Solitude Revival

„Solitude Revival“: Porsche weckt Erinnerungen
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Copyright: Porsche

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Auf der legendären Rennstrecke „Solitude“ vor den Toren Stuttgarts dröhnen jetzt wieder die Motoren. Beim Oldtimer Festival „Solitude Revival“ kommen diesmal aber nicht nur Motorsport-Fans auf ihre Kosten. So präsentiert das Porsche-Museum aus seiner Fahrzeug-Sammlung Klassiker wie den 356 B 2000 GS Carrera GT. Von diesem 820 Kilogramm leichten Modell mit Alukarosserie wurden nur zwei Stück gebaut.

Blickfang 356 B 1600 GS Carrera GTL Abarth

Ein weiterer Blickfang ist sicher der 356 B 1600 GS Carrera GTL Abarth: 1960 wurden zwanzig 356 B Carrera mit der Karosserie von Abarth gebaut. Der „Abarth“ gewann 1961 und 1963 jeweils den Weltmeister-Titel für GT-Wagen bis 2.000 ccm Hubraum. Renn-Legenden wie Hans Herrmann, Kurt Ahrens, David Piper, Rudi Lins und Eberhard Mahle lassen es sich nicht nehmen, nochmals selbst am Lenkrad zu drehen. Das Starterfeld wird durch die Porsche-Werksfahrer Michael Christensen, Marc Lieb und Timo Bernhard komplettiert.

Rennstrecke mit langer Historie

Weniger Rennsport-Begeisterte kennen vielleicht noch den Nürburgring und den Hockenheimring, doch von der Solitude haben sie vermutlich noch nichts gehört. Was gibt es über diesen Kurs zu sagen? Schon 1903 fiel der Startschuss für das erste Rennen, also lange vor der offiziellen Eröffnung des Nürburgrings 1927. Damals war die Strecke noch den Motorrädern vorbehalten. Als der 11,4 Kilometer lange Rundkurs Mitte der 1950er Jahre auch für Autorennen freigegeben wurde, durfte der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen nicht fehlen. 1956 gingen gleich mehr als zehn Porsche an den Start. Hans Herrmann und Wolfgang Graf Berghe von Trips errangen mit zwei 550 A Spyder auf der kurveneichen Piste gleich einen Doppelsieg im Sportwagen-Klassement.

Auch die Formel-1 fuhr auf der Solitude

Doch der größte Triumph für die Automobilschmiede aus Zuffenhausen waren sicherlich die Plätze eins und zwei 1962 beim Formel-1-Rennen auf dem Solitude-Ring. Dan Gurney und Joakim Bonnier saßen jeweils am Steuer eines achtzylindrigen Porsche 804. 1965 wurde die Rennstrecke dann stillgelegt. Doch die Erinnerungen an die glorreichen Tage leben weiter.

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