Schwere Vorwürfe

Ryanair warnt vor „Lufthansa-Monopol“
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Über die teilweise Übernahme von Air Berlin durch Lufthansa beschwert sich ein Dritter: Die Fluggesellschaft Ryanair sieht in dem Deal einen Komplott zwischen airberlin, Lufthansa und der Bundesregierung. Darum hat Ryanair bei Bundeskartellamt und der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde eingereicht. Hierbei würden die airberlin-Anteile unter Ausschluss der größten Wettbewerber zerstückelt und sowohl die Wettbewerbsregeln der EU als auch die Bestimmungen zu staatlichen Beihilfen ignoriert, begründet Ryanair die Beschwerde.

Schwere Vorwürfe von Seiten Ryanairs

Allerdings setzt Ryanair in das Kartellamt wenig Hoffnung: „Angesichts der Tatsache, dass die deutsche Regierung unmittelbar in diese Verhandlungen involviert ist, scheint es unwahrscheinlich, dass das Bundeskartellamt aktiv wird“, sagt ein Sprecher von Ryanair. Unter diesen Voraussetzungen und in Anbetracht des Ausmaßes der Umverteilung von Marktanteilen und daraus resultierenden Implikationen für den europäischen Markt sei es umso wichtiger, dass die Europäische Kommission unverzüglich und entschieden handle. Die irische Billigfluggesellschaft sieht sich bei ihrer Beschwerde voll im Recht: „Diese künstlich erzeugte Insolvenz ist offensichtlich aufgesetzt worden, damit Lufthansa eine schuldenfreie airberlin übernehmen kann und dies widerspricht sämtlichen Wettbewerbsregeln von Deutschland und der EU.“ Kritisch sieht Ryanair auch die Rolle der deutschen Bundesregierung. „Jetzt unterstützt sogar noch die deutsche Regierung diesen von Lufthansa initiierten Deal mit staatlichen Beihilfen in Höhe von 150 Millionen Euro, sodass Lufthansa airberlin übernehmen kann und die Preise für Inlandsflüge noch teurer werden, als sie es ohnehin schon sind.“ Auf deutsche Reisende sowie Deutschland-Besucher würden durch ein Lufthansa-Monopol höhere Ticketpreise zukommen.

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