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Test: Colt 1.6 Benziner günstiger als Diesel

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Colt 1.6 DI-D: Es geht noch günstiger

Sein technischer Stiefbruder, der Smart Forfour hat seine kurze und wenig erfolgreiche Autokarriere bereits beendet. Der Mitsubishi Colt erfreut sich dagegen bester Gesundheit. Im Test: das Sondermodell Colt DI-D 1.5 Motion.

Ende und Neubeginn

Wir erinnern uns: Als Ergebnis der kurzen Zusammenarbeit zwischen DaimlerChrysler und Mitsubishi entstand eine gemeinsame Kleinwagenplattform – Basis des Smart Forfour und Mitsubishi Colt. Der Smart wurde als buntes Lifestylemobil platziert, der Colt mit praktischem Hochdachkonzept. In diesem Sommer stellte smart die Produktion mangels Rentabilität ein, während der Colt die Wiederauferstehung von Mitsubishi in Europa einleitete. Inzwischen gibt es den Colt als Drei- und Fünftürer sowie als CZC, ein schnittiges Coupé-Cabriolet.

Im Paket günstiger

Die Japaner greifen in die aktuelle Rabattschlacht auf dem deutschen Automarkt mit dem Sondermodell Motion ein. Zur Ausstattung gehören Klimaautomatik, 16-Zoll-Alufelgen, farbige Lederapplikationen, CD-MP3-Radio sowie Regen- und Tageslichtsensor. Der dreitürige Colt 1.1 Motion mit 75 PS (55 kW) kostet 12.990 Euro, der getestete Fünftürer 1.5 DI-D kommt auf 16.490 Euro. Unter der Haube: ein Dreizylinder-Turbodiesel mit 95 PS (70 kW). Ohne Russpartikelfilter. Doch das ist im Kleinwagensegment bis auf wenige Ausnahmen leider noch üblich. ABS, vier Airbags und Isofix-Kindersitzverankerungen sind dagegen Standard. Das elektronische Stabilitätsprogramm MASC und Windowairbags gibt es im Paket für 820 Euro extra.

Kernig und sparsam

Der Verzicht auf den vierten Zylinder bedeutet weniger Reibung. Und damit einen prinzipiell günstigeren Verbrauch. Dafür ist die Konstruktion vergleichbaren Vierzylindern in Sachen Laufruhe unterlegen. Trotz Ausgleichswellen, die störende Dröhnfrequenzen und Vibrationen eliminieren sollen. Typisch für einen Dreizylinder ist das kehlige Brummen, das bei jedem Tempo akustisch präsent ist. Auf der Autobahn, mit bis zu 180 km/h Spitze, könnte ein Drehzahl senkender sechster Gang Linderung bringen. Doch auf den wurde ebenfalls verzichtet. Großer Auftritt dafür an der Tankstelle: 4,9 Liter sind laut Datenblatt möglich. Im zweiwöchigen Testbetrieb war es knapp ein Liter mehr. Und das ist es, was zählt, wenn sich jemand im Kleinwagensegment für einen Diesel entscheidet.

Sicher um die Ecken

Trotz 45er-Niederquerschnittsbereifung federt der Colt noch komfortabel. Die nicht allzu straffe Fahrwerksauslegung führt in schnellen Kurven zu deutlicher Karosserieneigung. Auf die Fahrsicherheit hat das aber keinen Einfluss. Selbst wenn der Gasfuß erschrocken zurück zuckt, bleibt der Japaner die Ruhe selbst. Und so kann man den Colt dennoch zügig um die Ecke zirkeln. Beim Blick auf das Gesamtkonzept zeigt sich jedoch, dass Fahrdynamik bei der Konstruktion nicht an oberster Stelle gestanden haben dürfte. Mit kurzer Schnauze und hoher Stirn erinnert die Karosserie nämlich an einen Van. Selbst die typischen Dreiecksfenster vorne unter der A-Säule finden sich beim Colt.

Ein wenig Van

Tatsächlich streckt sich der Japaner 1,55 m nach oben. Dabei ist er mit 3,87 m Länge ein waschechter Kleinwagen. Trotzdem hat man das Gefühl, über den Dingen zu thronen. Es herrscht ein luftiges Gefühl. Geräumige Staufächer und Ablagen schlucken den alltäglichen Kleinkram, das gekühlte Handschuhfach fasst sogar eine 1,5-Liter-Flasche. Hinter den Vordersitzen präsentiert sich der Colt variabel. Je nach Stellung der Rücksitze gibt es mehr Platz für die Passagiere oder das Gepäck. Das Ladevolumen schwankt zwischen 220 und 315 Liter. Die meisten Wettbewerber ohne längs verschiebbare Sitze bieten für das Gepäck zwischen 260 und 280 Liter – bei deutlich über vier Meter Fahrzeuglänge. Werden die Sitze im Colt hinten justiert, sitzen dort zwei Personen bequem. Der dritte Platz in der Mitte ist eher theoretischer Natur.

Kühle Schönheit

Die Instrumente präsentieren sich übersichtlich. Nachts schimmern die von der Rückseite illuminierten Schalter und Knöpfe in sanftem Licht. Bei Tag wirken die verwendeten Materialien allerdings etwas einfach. Sie sind nicht mit Softlack bezogen. Stattdessen ziert Armaturenbrett und Türverkleidungen eine Oberflächenstruktur mit vielen Quadraten, die in den Kunststoff geprägt sind. Technisch-funktional in der Anmutung. Gegen unpersönliche Kälte gibt es farbenfrohe Polster. Deren tiefes Blau spiegelt sich beim Sondermodell Motion auch in den Lederbezügen von Lenkrad und Schaltknüppel sowie in der Einfassung der Bodenmatten.

Es geht günstiger

Bei der abschließenden Bewertung des Colt 1.5 DID Motion lohnt ein Blick auf die Kosten. Als Alternative bietet sich der gleich starke Benziner Colt 1.5 Motion an. Der kostet 14.490 Euro, satte 2.000 Euro weniger als der DI-D. Beim Normverbrauch kann der Dieselfahrer (4,9 Liter) dafür mit 1,1 Liter weniger kalkulieren – bei den aktuellen Kraftstoffpreisen ein Preisvorteil von ca. zwei Euro je 100 Kilometer. Damit ist der höhere Kaufpreis erst nach 100.000 Kilometern wieder drin. Das lohnt sich nicht. Zumal der Selbstzünder auch bei Steuer, Versicherung und Wartung mehr kostet als der Benziner.

Fazit

Mitsubishi Colt mit Turbodiesel. Im Prinzip das passt. Nur es rechnet sich nicht. Also lieber den Benziner nehmen. Der ist genauso pfiffig gemacht. Und er hat kein Problem mit Rußpartikeln im Abgas.

H.Schilp

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