Studie: Prüforganisationen erkennen viele Mängel nicht
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Bei der Hauptuntersuchung von Kraftfahrzeugen nach § 29 der StVZO bleibt offenbar durchschnittlich ein Viertel aller vorhandenen Mängel unerkannt. Dies geht nun aus einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hervor, für die sie diverse Fahrzeuge mit Mängeln präpariert und bei verschiedenen Prüfinstitutionen in mehreren Bundesländern vorgeführt haben.

Das erschreckende Ergebnis der insgesamt mehr als 300 Qualitätskontrollen: Nur 75 Prozent aller Mängel werden von den Prüfingenieuren erkannt. Dieses Ergebnis könne „nicht als zufriedenstellend erachtet werden“, so die Studieninitiatoren laut dem TV-Magazin „Report Mainz“. Demnach werden Prüfungen oft nicht oder zumindest nicht vollständig durchgeführt. Einzelne Teile der Fahruntersuchungen wie die Drucksicherungsprüfungen bei Bremsprüfungen von Nutzfahrzeugen würden beispielsweise gänzlich weggelassen. Zudem werden Fahrzeuge vom Werkstattpersonal anstatt vom Prüfingenieur unter die Lupe genommen. Unter dem Versprechen der schnellen Mängelbehebung werde darüber hinaus die Prüfplakette bereits vergeben, obwohl der Defekt selbst noch gar nicht behoben ist.

Eine mögliche Ursache für ein solches Vorgehen haben die Experten der BASt ebenfalls ausgemacht. Die teils hohen Prüfzahlen pro Tag sowie umsatzabhängige Gehälter bei den Prüfingenieuren seien dafür verantwortlich, dass möglichst viele Fahrzeuge kontrolliert werden. Dies könne einen Einfluss auf die Qualität haben. Darüber hinaus würden an Prüfstützpunkten, also etwa in Werkstätten, mehrere Prüforganisationen gegeneinander ausgespielt. Das Bundesverkehrsministerium wollte die Studienergebnisse auf Anfrage nicht bestätigen. Für die Anerkennung und Aufsicht der Prüforganisationen seien die Länder zuständig, so ein Sprecher. Dennoch werde die Studie als Anlass genommen, um in Arbeitsgruppen Verbesserungsvorschläge bei den Prüforganisationen zu erarbeiten. Der TÜV Rheinland wollte sich zu den Vorwürfen vorerst nicht äußern.

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