Michelin präsentiert Elektrofahrzeuge mit Radnabenantrieb
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Auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert Michelin in zwei Fahrzeugstudien den „Active Wheel“-Radnabenantrieb für Elektroautos: im Roadster „Volage“ des französischen Elektrofahrzeugspezialisten Venturi und im Kompaktwagen „Will“ des französischen Elektroautoherstellers Heuliez. Der großserientaugliche Will entstand in einem Gemeinschaftsprojekt von Michelin mit Heuliez und Telekommunikationsunternehmen Orange.

Herzstück beider Elektrofahrzeuge ist der von Michelin entwickelte Antrieb, der komplett im Active Wheel Platz findet. Dabei ist es den Michelin Technikern gelungen, nicht nur den 30 Kilowatt starken Elektromotor im Rad unterzubringen, sondern auch noch weitere Fahrwerks- und Sicherheitskomponenten wie die Bremsscheibe, den Bremssattel, eine aktive elektromechanische Feder-Dämpfer-Einheit sowie eine zusätzliche mechanische Feder. Mit dem Active Wheel lassen sich unterschiedliche Antriebskonzepte wie Front-, Heck-, oder Allradantrieb ohne großen Aufwand modular realisieren. Das Drehmoment lässt sich elektronisch für jedes einzelne Rad individuell regeln. Diese Steuerung wirkt wie ein aktives Differenzial und ermöglicht durch die blitzschnelle und bedarfsgerechte Verteilung der Antriebsmomente auf kurveninnere und kurvenäußere Räder besonders hohe Kurvengeschwindigkeiten bei optimaler Spursicherheit. Gleichzeitig bietet die Kombination von elektrischem Antrieb und autarkem Bremssystem in jedem Rad noch mehr Optionen im Bereich der aktiven Sicherheit als ein herkömmliches Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP).

Gleichzeitig eröffnen sich den Designern neue Gestaltungsspielräume. Der Raum für Motorblock, Getriebe und Kurbelgehäuse wird nicht mehr benötigt und kann anderweitig genutzt werden, beispielsweise für Gepäck, einen Wasserstofftank oder Batterien.

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Gast auto.de

November 14, 2008 um 11:13 am Uhr

Funtastisch, ist aber nicht wirklich neu. Solche Antriebe sind meistens in der Industrie vorhanden. Für den Verbraucher ist wie schon immer alles unbezahlbar. Schade.

Gast auto.de

Oktober 11, 2008 um 3:52 am Uhr

ja es gibt viel dieser Geschichten die leider wahr sind. von Keramikmotoren bis zu solch tollen Antriebskonzepten. Dass die Industrie korrupt ist ja noch verstöndlich, aber die Politiker das absichern zeigt deren TOTALE Inkompetenz. na ja sind eben ja miest Anwälte warum haben keine Ideen und nur Gesetze ..

Gast auto.de

Oktober 9, 2008 um 8:05 pm Uhr

Radnaben-Elektromotor – das war Ferdinand Porsches erstes Antriebskonzept – damit gewann er Rennen – sein Auftraggeber war Lohner. Das war damals noch mit alten Batterien – ohne Elektronik. Wir könnten schon 20 Jahre komfortable Elektroauto fahren, wenn nicht die Mineralölindustrie alle korumpiert hätte – einsschliesslich unserer Politiker.

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