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“Seit die Priemeln draußen sind, gibt’s Nachfrage“
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Jürgen Stackmann, Geschäftsführer Marketing und Verkauf der Ford-Werke GmbH. Bilder

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„Bei unseren Händlern herrscht großes Hauen und Stechen“, sagt uns der Ford-Vertriebs- und Marketingchef Jürgen Stackmann während der AMI in leipzig. Eigentlich sollte er eher ein sorgenvollen Gesicht zeigen, wenn er so über seine Handelspartner spricht.

Aber er lächelt, sogar fast glücklich; denn der Grund für die Unruhe in der Händlerschaft ist der Superrenner Ford RS 500. Der soll nur in einer Serie von nummerierten 500 Exemplaren gebaut werden. Daher sein Name, daher aber auch das Hauen und Stechen bei den Händlern, die jetzt nur wenige Interessenten zufriedenstellen können.

46 050 Euro soll der mattschwarze Focus mit dem riesigen Heckspoiler und viel Motorsportelementen vor allem aber mit 350 PS kosten. Man muss kein Prophet sein, wenn man erwartet, dass für so manches Exemplar auch höhere Preise gezahlt werden. Auf jeden Fall hat dieser Focus das Zeug zum Sammlerstück, daran zweifelt Stackmann nicht.

Auch sonst hat er in dem Moment, in dem die Messe in Leipzig dem Auto-Frühling noch mehr Farbe verpassen soll, eher Grund zur Zufriedenheit. „Einige Märkte steigen aus dem Krisenmodus wieder aus“, berichtet er und fügt hinzu, in Westeuropa habe Ford im ersten Quartal dieses Jahres 30 000 Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr mehr verkauft. Das entspreche einem Marktanteil von mehr als zehn Prozent.

In Deutschland – so Stackmann – sei nach dem Auslaufen der Abwrackprämie die Zahl der privaten Käufer wieder stark zurückgegangen. In einem normalen Jahr werden 40 Prozent der Neuzulassungen von privaten Käufern vorgenommen, 60 Prozent von Unternehmen. 2009 hatte die Prämie die Verhältnisse genau umgedreht. Jetzt nähert sie sich wieder dem gewohnten Wert.

Die gewerbliche Nachfrage sei zwar schon da, sagt Stackmann. Noch fehlten in Deutschland aber die Abschlüsse. Für den momentanen Zustand des Privatkäufer-Marktes in Deutschland hat er ein blumiges Bild parat: „Seit die Priemeln draußen sind, gibt’s Nachfrage.“ Und er fügt gleich noch eine beruhigende Nachricht für die nervösen unter seinen Händlern hinzu: „Die Gebrauchtwagenpreise ziehen wieder an.“ Im Zuge der Krise hatten die billigen Neuwagen die Preise der Gebrauchtwagen gleich mit hinabgezogen, so dass der Bestand eines Händlers an Gebrauchten jeden Tag weniger wert war, was natürlich die Ergebnissituation eines Betriebs belastet.

2012 erwartet Ford die ersten Rückläufer aus seinem Flat-Rate-Programm, bei dem der Käufer für einen festen Betrag das Auto erhält und sich vier Jahre keine Gedanken um die Kosten für die Werkstatt machen muss. Ford entwickelt zur Zeit zwei Lösungen: eine Anschluss-Flat-Rate oder einen ähnlich kreativen Übergang in ein Neuwagengeschäft.

Doch zunächst hat Ford die Flat-Rate noch um einen Punkt erweitert. Jetzt umfasst sie auch die Versicherung des Fahrzeugs für vier Jahre. Augenzwinkernd rechnet Stackmann vor, was das in Geld sein kann und wählt dazu ein nicht sehr realistisches Beispiel: Der Führerscheinneuling, der sofort einen Ford Focus ST erwirbt, spart in den vier Jahren rund 12 000 Euro – wenn es ihm gelingt, seine Oma davon zu überzeugen, dieses Auto zu bezahlen.

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