Ratgeber: Vorbereitung aufs Fahren im Winter
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Auch wenn der Sommer 2011 noch ein spätes Gastspiel gegeben hat – bald dürfte die Autowelt wieder eine andere sein. In jedem Jahr ist es dasselbe und kommt dann doch überraschend: Praktisch über Nacht zieht der Winter ein und plötzlich ist alles anders. Frost und Schnee prägen den Straßenzustand, Glätte bestimmt den Alltag. Für viele ein unangenehmer Gedanke – hoffentlich geht alles gut. Mit der richtigen Ausrüstung, guten Winterreifen und vorausschauender Fahrweise ist es halb so schlimm. Schließlich kann das Fahren im Winter sogar Spaß machen.

Vor dem Start müssen die Scheiben freigekratzt sein, eine dicke Schneeschicht sollte von Hauben und Dach gekehrt werden. Der Türschloss-Enteiser ist besser in der Manteltasche als im Handschuhfach aufgehoben. Beschlagende Scheiben verhindert eine voll aufgedrehte Lüftung. Nach dem Motorstart sollte so bald wie möglich losgefahren werden. Das Fahren auf Matsch, Schnee oder gar Eis ist zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache. Wer sich wirklich unsicher fühlt und mit den geänderten Fahrverhältnissen nichts anfangen kann, sollte nicht den Held spielen. Besser ist es, selbstbewusst das Auto stehen lassen und von Fall zu Fall auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Das tun viel mehr Autofahrer als man glaubt und es ist ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein. Wer sich fit genug fühlt und den Winter bestmöglich unter die Räder nehmen möchte, sollte ein paar Tipps beherzigen und die Fahrweise anpassen.

Überraschungen sind im Winter an der Tagesordnung.

Experten raten: Halten Sie grundsätzlich mehr Abstand zum Vordermann als Sie es vom Sommer gewöhnt sind – das lässt Freiraum für Lenk- oder Ausweichmanöver. Planen Sie längere Bremswege in Ihre Fahrweise mit ein – ohne selbst zum rollenden Verkehrshindernis zu werden. Rechnen Sie damit, dass eine eben noch „nur“ feuchte Fahrbahn hinter der Kurve oder auf der nächsten Brücke spiegelglatt sein kann. Auch Waldschneisen und Senken halten solche Tücken bereit. Die tief stehende Sonne kann blenden – mit reduziertem Tempo wird der „Blindflug“ weniger gefährlich.

Loten Sie zu Anfang der Schneeperiode auf einem freien Parkplatz mit ABS und eventuell ESP gefahrlos das Brems- und Haftvermögen Ihrer Reifen und Ihre eigenen Reaktionen aus. Lernen Sie dabei stressfrei, wie das Auto beherrschbar bleibt und sich noch – dank Winterreifen – erstaunlich gut lenken lässt. Probieren Sie an gefahrloser Stelle ruhig mal einen Schnee-Slalom aus und testen Sie, wie sich ein ausbrechendes Heck durch gefühlvolles Gegenlenken meistern lässt. Schiebt Ihr Fahrzeug über die Vorderräder zum Außenrand, so treten Sie die Kupplung, bremsen ABS-unterstützt mit voller Fußkraft und lösen eventuell kurz vor dem Hindernis die Bremse, um zurück in die Spur zu kommen. Mit der Zeit bekommen Sie Übung und werden sicher und entspannt.

Weder eine zu ängstliche noch zu sportliche Fahrweise ist angeraten. Gewissheit über die tatsächliche Straßenglätte liefert eine Probebremsung. Zuvor muss jedoch unbedingt der Blick in den Rückspiegel bestätigen, dass keiner dicht hinterherfährt. Trotzdem bleibt man vor Überraschungen nicht sicher: Wenn es doch mal zu spät ist, hilft die Strategie des geringeren Übels nach dem Motto „lieber gezielt in eine Schneewehe rutschen als in den Kofferraum eines anderen Verkehrsteilnehmers“. Die richtige Vorbereitung und Einstellung für den winterlichen Verkehr schont Nerven und Geldbeutel.

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