Tankfreier Samstag – Gegen teurere Lebensmittel

Tankfreier Samstag – Gegen teurere Lebensmittel Bilder

Copyright: auto.de

Tankfreier Samstag – Gegen Verteuerung von Lebensmitteln Bilder

Copyright: auto.de

Tankfreier Samstag – Gegen Verteuerung von Lebensmitteln Bilder

Copyright: auto.de

Tankfreier Samstag – Gegen Verteuerung von Lebensmitteln Bilder

Copyright: auto.de

Tankfreier Samstag – Gegen Verteuerung von Lebensmitteln Bilder

Copyright: auto.de

Tankfreier Samstag – Gegen Verteuerung von Lebensmitteln Bilder

Copyright: auto.de

In der vergangenen Woche hatten mehrere Vertreter der Lebensmittel-Branche steigende Preise für Nahrungsmittel vorhergesagt. Schuld daran sei der steigende Bedarf, sowohl an Nahrungsmitteln, als auch an Rohstoffen für Biokraftstoffe. Dem widerspricht nun Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Dabei verstrickt er sich jedoch bereits in seinen eigenen Aussagen.

Glaube keiner Statistik…

Neben dem Chaos um die Motoren-Verträglichkeit mit E10 und der schlechten Umweltbilanz, ist die Lebensmittelverknappung eines der Hauptargumente gegen den vermeintlichen Biokraftstoff E10. In einem Interview mit der „Bild“ beklagte Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter den immensen Verbrauch von Getreide zur Kraftstoffproduktion. Allein im vergangenen Jahr seien weltweit 142 Millionen Tonnen Getreide in die Tanks von Kraftfahrzeugen geflossen. [foto id=“352586″ size=“small“ position=“left“]Diese Menge sei „genug, um 420 Millionen Menschen ein Jahr lang zu ernähren“, so Hofstetter. Diesem Argument versuchte nun Bauernpräsident Gerd Sonnleitner zu begegnen. Gegenüber der Landauer „Rheinpfalz am Sonntag“ monierte er die unsachliche Kritik am E10-Kraftstoff. Zum einen würden lediglich 2.5 Prozent der deutschen Getreideernte direkt in E10 fliesen, zum anderen sei das verwendete Getreide qualitativ lediglich als Futtermittel geeignet.

Milchmädchen-Rechnung

Damit wollte der Bauernpräsident wohl direkt die Aussagen des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks entkräften. Dieser hatte zuvor Preiserhöhungen von drei bis fünf Prozent auf Backwaren voraus gesagt. Mit seinem Argument, Bioethanol-Rohstoff sei nicht für die Backwarenproduktion, sondern nur als Futtermittel geeignet, zeigt Sonnleitner jedoch entweder mangelnde Weitsicht oder einen ungeschickten Versuch von Schönfärberei. Denn gerade bei der Fleischproduktion, wird besonders viel Getreide als Futtermittel benötigt. Die Tiere müssen mit wesentlich mehr Getreide gefüttert werden, als man am Ende Fleisch von ihnen erhält.[foto id=“352587″ size=“small“ position=“right“] Laut einem 2004 veröffentlichen Bericht des US Landwirtschaftsministeriums liegt diese Rate für Rindfleisch bei 10:1. Das bedeutet, man muss ein Rind mit zehn Kilo Futtermittel mästen, damit man am Ende ein Kilo Fleisch erhält. Bei der Schweinemast muss immer noch mit fünf, bei Geflügel mit drei Kilo Futter pro Kilo Fleisch gerechnet werden. Aus diesem Grund steht die Bioethanol-Produktion in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und trägt direkt zur Steigerung der Preise auf Lebensmittel bei. Daher rechnet auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie mit deutlichen Preisanstiegen. Besonders für Fleisch sagt der Verband eine Teuerungsrate von bis zu 20 Prozent voraus. Auch bei anderen tierischen Produkten, wie Milch, Käse oder Joghurt, werden Aufschläge von zehn bis fünfzehn Prozent erwartet. „E10 verschärft den Preisdruck dramatisch, weil viel Futtermittel in die Bioethanolgewinnung verschwindet“, kritisiert auch Clemens Tönnies, Chef des größten Fleischwarenherstellers Deutschlands gegenüber „Bild“.

Zweigeteilte Republik[foto id=“352588″ size=“small“ position=“left“]

Bereits letzte Woche berichteten Unterschiedliche Medien von einer Zweiteilung der Bundesrepublik bezüglich E10. Demnach stehe der Biokraftstoff an süd- und ostendeutschen Tankstellen zum Verkauf. Eine ähnliche Spaltung zeichnet sich nach auto.de-Recherche auch bei den Benzinpreisen ab. So konnte am für einen Liter Super-E5, nordöstlich eine Linie von Schwerin über Hannover nach Köln, ein Preis von im Schnitt 1,49 Euro ermittelt werden. (Stand 4. April 2011) Der Rest Deutschlands muss pro Liter der Super-Schutzsorte im Durchschnitt mindestens fünf Cent mehr zahlen. Im Norden und Westen der Republik wird großteils kein E10 angeboten, da sich die Raffinerien dort weigern, ihre Produktion auf E10 umzustellen. Als Grund nennen die Betreiber mangelndes Kaufinteresse in Süd- und Ostdeutschland. Daher hatten Shell und Esso bereits angekündigt, die Umrüstung ihrer Tankstellen auf E10 vorläufig auszusetzen.

