Neue Lärm-Norm macht Autos lauter
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Ein neues Messverfahren für die Geräuschemission von Autos will der Normierungsausschuss der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (UN-ECE) einführen. Umweltschützer befürchten einen Anstieg der Lautstärke im Straßenverkehr. Das neue Verfahren ziele darauf, das Geräuschniveau bei hohen Drehzahlen zu senken, so die Umweltschutzorganisation „Transport and Environment“.

Im Gegenzug erlaube es aber ein um 10 Dezibel höheres Geräuschniveau im normalen Fahrbetrieb. Das sei für das menschliche Gehör bis zu zehnmal lauter als aktuell erlaubt und würde dem Lärm eines Kampfjets entsprechen. Eine Studie des TÜV Nord für die UN-ECE legt ähnliches nahe: Demnach würde die neue Methode künftig lautere Autos zulassen als das alte Verfahren. Der aktuell in der UN-ECE diskutierte Vorschlag stammt von Experten des Welt-Automobilherstellerverbandes OICA, beteiligt waren unter anderem Ingenieure des Sportwagenherstellers Porsche. Ein alternativer Entwurf existiert nicht. Sollte der Normierungsausschuss die neue Messmethode verabschieden, wird sie europaweit für die Zulassung neuer Pkw-Modelle verbindlich.

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub VCD kritisiert die Pläne. Die Europäische Union müsse die Gesundheitsgefahren ernst nehmen und die Kontrolle über die Lärmschutznormen zurückfordern. Die UN-ECE sei mit Wirtschaftsvertretern durchsetzt und dazu nicht in der Lage. Laut dem Club sterben europaweit 50 000 Menschen pro Jahr an den Folgen von Verkehrslärm. Typische Beschwerden durch hohe Lautstärke sind Schlaflosigkeit, Bluthochdruck und ein gesteigertes Herzinfarktrisiko.

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