Pedrosa wechselt auf Bridgestone: Erster Test am Montag
Pedrosa wechselt auf Bridgestone: Erster Test am Montag Bilder

Copyright: auto.de

(motorsport-magazin.com) Die Hospitality von Repsol Honda war am Sonntagnachmittag in Misano gerammelt voll, denn es wurde zur Pressekonferenz geladen und es bestätigte sich das, was sich in den Stunden davor bereits gerüchteweise angekündigt hatte: Dani Pedrosa wird auf Bridgestone wechseln. Und das nicht erst zu Saisonende, sondern ab sofort. Am Montag wird der Spanier bereits die neuen Reifen testen und ab Indianapolis wird er sie im Renneinsatz zur Verfügung haben. Im Gegensatz dazu wird Nicky Hayden weiter mit Michelin fahren und die Box wird wie bei Yamaha getrennt, damit die Daten der Reifenhersteller auch vertraulich bleiben.

Kosuke Yasutake von der Honda Racing Corporation (HRC) meinte dazu: "Es sieht so aus, als ob Dani und Michelin nicht harmonieren." Dabei war es ihm wichtig zu betonen, dass man nicht den Reifen an sich die Schuld geben wollte, sondern einfach die Paarung aus Fahrer und Reifen nicht zusammengepasst hat. "Wir haben uns nach ein paar enttäuschenden Rennen gesagt, dass wir den Fahrer bei der Reifenwahl unterstützen müssen", so Yasutake weiter.

Pedrosa selbst dankte Michelin und Honda dafür, dass man eine Einigung erzielen konnte und seinen Wünschen zugestimmt hat. "Mir ist bewusst, dass ich einige sehr negative Kommentare über die Reifen von Michelin gemacht habe, obwohl mir Michelin so einen tollen Start in die Saison ermöglicht hat", meinte er. Doch nicht nur Pedrosa hat auf einem Wechsel beharrt, sondern auch Hauptsponsor Repsol, der aus Spanien kommt und deswegen Interesse hat, dass sein spanischer Fahrer auch Erfolg hat. "Auch der Dorna war die Situation klar und sie hat ihre Zustimmung gegeben", erklärte Yasutake.

Ein Vertreter von Repsol, der sich ebenfalls zum Wechsel äußerte, betonte, dass man immer darum bemüht sei, Fahrer und Team voranzubringen und nach Brünn habe Pedrosa klar seine Unzufriedenheit geäußert. "Honda hat mit Bridgestone Verhandlungen aufgenommen, aber es ging uns da nicht schnell genug. 2009 wäre für uns nicht bald genug gewesen, denn die Saison ist noch nicht vorbei. Wir haben Honda gepusht, alles Erdenkliche zu unternehmen. Die Situation war für alle nicht gut", sagte der Vertreter von Repsol.

Was die Situation für 2009 betrifft, so erklärte Yasutake, dass man noch nicht fixiert habe, mit wem man dann zusammenarbeiten werde. Das soll am Ende der Saison festgelegt werden. Danach gefragt, ob Repsol nun bestimme, was HRC tut, meinte Yasutake: "Repsol ist wegen der Zukunft der MotoGP besorgt. Deswegen wollte man die Marke wechseln. Das erkennen wir an." Und auch Untreue gegenüber dem langjährigen Partner Michelin wollte Yasutake sich nicht nachsagen lassen. Man habe lange mit dem Reifenhersteller gesprochen und der habe den Vorschlag verstanden. "Wir wollen auch in Zukunft weiter mit Michelin arbeiten", sagte Yasutake, ohne zu erklären, in welcher Form oder Rennserie das sein wird.

adrivo Sportpresse GmbH

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Diesel-Dämmerung: Totgesagte leben länger

Diesel-Dämmerung: Totgesagte leben länger

Ford Puma ST: Den Berglöwen zieht es auf die Rennstrecke

Ford Puma ST: Den Berglöwen zieht es auf die Rennstrecke

Audi TTS

Audi TTS als Competition Plus mit 320 PS

zoom_photo