VW Amarok Aventura

Rock me Amadeus: Ein Diesel-V6 und feine Zutaten für den VW Amarok
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Pick-ups sind eine sehr spezielle Fahrzeug-Gattung. Nicht in Amerika, da sind sie vorzugsweise im mittleren Westen und gleich in vielen Hundertschaften unterwegs und transportieren Heuballen, Motorräder, Viehfutter oder Whiskeyfässer. Wiederholt lagen Pick-ups wie die Ford F-Baureihe oder der Chevrolet Silverado auf den ersten Plätzen der Auto-Bestsellerlisten in den Vereinigten Staaten. Und bei uns? Da stehen die hochbeinigen und geländegängigen Transport-Experten nicht so hoch im Kurs. Zwar ist die Zahl der meist als Nutzfahrzeug zugelassenen Pritschenwagen insgesamt gestiegen, doch gibt der Markt aktuell nicht viel mehr als 15.000 Einheiten im Jahr her. Marktführer ist VW Nutzfahrzeuge (VWN), die Lastwagensparte des Volkswagen-Konzerns mit Sitz in Hannover, die so charmante Baureihen wie den VW-Bus oder den Caddy hervorgebracht hat. Seit 2010 gibt es nun einen richtigen Pick-up aus eigener Produktion, nachdem Versuche mit einem Ladeflächen-Caddy Ende der siebziger Jahre oder einer Koproduktion mit Toyota unter dem Namen Taro ein Jahrzehnt später nicht sonderlich erfolgreich waren. Allradantrieb hat er und einen kraftvoll klingenden Namen. Amarok heißt der zurzeit einzige deutsche Beitrag zur internationalen Pick-up-Szene. Wie so oft hat der Einstieg von VW in einen Nischenmarkt diesen zu größerem Volumen verholfen. Die Hannoveraner zumindest konnten ihren Baureihen-Absatz in Deutschland Zug um Zug steigern. 2014 haben sie 4.200 Pick-ups ausgeliefert, im vorigen Jahr waren es gleich 4.600 Exemplare. Dabei ist der Amarok kein deutsches Gewächs. Gebaut wird er in Argentinien, vielleicht kommt er schon deshalb in den südamerikanischen Ländern weitaus häufiger auf die Straßen als bei uns.
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Doch der Markt habe Potenzial, sagt VWN-Vorstandschef Eckhard Scholz und sieht die jüngste Modellneuheit des Amarok sogar als adäquaten Begleiter für den Opern-Besuch oder die Alltagsfahrten suburbaner Bevölkerungsschichten. Tatsächlich macht er vorm Staatstheater eine ebenso gute Figur wie vorm Feinkost-Aldi. Gerade die jetzt vorgestellte, überarbeitete Version Amarok Aventura mit edlem Mattlack, bärenstarken V6-Dieseln und feinem Interieur, modernsten Infotainment- und Assistenzsystemen dürfte all jene erfreuen, denen herkömmliche SUV längst zu normal und vor allem mit ihrer eher für die Asphaltstraße als wildes Offroad-Terrain ausgelegten Antriebstechnik viel zu weichgespült sind. Dennoch steckt die vergleichsweise engbesiedelte Landschaft Deutschlands der natürlichen Verbreitung des Pick-ups Grenzen. Der Wendekreis von mehr als elf Meter, die zumindest im Serienzustand nicht gegen Wetter-Unbill geschützte Ladefläche und das aufgrund des Leiterrahmens und der rustikalen Starrachse unterm Wagenheck nicht immer überzeugende Fahrverhalten schreckt manchen Kaufinteressenten. Auch die wenig Parkbucht-taugliche Gesamtlänge von 5,25 Meter macht den VWN Pick-up für die urbanen Nutzung nicht liebenswerter. Und die dank Allradantrieb und großer Bodenfreiheit ausgezeichnete Geländegängigkeit, die hohe Zugkraft von 3,5 oder die beachtliche Nutzlast von 1,15 Tonnen schätzen in der Regel nur Gewerbetreibende, Forstmänner oder Extremsportler, die sich mit dem Pick-up an Grenzen herantasten, um diese dann zu überschreiten. Gleichwohl ist der überarbeitete Amarok ein spannendes Auto geworden. Die Doppelkabine ist bei uns obligatorisch, das Platzangebot gehört zum Klassenbesten. Der Fahrkomfort ist dank der speziellen Straßenfederung mehr als akzeptabel, der neue V6 spannt die Muskeln so, dass es einen Muhammad Ali erfreut hätte. Das Spitzentriebwerk bringt es auf 165 kW/224 PS und ein sattes Drehmoment von 550 Newtonmeter. Gekoppelt ist diese Maschine mit einer achtstufigen Automatik, der Verbrauch wird mit 7,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer angegeben. 193 km/h Spitze schafft die stärkste Version, von 0 auf 100 beschleunigt sie in 7,9 Sekunden. 55.364 Euro kostet das Topmodell Aventura. 2017 gesellt sich eine schwächere Ausführung des V6 dazu, 120 kW/163 PS wird sie leisten und in der Grundausstattung 30.606 Euro kosten. Eine weitere Version des V6 bringt es auf 150 kW/204 PS, den Preis der mittleren Leistungsstufe will VWN noch nachreichen. Die Ausstattung lässt sich unter anderem mit Rückfahrkamera, einer Sprachverstärkung für die Passagiere für bessere Bordkommunikation, elektrischer Verstellung der Ergonomie-Sitze, Lederausstattung und verschiedenen Hardtops für die 2,25 Quadratmeter große Ladefläche erweitern. Eines der teuersten Extras ist der mattblaue Karosserie-Lack., den sich die VW-Nutzfahrzeugsparte mit rund 2.400 Euro bezahlen lässt. Damit jedoch gewinnt der Amarok die völlige Trittsicherheit auf glattem und spiegelndem Parkett.

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