208 GTI 30th

Fahrbericht Peugeot 208 GTi 30th: Kompromissloser Kraftzwerg
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Als sportlichste Variante sorgte schon der Peugeot 205 GTi 1984 für Aufsehen. Zum 30. Geburtstag des gallischen Kraftzwergs bringt Peugeot jetzt eine verschärfte Version vom 208 GTi auf die Straße. Der in einer Kleinserie aufgelegte 208 GTi 30th basiert auf dem 208 GTi, gibt sich aber noch einmal deutlich temperamentvoller als sein ebenfalls schon flotter Bruder.

Radikale Sonderedition 30th

Nach den ersten Kurven auf der abgesperrten Rennstrecke im französischen Dreux ist klar, dass die Franzosen die GTi-Idee mit der Sonderedition noch einmal radikaler interpretiert haben. Die Leistung des 1,6-Liter-Turbo-Direkteinspritzer-Benziners wurde für den 208 GTi 30th um acht PS auf 153 kW/208 PS angehoben. Das maximale Drehmoment wurde um 25 Nm auf 300 Newtonmeter gesteigert. 95 Prozent des maximalen Wertes stehen bereits bei 1 750/min zur Verfügung. Der ausschließlich als Zweitürer erhältliche, 3,96 Meter lange Fronttriebler sprintet in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h (208 GTi: 6,8 Sekunden). Die Tachonadel klettert bei beiden Versionen bis 230 km/h.
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Optimiertes Fahrwerk

Wichtiger als das Plus an Power ist aber die kompromisslosere Abstimmung der französischen Rennsemmel. Das Fahrwerk wurde gegenüber dem GTi um zehn Millimeter niedriger gelegt, die Spur vorn um 22 Millimeter und hinten um 16 Millimeter verbreitert. Straffere Dämpfer, die neu abgestimmte Lenkung, größere Bremsen und die 18 Zoll-Leichtmetallräder mit spezieller Bereifung sind für eine wesentlich sportlichere Gangart ausgelegt. Wo der "normale" GTi sich noch durchaus komfortabel gibt, zeigt der 208 GTi 30th mehr Härte und Präzision. Aus dem RCZ R stammen das speziell für die leistungsstärkste GTi-Version abgestufte Sechsgang-Handschaltgetriebe sowie das mechanische Torsen-Sperrdifferenzial mit begrenztem Schlupf. Es sorgt für mehr Grip auf den Antriebsrädern, wodurch aus engen Kurven heraus schneller herausbeschleunigt werden kann. Die Neigung zum Untersteuern haben die Ingenieure von Peugeot Sport dem agilen Fünfsitzer nahezu abgewöhnt. Obwohl schneller und sportlicher, liegt der Normverbrauch mit 5,4 Liter Super je 100 Kilometer (125 g/km CO2) um einen halben Liter unter dem des 208 GTi. Dank spezifischer Abstimmung, neuer Einspritz-Technik und serienmäßiger Start-Stopp-Automatik erfüllt der Motor die Euro 6-Norm. Für eine Differenzierung zum GTi sorgen optisch mattschwarze statt chromglänzende Elemente am Kühlergrill, an den Nebelscheinwerfern und an dem Rückspiegel.
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Hochwertiger Innenraum

Überzeugend auch der hochwertig gestaltete Innenraum und die sehr gute Ausstattung. Zweizonen-Klimaautomatik, Einparkhilfe hinten, Tempomat, Licht- und Regensensor, Navigation und statisches Kurvenlicht sind ebenso an Bord wie die spezifisch ausgeformten Sportschalensitze in Alcantara für noch besseren Seitenhalt.

Über der Deckenleuchte prangt eine nummerierte Plakette mit dem Schriftzug „208 GTi 30th“. So viel Exklusivität hat ihren Preis: mit 27 590 Euro ist die Sonderedition 4 290 Euro teurer als der „normale“ GTi. Dafür ist die Aufpreisliste erfreulich kurz: Alarmanlage für 300 Euro, Digitalradio zum Preis von 210 Euro, Navigation Plus für 270 Euro und die 1 500 Euro teure zweifarbige rot-schwarze Sonderlackierung „Coupe Franche“, mit der der 208 GTi 30th endgültig zum heißen Knallbonbon wird.

Plus: präzises Fahrverhalten, hochwertiger Innenraum, gute Ausstattung

Minus: hoher Anschaffungspreis

Technische Daten Peugeot 208 GTi 30th

Länge/Breite/Höhe/Radstand in Metern: 3,96/1,74/1,45/2,54
Leergewicht: 1.265 kg
zul. Gesamtgewicht 1.650 kg
Kofferraumvolumen: 285 bis 1 076 l
Tankinhalt: 50 l
Motor: Vierzylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung
Hubraum: 1.598 ccm
Leistung: 153 kW/208 PS bei 6 000/min
max. Drehmoment: 300 Nm bei 3 000/min
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
0 bis 100 km/h: 6,5 Sek.
Normverbrauch: 5,4 l/100 km
CO2-Ausstoß: 125 g/km
Getriebe: Sechsgang-Handschaltung mit Torsen-Sperrdifferenzial, Frontantrieb
Preis: 27.590 Euro

 

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Dezember 21, 2014 um 6:23 pm Uhr

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