Garantieverlust

Ölwechsel: Werkstatt muss Kunden-Öl nicht einfüllen
Bei Kurzstreckenfahrten öfter Motoröl wechseln Bilder

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Bonn, 13. August 2015. Keine Kfz-Werkstatt ist verpflichtet, das vom Kunden mitgebrachte Motoröl für den Ölwechsel zu verwenden. Darauf weist der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) hin. In einem Beitrag des ARD-Magazins „Plusminus“ vom 12. August über das Thema „Ölwechsel“ wurde jedoch dieser Eindruck erweckt und führt zur Verunsicherung bei Kfz-Werkstätten und Verbrauchern. Die Rechtslage ist nach Aussage des ZDK-Rechtsexperten Ulrich Dilchert jedoch eindeutig: „Im Rahmen der Vertragsfreiheit hat die Werkstatt das Recht, einen Kundenauftrag abzulehnen‚ so auch das Einfüllen des mitgebrachten Öls.“ Denn die Werkstatt sei grundsätzlich verpflichtet, den Ölwechsel nach den Vorgaben des Automobilherstellers durchzuführen. Wenn nicht sicher sei, ob das mitgebrachte Öl die Freigabe des Automobilherstellers habe, drohe der Verlust der Garantie, wenn ein Motorschaden auf falsches Öl zurückgeführt werden könne.

Da die Herkunft von mitgebrachtem Öl selten geklärt werden könne und auch nicht sicher sei, ob es die Freigabe des Automobilherstellers hat, könne ein Kfz-Meisterbetrieb die Sachmängelhaftung für den mitgebrachten Schmierstoff nicht übernehmen, so ZDK-Experte Dilchert. Wer als Autofahrer auf Nummer sicher gehen wolle und sich sonst bei allen Wartungs- und Reparaturarbeiten auf die Qualitätsarbeit der Werkstatt des Vertrauens verlasse, sollte auch beim Motoröl keine Kompromisse eingehen.

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Helm

Februar 3, 2016 um 5:57 pm Uhr

Bei meinen Fahrzeuge hat noch keine Werkstatt das mitgebrachte Öl abgelehnt, es ist aber auch entsprechendes Markenöl allerdings von Großhändlern, die im Internet für 4 Euro/l anbieten !! Ich bezahle sicher keine 25-30 Euro für einen Liter Longlife-Öl !! Eine gute Werkstatt schreibt die Zertifizierung des Öls mit auf die Rechnung, damit ist jeder Garantieanforderung Genüge getan 🙂

Lach Lach

August 15, 2015 um 9:43 am Uhr

Ich kann doch nur über die Meinung von Auto.de-redaktion lachen. es scheint sich ja um einen Lobby-Verein der Automobilindustrie zu handeln. Es ist doch bekannt das die Vertragshändler an der Leine der Automobilindustrie hängen und von denen die Vorgaben kriegen, wie diese zu handeln haben, also hat das mit Wettbewerb überhaupt nichts zu tun. Die Automobilindustrie hat Gewinnmargen da kann jeder andere Industriezweig (mit Ausnahme der Pharmaindustrie) nur von Träumen. Es ist richtig das keine Werkstatt das mitgebrachte Öl nehmen muß, aber dann gibt es eben keinen Arbeitsauftrag und man sucht sich eine andere Werkstatt (auch in freien Werkstätten fällt die Gewährleistung nicht weg wenn die Herstellervorgaben eingehalten werden) und auf jeder motorölflasche steht für welche Hersteller das Öl freigegeben ist und damit die Gewährleistung nicht verfällt. Wenn man sich die Preisgestaltung der Werkstätten ansieht, fällt einen auf das die Preise in den Vergangenen Jahren um über 100% gestiegen sind. Das ist nur ein gejammer auf hohen Niveau
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