Gegen Abzocke

Das Bundeskartellamt, welches ohnehin seit längerem gegen illegale Absprachen auf dem Benzinmarkt ermittelt, hat für Anfang Mai einen ausführlichen Bericht angekündigt. Kartellamtspräsident Andreas Mundt hatte bereits angedeutet, dass der diesjährige Abschlussbericht über die Marktverhältnisse im Benzinsektor die Theorie eines marktbeherrschenden Oligopol untermauern solle. Das würde bedeuten, dass das Kartellamt tatsächlich Beweise für illegale [foto id=“352589″ size=“small“ position=“right“]Preisabsprachen zwischen den Mineralölkonzernen gefunden hätte. Dies würde wiederum zu starken unterschieden im Benzinpreis-Unterschieden passen, die zwischen Süd-Ost und Nord-West herrschen.

Darum ruft auto.de zum wiederholten Mal zum kollektiven Tank-Boykott am kommenden Samstag auf. Damit wollen wir auf die Problematik steigender Lebensmittelpreise durch die Bioethanol-Produktion hinweisen. Unserer Meinung nach darf kein Produkt, das in jedweder Form zur Nahrungsmittelproduktion benötigt wird, in Automotoren verbrannt werden. Darunter zählt auch lediglich als Tierfutter verwertbares Getreide. Zusätzlich fordern wir noch immer den flächendeckenden Erhalt von Super-E5-Benzin zu fairen Preisen. Wir verlangen eine Anpassung der Abgaben auf E10-Kraftstoff, da wir es nicht für gerechtfertigt halten, dass die Bundesregierung 100 Prozent Energiesteuer auf ein Gemisch mit lediglich 90 Prozent Mineralölanteil erhebt. Machen auch Sie mit beim E10-Boykott und leiten diese Information an Freunde und Bekannte weiter und wehren Sie sich gegen diesen erneuten Griff in den Geldbeutel der Autofahrer.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Honda Civic Type R 003

Aufgeschnappt: Honda Civic Type R

Honda HR-V.

Vorstellung Honda HR-V: Der Schwachstrom-Elektriker

Ford Bronco Sport.

Ford Bronco Sport: Hier wird das Abenteuer simuliert

DISKUTIEREN SIE ÜBER DEN ARTIKEL

Bitte beachte Sie unsere Community-Richtlinien.

Gast auto.de

April 10, 2011 um 9:48 pm Uhr

Ich verstehe es nicht und ich werde es nie verstehen.
E10 ist eigentlich viel zu wenig. 25 – 40% wären Konsequent.
Wer ein Auto fährt welches Ethanol "angeblich" nicht verkraftet hat Pech gehabt! Kauft euch gescheite Autos ! In Brasilien wird bereits seit 35 Jahren (!!!) Ethanol getankt; auch in Schweden oder den USA ist E85 (85% Ethanol) nichts seltenes. Und? Die Fahrzeuge fahren auch nicht schlechter und sind auch keine anderen als hier !

Und ich sag nur "Back to the Roots" "E10" gabs bereits im Deutschen Reich ab 1932!
Ethanol wurde bis in die 60iger als Sprit im Rennsport beigemischt und die Jäger im 2ten Weltkrieg folgen damit !

Die einzigen die den Ethanol nicht haben wollen sind die Mineralölkonzerne !
Ich tanke jedefalls seit nun fast 2 Jahren und 30.000km E85 in meinen Opel Astra und er fährt wie eine eins. Aber tankt nur lieber das 10cent teuerere Super oder das 15cent teuerere Super Plus mir solls recht sein.

So far.

Gast auto.de

April 9, 2011 um 12:02 pm Uhr

Bin dabei !

Nicht nur "nicht E10-Tanken" auch über die beste Alternative nachdenken und das Auto öfters stehen lassen. Das ist die wirtschaftlichste Methode, wenn man nicht gerade lebenswichtig darauf angewiesen ist.

