Motorradpflege – Sauber in die neue Saison
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Der April ist für die meisten Biker der Monat, indem die Zweiradsaison startet. Höchste Zeit, das Motorrad wieder auf Vordermann zu bringen und einen großen Frühlings-Check durchzuführen.

Für den Fahrer überlebenswichtig ist die einwandfreie Funktion von Reifen, Fahrwerk und Bremsen, wie die Experten vom TÜV Rheinland betonen. Die Pneus müssen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter aufweisen und dürfen keinerlei Beschädigungen zeigen. Am besten lassen sich die Reifen kontrollieren, wenn die Maschine aufgebockt ist. Dabei die Räder langsam drehen und auf Risse, Dellen oder poröse Stellen untersuchen. Reifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten getauscht werden. Das Alter der Reifen erkennt man an der sogenannten DOT-Nummer, die in die Reifenflanke eingeprägt ist; die letzten vier Ziffern beschreiben die Produktionswoche und das Jahr. So steht die Zahlenfolge 0408 für die vierte Kalenderwoche im Jahr 2008. Werden neue Reifen montiert, sollten diese vorsichtig eingefahren werden, denn Trennmittel und Öle aus der Herstellung befinden sich noch auf der Reifenoberfläche und verschwinden erst nach einigen hundert Kilometern. Extreme Schräglage sollte deshalb auf der ersten Fahrt vermieden werden. Wichtig für die Fahrstabilität ist auch der korrekte Luftdruck, der am besten bei kalten Reifen kontrolliert wird, wie die Experten vom TÜV Rheinland empfehlen.

Im aufgebockten Zustand können auch Bremsscheiben und -beläge auf Rostbefall und Riefen untersucht werden. Tritt der erste Fall ein, reicht das Putzen mit Bremsenreiniger, im zweiten Fall müssen die Bremsscheiben erneuert werden. Auch die Kontrolle der Belagdicke und der Bremsflüssigkeit gehört zum Check. Ist die Flüssigkeit nicht goldgelb sondern braun, muss sie gewechselt werden, spätestens aber alle zwei Jahre. Ein Augenmerk sollten Biker auch auf die Leitungen legen. Diese müssen absolut dicht sein und dürfen keine Risse oder Scheuerstellen aufweisen. Ebenso sollte ein genauer Blick den Federbeinen vorne und hinten gelten. Die meist mit Öl gefüllten Dämpfer müssen absolut dicht sein, um einwandfrei arbeiten zu können.

Bei Motorrädern mit Kettenantrieb müssen die Glieder ausreichend geschmiert werden und die Spannung korrekt eingestellt sein. Ist die Spannung zu gering, kann die Kette vom Ritzel fliegen und das Hinterrad blockieren. Bei zu strammer Spannung werden Lager und Achsen unnötig beansprucht. Als Faustregel gilt: Die Kette sollte sich zwei Fingerbreit auf und ab bewegen lassen. Schließlich noch den Ölstand von Motor und – falls vorhanden – Kardantrieb kontrollieren. Werden Öl und Filter nach der längeren Standzeit getauscht, dankt es der Motor garantiert.

Vor dem ersten Anlassen muss auch die Batterie kontrolliert werden. Stimmen der Wasserstand und die Spannung? Wenn nicht, müssen die sechs Kammern mit destilliertem Wasser nachgefüllt und die Batterie geladen werden. Beim Anschließen zuerst den Kontakt des Pluspols verbinden. Fließt wieder Strom durch die Leitungen, wird die elektrische Anlage auf Licht, Blinker und Hupe überprüft. Wem das alles zu viel ist und den Frühjahrs-Check lieber seiner Motorradwerkstatt überlässt, sollte frühzeitig einen Termin ausmachen – bevor der große Ansturm beginnt.

Aber nicht nur das Motorrad, auch der Fahrer sollte fit in die neue Saison starten. Bei der ersten Tour ist es deshalb ratsam, es langsam angehen zu lassen. Denn Fahrtechnik und Reaktionsvermögen sowie das Gefühl für die Maschine können im Winter verloren gehen. Verantwortungsvolle Biker beginnen die ersten paar Meter auf einem großen Parkplatz, um sich bei Schritttempo wieder an Bremse, Kupplung, Balance und etwas Schräglage zu gewöhnen. Danach folgt eine kurze Tour und erst ein paar Tage später der große Ausritt.

Vorsicht ist aber dann immer noch geboten:

Der April kann noch frisch und kalt sein, die Straßen voll von Splitt-Resten, Streusalz und Schlaglöchern. Deshalb ist auch an die richtige Sicherheitsbekleidung zu denken, vor allem an einen guten Helm. Damit dieser bei einem Sturz auch ausreichend schützt, sollte er alle fünf bis sieben Jahre gewechselt werden. Denn auch wenn ein moderner Kopfschutz deutlich langsamer altert als Helme früherer Baujahre, greifen die UV-Strahlen der Sonne die Außenbeschichtung an. Die Schutzwirkung lässt dadurch mit der Zeit nach.

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