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Social Media und Autos: Schlechte Noten im Netz

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Der VW Golf steht nicht nur in der Zulassungsstatistik unangefochten an der Spitze, der Namensgeber der Kompaktklasse kommt auch bei den Bewertungen von Internetnutzern in Foren mit einem Positiv-Anteil von 55 Prozent am besten weg. Auf Rang zwei der „beliebtesten“ Kompakten im Netz landet laut des Rankings der Analysten von VICO – nach eigenen Angaben führendes deutsche Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -analysen – der Audi A3 mit 54 Prozent positiven Beiträgen. Mögen diese beiden – bereits relativ niedrigen – Werte noch halbwegs plausibel sein, wird es danach fast kurios.

Hohe Negativ-Bilanz

Für die Untersuchung haben die Statistiker 1.858 Forenbeiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Lupe genommen und in positiv und negativ kategorisiert – die Kategorie „neutral“ gibt es in dem Ranking nicht. Das ist vermutlich der Grund, warum bereits der drittplatzierte Opel Astra mit nur 45 Prozent positiver Beiträge bereits eine negative Bilanz hat. Bestplatziertes Import-Modell ist der Skoda Octavia mit einem Verhältnis von 37:63 Prozent. Am schlechtesten schneidet der Suzuki SX4 S-Cross ab, an dem die Verbraucher laut der Analysten kein gutes Haar lassen – gar keines, die Negativquote beziffern sie mit kaum nachvollziehbaren 100 Prozent.

Fast ebenso desaströs fällt der Wert mit 99 Prozent negativer Beiträge für den Renault Mégane aus, kaum besser für den drittletzten Hyundai i30 mit 93 Prozent. Einen derart schlechten Ruf haben die Modelle  für gewöhnlich nicht. Ganz sicher auch nicht der Mazda 3 und Volvo V40, bei denen der Negativ-Anteil laut des Rankings bei 90 Prozent liegt.

Beiträge seien sehr eigenmotiviert

Insgesamt dominiert VICO zufolge in den Foren also Kritik. Nur 26 Prozent der analysierten Beiträge zu den Merkmalen Elektronik, Interieur, Exterieur, Fahrdynamik und Antrieb, sowie Assistenz- und Sicherheitssysteme seien positiver Natur gewesen. Die Erklärung: Forenbeiträge seien eigenmotiviert und diese Motivation bei schlechten Erlebnissen in der Regel höher als bei guten, heißt es.

In seiner Kommentierung der Analyse relativiert Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO, die Ergebnisse dann aber bereits. „Unsere aktuelle Studie stellt eine Momentaufnahme dieser Stimmungen in Bezug auf die Bewertung einzelner Automodelle dar. Bei der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft können sich diese Meinungen natürlich in kürzester Zeit wieder verschieben“ Bleibt abzuwarten, ob die Social Media-Nutzer bei der nächsten Erhebung besser gelaunt sind.

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