Oldtimer

Sachsen Klassik Rallye: Leipziger Allerlei
SUV-Urahn: Der Range Rover galt und gilt als ebenso geländetauglich wie stilistisch gelungen. Bilder

Copyright: Motor Presse Stuttgart / Achim Hartmann

Zieleinlauf: Der Wagen absolvierte die 600-Kilometer-Tour ohne Mühe und beförderte seine Insassen höchst komfortabel. Bilder

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Museumsreif: Die kantige Form galt als hochentwickelt und ebnete dem Range Rover den Weg als Exponat in den Louvre. Bilder

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Von Automatik keine Spur: In den achtziger Jahren gab es selbst in der Luxusklasse nur statische Dreipunktgurte. Bilder

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Tiefer Teppich, wenig Tasten: Die Bedienung des Ur-Range ist denkbar einfach. Bilder

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Nach drei schönen Sommertagen fuhr die 14. Sachsen Classic jetzt ins Ziel. Die Oldtimerrallye mit rund 180 startenden Fahrzeugen lockte namhafte Prominenz an - Ex-VW-Chef Carl Hahn, Schauspielerin Katharina Tahlbach, Diskuswerfer Lars Riedel, Rennfahrer Jockel Winkelhock und die VW-Vorstände Michael Müller und Andreas Rentschler kochten am Leipziger Allerlei mit. Der Veranstalter kann auf eine lange Tradition zurückblicken, denn schon 1988 wurde die erste Oldtimerrallye unter der Regie der Zeitschrift Motor Klassik durchgeführt. So ist die Sachsen Classic längst zum Who-is-Who der Szene gereift, bei dem sich neben den prominenten und weniger bekannten Teilnehmern etliche Hersteller die Ehre geben. Jaguar LandRover startete mit drei Fahrzeugen von solcher Klasse, die höchste Anerkennung verdient: Der legendäre E-Type etwa, der sein sportliches Naturell in rotem Lackkleid stilvoll zeigte oder der elegante XJ-S, der sich hier als Zwölfzylinder-Luxus-Cabriolet und hochkarätiger Tourensportler präsentierte. Zur Familie der automobilen Raubkatzen hat Land Rover mit dem Modell Range Rover schon 1970 eine Brücke geschlagen, und nicht nur das. Der Range Rover ist Mitbegründer eines Marktsegments, das aktuell immer größere Blüten treibt. Als SUV ist der Range Rover eine Ikone. Die zweitürige Ausführung dieser ersten Generation könnte auch fast als trendiges SUV-Coupé durchgehen, doch im Vergleich zu aktuellen Fahrzeugen tritt der Klassiker doch wesentlich rustikaler auf. Das ist bei anderen Marken ähnlich. Ein Porsche 911 von 1979 zum Beispiel hat ebenfalls eine deutlich andere Ergonomie, Bedienbarkeit und Funktionalität als ein heutiges Fahrzeug der Baureihe. 1979 wurde der zweitürige Range Rover gebaut, der in diesem Jahr die sächsische Oldtimerrallye mitfuhr. Und die absolvierte der Wagen so perfekt, wie eine englische Lady den Five o'Clock-Tea zelebrieren kann. Wenn sich das nicht im Ergebnis niederschlug, so lag das allein am Fahrerteam.Die 14. Sachsen Classic begann am 18. August auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau, wo die erste Etappe auch wieder endete. Am zweiten Tag ging es nach einem Abstecher samt Mittagsrast in Tschechien nach Bad Elster, und die Abschlussetappe brachte die Teilnehmer nach einem Besuch auf dem Sachsenring nach Chemnitz. Dort wurden abends die Sieger geehrt. Der Range Rover bewältigte die über 600 Kilometer lange Strecke ohne Fehl' und Tadel. Ein rund 37 Jahre altes Auto gibt bei der Bedienung keine Rätsel auf, mit Fahrzeugen von heute ist es kaum vergleichbar. Die erste Range Rover-Generation hat statische Gurte, die Fenster werden gekurbelt, die Sitze mechanisch