda-Ingenieure auf die weiter entwickelte Bremse. Sie soll nun nicht mehr das typische synthetische Bremsgefühl rückmelden, das sich bei Fahrzeugen mit Bremsenergie-Rückgewinnung gerne einstellt. Das [foto id=“490896″ size=“small“ position=“right“]funktioniert in der Praxis so gut, dass dem gemeinen Fahrer nicht mal auffallen dürfte, dass etwas anders ist – weil er das Bremsgefühl genauso aus einem normalen Verbrenner-Fahrzeug kennt.

Für rund 2,4 Millionen Yen, umgerechnet 17.800 Euro und damit etwas teurer als der günstigste Mazda3 in Japan, aber preiswerter als die Diesel-Versionen, fahren die Japaner nun Mazda-Hybrid. Dass der Spar-3er in dieser Konfiguration nach Deutschland kommt, ist unwahrscheinlich, eher dürfte es die nächste Generation der Mazda-Saugmotoren mit einem E-Antrieb für den europäischen Markt geben. Sicher ist aber: Dabei wird es nicht bleiben. So arbeiten die Mazda-Ingenieure gerade an einem Range-Extender für Elektroautos, der auf dem Prinzip des Wankel-Motors beruht – eine Antriebstechnik, die schon als ausgestorben galt. Und die übrigens besonders leise ist.

Datenblatt: Mazda3 Hybrid

Viertürige, Fünfsitzige Limousine der Kompaktklasse
Länge 4,58 Meter
Breite 1,8 Meter
Höhe 1,46 Meter
Kofferraumvolumen 312 Liter
   
2,0-Liter-Benziner, 73 kW/99 PS
maximales Drehmoment 142 Nm
AC-Synchronmotor mit 60 kW/82 PS
maximales Drehmoment 207 Nm
Systemleistung 100 kW/136 PS
Normverbrauch 3,2 Liter/100 km

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