Neuer Moped-Führerschein: ACE warnt vor mehr Unfällen

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Der Plan der schwarz-gelben Koalition, das Zugangsalter zum Erwerb des Mopedführerscheins von derzeit 16 auf 15 Jahre zu senken, wird vom Auto Club Europa (ACE) abgelehnt.

„Wer solche Absichten weiter betreibt, untergräbt den Erfolg gemeinsamer Verkehrssicherheitsarbeit“, sagte der verkehrspolitische Sprecher des ACE, Matthias Knobloch. Er wies auf Berechnungen des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hin. Die Zahl der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland würde danach jährlich um bis zu 17.000 steigen, setzte man den umstrittenen Plan tatsächlich um. Angesichts dieser absehbaren negativen Folgen rief der ACE-Verkehrsexperte Union und FDP dazu auf, ihre Haltung zu korrigieren und zu einem besonnenen Kurs im Umgang mit dem Führerscheinrecht zurückzukehren.

Knobloch begründete die kritische Haltung des Automobilklubs auch mit den Ergebnissen einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Danach steigt das Unfallrisiko für motorisierte Zweiradfahrer, je jünger und unerfahrener sind. Beim ACE habe man kein Verständnis dafür, wenn die Regierungskoalition solche Gutachten zur Seite schiebe und zudem sämtliche Warnungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) in den Wind schlage.

Auch werfe die Weigerung der Koalition, sich im Vorfeld mit den Bedenken der Opposition auseinanderzusetzen, ehe sich der Bundestag mit dem Thema befasst, ein schlechtes Licht auf den Vorgang. So entstehe der Eindruck, dass die Koalition einer starken Industrielobby aus dem Bereich der Zweiradindustrie zu Diensten sein wolle, gibt Knobloch zu bedenken. Schließlich ist der Moped-Absatz laut ACE in den letzten Jahren zurückgegangen.

Nach Vorgaben der EU könnten die Mitgliedsstaaten die Altersbegrenzung für den Zugang zur neuen Führerscheinklasse (AM) beispielsweise von jetzt 16 auf höchstens 14 Jahre herabsetzen, so der Autoklub. Damit würde 14- oder 15-Jährigen die Lizenz erteilt, zweirädriger Kleinkrafträder, Quads oder Leicht-Pkws mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h zu führen.

Bei Unfällen mit Personenschäden, an denen 15- bis 17-jährige Jugendliche beteiligt sind, ist nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache. Jugendliche dieser Altersgruppe müssten, so der ACE, als erheblich risikoorientiert eingestuft werden. Zudem verfügten sie auch nur über wenig Erfahrung im Umgang mit Geschwindigkeiten im motorisierten Straßenverkehr.

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Gast auto.de

Juli 9, 2010 um 3:15 pm Uhr

Bullshit!
Die (deutsche) Industrie und ihre Lobby interessiert sich keinen Pfifferling für die 50er Klasse – die werden hier schon lange nicht mehr gebaut. Der Anteil deutscher und selbst europäischer "Marken" an diesem Markt ist Minimal! Die Technik kommt eh in 90% aller Fälle aus China – und denen wiederum ist es völlig egal, ob die Dinger hier 25 oder 45 km/h fahren – die Fahrzeuge sind nämlich praktisch dieselben!

Unangepasste Geschwindigkeit als Hauptunfallursache stimmt wahrscheinlich – aber sehr wahrscheinlich die der betreffenden beteiligten Autos!!! Mal abgesehen von wenigen Unfällen der A1-Klasse, wo man vielleicht wirklich mal zu schnell in die Kurve gehen kann, passiert das Meiste mit der 50er Klasse in den Siedlungsgebieten / Städten. Dort hat "unangepasste Geschwindigkeit" in aller regel einen Vorfahrts-Unfall zur Folge, ist also – wenn überhaupt – nur INDIREKTE Ursache!

Welche beteiligeten Personengruppen, welche beteiligten Fahrzeugklassen, welche Verursacher-Statistiken, welcher Anteil "frisierter" Fahrzeuge (DIE halten sich ohnehin an keine Regeln mehr!) – lieber Herr Knobloch, das ist ein – fachlich gesehen – lausiges Interview!

Die unzähligen Situationen, in denen Rollerfahrer (sowhl Mofas, als auch "45er") abgedrängt, durch Hupen und dichtes Auffahren genötigt oder schlicht von den Autofahrern über den Haufen gefahren werden, ignoriert der Herr Knobloch geflissentlich. Verstehen sie DAS unter "Erfolg gemeinsamer Verkehrssicherheitsarbeit"? Dass der Stärkere "Vorfahrt" hat? Dazu erziehen wir die Jugendlichen auf ihren Rollern nämlich – und wenn sie dann selber in der Dose sitzen, benehmen sie sich genauso, wie sie das von den Anderen gelernt haben!

Der ACE sollte sich lieber darum kümmern, dass die Roller nicht immer 5-10 km/h langsamer fahren müssen, als die anderen verkehrsteilnehmer – dann könnten die unfallzahlen nd auch die Folgen weiter minimiert werden. Solange Zweiradfahrer als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse betrachtet und

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