verstellt, die Schlüssel für Türen und Zündung sind unterschiedlich. Seine Verwandtschaft mit dem klassischen Arbeitstier Land Rover kann der Range nicht leugnen. So weist er eine ausgezeichnete Geländetauglichkeit auf und hat einen zuschaltbaren Allradantrieb. Mit einem 3,5 Liter großen V-Achtzylindermotor ist der Wagen gut motorisiert, auch wenn die Fahrleistungen vielleicht etwas hinter den Erwartungen zurückbleiben, die mit einem Triebwerk dieser Bauart verknüpft sein mögen. Es gibt vier Vorwärtsgänge, von denen der erste kaum benötigt wird, schon ab 40 km/h zieht die Maschine ruckfrei im vierten Gang vorwärts. Dank geradezu filigraner Dachsäulen und kleiner Peilkanten an den vorderen Kotflügeln ist die Übersichtlichkeit ausgezeichnet. Als Musterbeispiel für Produktdesign gelangte der Range übrigens als erstes Automobil überhaupt in die Ausstellung des berühmten Museum "Louvre" in Paris. Nick Rogers, Director Global Engineering Operations bei Jaguar Land Rover: "Der Range Rover war vor 45 Jahren der erste Luxus-Geländewagen der Welt. Heute ist er in der vierten Generation nach wie vor Vorbild und Vorreiter."Die erste, später Classic genannte Range Rover-Generation kam 1970 auf den Markt - zunächst nur als Zweitürer, aber mit modellprägenden Merkmalen wie permanentem Allradantrieb, Scheibenbremsen rundum und einem leichten Aluminium-V8-Motor. Im Verlauf der 25-jährigen Bauzeit brachte Land Rover eine Vielzahl von Verbesserungen und Variationen auf den Markt, darunter 1981 eine Version mit vier Türen und 1982 ein Automatikgetriebe. Innovationen wurden schnell zum Markenzeichen des Range. 1986 erschien das erste Exemplar mit Dieselantrieb, 1989 war er der erste Geländewagen mit ABS. 1992 kommen die Traktionskontrolle und die elektronisch gesteuerte Luftfederung an Bord - eine Neuheit im 4x4-Markt. Unter anderem zur Pflege der klassischen Fahrzeuge des Unternehmens hat Jaguar Land Rover bereits im Jahr 2014 die Abteilung "Special Operations" gegründet. Dort befassen sich rund 1.000 Mitarbeiter aber nicht nur mit den historischen Fahrzeugen, sondern kümmern sich auch um die Individualisierung und besonders hochwertige oder leistungsstarke Modellvarianten. Hochwertige Sonderserien, Maßanfertigungen, Aufbau von historischen Jaguar- und Land Rover-Modellen und ein Angebot von Accessoires stehen auf dem Programm. Anfang 2017 wird Jaguar Land Rover Classic den neuen Standort in Coventry, wo rund neun Millionen Euro investiert wurden, nahe des Special Vehicle Operations Center beziehen. Die großzügigen Räumlichkeiten von Jaguar Land Rover Classic werden regelmäßig eine Auswahl von Fahrzeugen aus der wachsenden Jaguar Land Rover Sammlung klassischer Fahrzeuge beherbergen.Mit der Gründung der Special Operations-Abteilung hatte Jaguar bekanntgegeben, dass vom Lightweight E-type sechs bisher nie gebaute Fahrzeuge dieses Typs nach über 50 Jahren komplettiert und vermarktet werden: absolut authentisch und mit höchstem Qualitätsstandard. Die Fans waren begeistert.Nun legt das Unternehmen nach: Im November wird der Jaguar XKSS (D-type) wieder aufleben. Der legendäre Le Mans-Sieger von 1955, 1956 und 1957 sollte ursprünglich 25 Mal gebaut werden, doch ein Brand im Werk zerstörte 1957 neun noch nicht vollständige Wagen. Die werden nun in Handarbeit und nach Originalplänen auferstehen.

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Briten-Trio: Der Range Rover neben einem E-Type Roadster und einem Zwölfzylinder XJ-S.

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