Mercedes-Reisebusse: Sterne vom Bosporus

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Reisebusse mit dem Stern werden nur noch in Istanbul gebaut. Die Daimler AG hat jüngst auch die Produktion des Topmodells Travego von Mannheim in sein Werk nach Hosdere am Bosporus verlagert. In einem der größten und modernsten Omnibuswerke Europas entstehen bereits der Tourismo, eine technisch und ausstattungsmäßig abgespeckte Reisebus-Variante, der kombinierte Linien- und Reisebus Intouro sowie der Stadtbus Connecto.

Qualitätseinbußen müsse die Kundschaft aber keineswegs befürchten betonte Dr. Martin Walz, Leiter des Werks in Hosdere am Rande einer Werksführung: „Wir arbeiten zu hundert Prozent nach den selben Qualitätsanforderungen wie etwa unsere Kollegen in Mannheim oder Ulm.“ Vom Rohbau über Lackierung bis hin zur Endmontage erfolgen alle Arbeitschritte unter einem Dach. Nur die Aggregate werden nach wie vor aus Deutschland ans türkische Band geliefert. Ein Grund für die Produktionsverlagerung dürfte wohl auch die hohe Variantenvielfalt bei den [foto id=“462539″ size=“small“ position=“left“]Reisebussen sein, die ein eben so hohes Maß an Handarbeit erfordert, die in der Türkei immer noch billiger ist als in Deutschland. Mit rund 2 500 Mitarbeitern baut Mercedes-Benz in Hosdere pro Jahr rund 4 000 Omnibusse, darunter 500 Travego, 1 300 Tourismo und 1 100 Intouro.

„Die Türkei ist für uns aber nicht nur als Produktionsstandort wichtig, sondern vor allem auch als Absatzmarkt“, sagt Vertriebsleiter Axel Stockinger. Mercedes-Benz führe den türkischen Reisebusmarkt mit einem Anteil von 60 Prozent klar an. Und der ist groß, schließlich sind Omnibusse wesentliche Träger des Personenfernverkehrs in der Türkei. 330 Unternehmen verbinden fahrplanmäßig mit ihren 7 500 Bussen die großen Städte in der Türkei und bringen ihre Fahrgäste auch ins europäische Ausland, wie Mehmet Erdogan, Vorsitzender des Verbandes türkischer Omnibusunternehmer betont. Dazu geselle [foto id=“462540″ size=“small“ position=“right“]sich noch eine Flotte von 1 600 Reisebussen im Gelegenheitsverkehr, beispielsweise zur Fahrt von Reisegruppen.

Fernbuslinien sind nach der Liberalisierung dieses Marktes nun auch in Deutschland ein Thema. Jüngst verkündeten der ADAC und die Post den gemeinsamen Aufbau solcher Linien. „Dieser Markt explodiert in Deutschland gerade“, berichtet Vertriebsmann Stockinger und hofft, das Mercedes-Benz von diesem Kuchen ein ordentliches Stück abbekommt. Dass die Produkte, die er in Deutschland verkaufen will, nun aus der Türkei stammen, sieht er nicht als Nachteil an: „Wir haben in diesem Marktsegment hier viel Erfahrung gesammelt und unsere Produkte beweisen, dass sie sich bestens für Laufleistungen von 200 000 Kilometer pro Jahr und mehr eignen.“

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