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Sportback 3.2 quattro DSG: Echte Luxusgranate
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Klare Linie
Es ist immer wieder spannend, wie der Bekanntenkreis auf neue Testwagen reagiert. Im Fall des A3 Sportback war das Interesse jedenfalls enorm. Zentrale und oft gestellte Frage: Hält das Auto, was die Optik verspricht? Selbst eingefleischte BMW-Fahrer zeigten sich beeindruckt. Vom mächtigen Plaketten-Kühlergrill, der kraftstrotzenden Keilform und einem Heck in bester Avant-Manier.
Exklusive Leidenschaft
In Tukan-Gelb ist der Sportback ein bunter Hund, der selbst im noblen Düsseldorf Blicke auf sich zieht. Doch er glänzt auch mit inneren Werten. Die Verarbeitung ist topp: pressenge Spaltmaße, hochwertige Kunststoffe und Textilien, die sich gut anfühlen. Alles appetitlich garniert mit etwas Aluminium und Chrom. Alcantara-Sportsitze, Bose Soundsystem, 17-Zoll Bereifung, ein Navigationssystem und weitere Nettigkeiten machen den Testwagen vollends zum Edel-Kompakten. So bestückt, kostet der Sportback über 44.000 Euro. Viel Holz für den fünftürigen A3; ein naher Verwandter von Golf & Co. Aber was für einer: der 3,2-liter-V6 mobilisiert 250 PS (184 kW), die mit tiefem Bass aus dem Doppelrohrauspuff brabbeln.
Feine Technik
Beim Spiel mit dem Gas wandelt sich das dumpfe Bullern in ein Röcheln, das schließlich in einem kehligen Fauchen gipfelt. Doch alles gut gedämpft, schließlich sind wir in der automobilen Premiumliga. Der V6 müsste eigentlich einen Maulkorb tragen, so bissig reagiert er. Ab 2.500 Umdrehungen kümmern sich die maximal 320 Newtonmeter Drehmoment mit bemerkenswerter Lässigkeit um den 1,5-Tonner. Mühelos eilt der Drehzahlmesser in den roten Bereich. Dabei lassen sich die sechs Gänge mit dem DSG-Getriebe per Schaltpaddel am Lenkrad sortieren. Doch das ist eigentlich überflüssig. Denn die Doppelkupplungstechnik funktioniert bei Bedarf wie eine Automatik. Nur besser: völlig ohne Schaltrucke. Beim Gangwechsel öffnet sich die eine Kupplung, während sich gleichzeitig die andere schließt – der Kraftfluss zwischen Motor und Antriebsrädern bleibt stets erhalten.
Sicheres Geschoss
Allradtechnik bringt die Leistung verlustfrei auf den Asphalt, der Testwagen beschleunigt wie an der Schnur gezogen. In 6,3 Sekunden geht es von null auf Tempo 100. Und erst ab 220 Stundenkilometern lässt der Vorwärtsdrang spürbar nach. Bei 250 km/h ist offiziell Schluss. Wer auch nur einen Teil der Leistungsreserven nutzt, verbrennt mindestens 13 Liter auf 100 Kilometer. Im Extremfall werden es bis zu zwanzig Liter. Weniger als elf Liter Super Plus sind es jedenfalls nie. Bergab bezwingt der Testwagen sogar die 260er-Marke. Dann liegt das gelbe Geschoss nococh immer wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße. Das gilt auch für Topspeed-Autobahnkurven. Bodenwellen und Spurrillen werden vom Fahrwerk schlicht ignoriert. Selbst bis unters Dach beladen, sind solche Vollgaseskapaden kein Problem. Der Bayer bleibt ruhig, wenngleich die Gesetze der Physik nun spürbar am Heck zerren. Das Gepäckabteil selbst fällt mit 302 Litern vergleichsweise klein aus, was an der quattro-Technik liegt. Die angetriebene Hinterachse braucht eben Platz. Und den gönnen wir ihr angesichts der bemerkenswerten Fahrdynamik gerne.
Fazit: Der Audi A3 Sportback ist ein edler Kompaktsportler, der mit seinem 3,2-Liter-V6-Triebwerk sogar waschechten Sportwagen die Stirn bieten kann. Mit ökologisch völlig unkorrekten Verbrauchswerten, zielt der Bayer direkt auf das Lustzentrum.
Holger Schilp, mototype.de

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