Gast auto.de

April 7, 2011 um 6:59 pm Uhr

wie ethisch ist es eigentlich das ein Liter Benzin 5 mal so teuer ist wie ein Liter Milch?
Aus Hundert Kilo Weizen lassen sich 2.000 Brötchen machen zu 25 Cent das Stück, macht also bei einem Weizenpreis von aktuell 22 € sage und schreibe 1,1 Cent pro Brötchen. Das wird sich sogar ein Afrikaner leisten könne wenn er eine Dollar am Tag zum überleben hat,sorgt aber auch dafür das der Bauer dort wieder Weizen anbaut weil es sich wieder lohnt. Das wegen E10 Menschen hungern ist quatsch, wir erleben heute einen vollkommen normalen Marktzyklus, heißt wir hatten vor einigen Jahren ebenfalls ein Preishoch,darauf hin wurden Anbauflächen in den USA,Kasachstan, Russland usw. in Produktion genommen die bei dem "hohen Preisen" rentabel wurden. Aufgrund sehr guter Ernten in dem Folgejahren brach der Markt wieder zusammen Weizen kostete nur noch 9€ je100KG (dt) das selbe Spiel wird sich wieder holen, heißt die Preis werden wieder auf das euch scheinbar glücklich machende Niveau fallen aber auch wieder steigen. Grund hierfür ist der Wegfall der Intervention, womit ja angeblich die Bauern oder sollte ich Agrarlobbi gestützt wurde, heute zeigt sich das sie nur dazu gedient hat Lebensmittel garantiert zu Dumpingpreisen vor zu halten.

Also gönnt euch weiter Aldi und VW also Brot und Spiele.

Wenn der Laie das nicht durchschaut ,dann verstehe ich das, wenn Greenpeace und diverse Journalisten auf dieser Fehlinfowelle reiten, dann frage ich mich wessen Lied die Singen? Die Mineralölindustrie hat NULL Interesse daran Alternative Energieträger zu fördern, also überlegt mal langsam wer hier wen verarscht.

Gast auto.de

April 7, 2011 um 5:45 pm Uhr

alles ist quatsch und gewollt, e10 ist ist durch butanol ersetzbar und für jeden benziner ungefährlich. am sprit sparen ist der staat nicht interressiert (bei der mehfachbesteuerung?). die technologie für fahrzeuge mit sehr geringem verbrauch giebt es schon lange und liegt gutbezahlt unter verschluß. kennt jemand auflagen vom staat an autohersteller pkw im normalen preislevel mit verbrauchsvorgaben von unter 4l (also locker machbar)? nun ich nicht. wichtig ist nur die wachsende inflation bis es "knallt".

Gast auto.de

April 7, 2011 um 3:42 pm Uhr

–wenn ich sehe was an futter mais gebraucht wird ..
und die wahnsinns steuerbelastung für e 10–
in tchechland gibt kein e 10..
evtl kann mir bald benzin selbst brauen..

Gast auto.de

April 7, 2011 um 2:52 pm Uhr

Wann gehen die Menschen hierzulande auf die Straße und machen Ihrem Unmut Luft. Wieviele Lügen müssen wir noch schlucken um endlich auf die Barrikaden zu steigen und der Politik, und vor allem denjenigen die diese lenken (Lobbyisten) die ROTE KARTE zu zeigen.
Wer verdient denn an uns? Jeder Cent den wir mehr bezahlen, egal ob Sprit oder Strom, = höherer Gewinn in den Konzernen und höhere Steuereinnahmen. Diese Steuereinnahmen werden dann Für Förderungen der Konzerne und die sogenannten "Rettungsschirme", bzw. deren "Bürgschaft" in zig Milliarden für Staaten verwendet. Also mal klar durch gedacht wer hat was davon. Wir nicht. Die Konzerne bzw. diejenigen die hinter den Konzernen stehen. Schon vor Jahren haben uns die "Grünen" begonnen auf einen Spritpreis von damals 5 DM vorzubereiten bzw. an die "Idee" zu gewöhnen. Wenn man jetzt den jetzigen Preis unter Einbeziehung der Kaufkraft des Geldes von damals und heute berücksichtigt – dann haben wir den Preis schon erreicht. War das die Eintrittskarte der Grünen zur Macht? Um mitspielen zu dürfen. Man muß ein wenig tiefer denken und die Frage stellen – Wer hat wirklich was davon. Wann reagieren die Menschen und lassen sich nicht mehr verar……
Es wird Zeit wieder was zu tun, vom Sofa aufzustehen und zu zeigen was man erwartet von den Damen und Herren die uns angeblich vertreten sollen. Landtagswahlen reich da leider nicht aus wie man am Spritpreis und der Atompolitik sehr gut erkennen kann. Alles was hier momentan kommt ist nur heiße Luft und nichts wirklich Greifbares. Wie immer in letzter Zeit. Die Entscheidungen sind schon gefallen. Alles was sich momentan abspielt dient nur dazu uns daran zu gewöhnen. Wollen wir, wollen Sie wollen alle anderen diese Marionetten sein? Wenn wir so weitermachen heißt das ja wir wollen das ——— oder wir wehren uns auf friedliche demokratische Art mit Protesten und Demos in einer Größenordnung alles was bis jetzt, und zwar zusammengenommen, statt fand bei weitem in den S

Comments are closed.

zoom_photo