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Test: Dacia Logan MCV – Für eine Handvoll Euro

Test: Dacia Logan MCV - Für eine Handvoll Euro Bilder

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Im Laderaum ist mehr Platz als in einem E-Klasse-Kombi Bilder

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Auf der Rückbank haben drei Personen Platz Bilder

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Auf Wunsch gibt es eine dritte Sitzreihe Bilder

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Innen geht es nüchtern zu Bilder

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Die Dachreling kostet Aufpreis Bilder

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Statt Klappe gibt es eine Doppeltür am Heck Bilder

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Praktisch und bei vielen teureren Autos nicht zu haben: Die Schutzleisten an der Seite Bilder

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Die Seitenansicht verrät das gewaltige Gepäckabteil Bilder

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Das Chromband am Kühler ist die einzige wirkliche Zierde Bilder

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Der Dacia Logan ist eine preiswerte Alternative - nicht nur zum Gebrauchten Bilder

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Mehr Neuwagen für weniger Geld gibt es nirgends: Der Dacia Logan MCV ist zwar weder Schönheit noch Temperamentbündel, doch bietet er Platz für bis zu sieben Insassen oder Unmengen von Gepäck. Und sein Einstiegspreis von 7.990 Euro ist ein gewaltiges Kaufargument. Lohnt sich die Sparsamkeit?

Nutzwertmaximierung

Auf den schicken Auftritt muss der Logan-Fahrer verzichten. Nutzwertmaximierung heißt die Philosophie, nach der die Blechteile des Kombis in Form gepresst wurden. Einziger Schmuck ist der breite Chromstreifen über dem Kühlergrill, ansonsten regiert Nüchternheit: An die unauffällige Frontpartie schließt sich ein großes kastenförmiges Passagierabteil an, das in einem nahezu senkrechten Heck mit zwei Flügeltüren endet. Auch der Innenraum fügt sich in den eher herben Charme ein; ohne erkennbaren Gestaltungswillen siedeln sich Schalter und Bedienelemente auf der Mittelkonsole an, [foto id=“350113″ size=“small“ position=“left“]einige der Kunststoffteile sind unsauber zusammengefügt, die Materialien machen einen mittelmäßigen Eindruck. Unschön ist etwa der schnell zerkratzte Bereich rund um das Zündschloss.

Riesiges Raumangebot

Rausreißen kann der Logan die Schönheitsfehler mit einem riesigen Raumangebot. Obwohl die Basistechnik des 4,45 Meter langen Kombis von der Vorgängergeneration des Kleinwagens Renault Clio stammt, genießen Fahrer und Beifahrer Platz wie in einer Mittelklasselimousine. Die Sitze sind etwas weich, bieten aber ordentlichen Seitenhalt. In Reihe zwei können sich Erwachsene ebenfalls nicht beschweren. Vor allem die Kopffreiheit übertrifft die der mittlerweile häufig coupéhaft geschnittenen Konkurrenz deutlich. Optional lässt sich eine dritte Sitzreihe ordern (500 Euro), die im Kofferraum Platz für zwei weitere Passagiere zur Verfügung stellt. Selbst Erwachsene können es dort auf Kurzstrecken aushalten. Allerdings ist dann kaum mehr Platz für Gepäck. Gut, dass die dritte Bank mit zwei Handgriffen um- und [foto id=“350114″ size=“small“ position=“left“]hochgeklappt werden kann, so dass der Kofferraum fast wieder seine Maximalgröße erreicht. Insgesamt stehen dann 2.350 Liter zur Verfügung – deutlich mehr als im T-Modell der Mercedes E-Klasse.

Keine Schwächen zeigt das Billigauto beim Fahren:

Nicht besonders agil, aber sehr gutmütig zieht es seine Kreise. Der Fahrwerkskomfort kann insgesamt überzeugen, auch wenn schlechte Straßen deutlich zu den Insassen durchschlagen. Als Motor verrichtet im Testwagen das Top-Triebwerk des Modells seinen Dienst: ein 1,6-Liter-Benziner mit 77 kW/105 PS, der den nur rund 1,2 Tonnen schweren Kombi problemlos im Griff hat. Wer hohe Drehzahlen und das damit steigende Geräuschniveau in Kauf nimmt, kommt auch auf der Autobahn ausreichend flott von der Stelle. Allerdings hätte ein sechster Gang dem Getriebe gut getan, denn ab 120 km/h muss das Autoradio auf volle Pulle gestellt werden, um über dem hochdrehenden Motor noch hörbar zu sein. Der Verbrauch geht mit 8,0 Litern bis 8,5 Litern noch in Ordnung, Spritsparhelfer wie Stopp-Start-Automatik gibt es nicht.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Preis & Aussstattung; Kritikpunkte am Logan; techn. Daten; Kurzcharakteristik

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Preis & Aussstattung

Konkurrenzlos ist der Logan beim Preis. 7.990 Euro kostet das 55 kW/75 PS starke Einstiegsmodell, dann allerdings kommt der Kombi splitternackt daher. Nicht einmal Servolenkung ist dann an Bord, die Rücksitzbank ist nur im Ganzen [foto id=“350116″ size=“small“ position=“left“]und nicht geteilt umlegbar. Wer kein Spartaner ist, wird also mindestens 2.000 Euro für ein Upgrade auf die Ausstattungsversion Ambience (unter anderem Servo, Zentralverriegelung) investieren müssen. Weitere 800 Euro werden für das Paket mit Klimaanlage und CD-Radio fällig, wobei man sich letzteres aufgrund der schlecht bedienbaren winzigen Tasten getrost sparen kann. Unterm Strich stehen für ein vernünftig ausgestattetes Modell dann schon 10.790 Euro auf der Rechnung. Rabatte geben die Händler in der Regel nicht. Im Vergleich mit Wettbewerbern wie Skoda Fabia Combi (ab 11.180 Euro) und Peugeot 207 SW (ab 13.600 Euro) ist der Logan so zwar immer noch günstig, aber kein [foto id=“350117″ size=“small“ position=“left“]absoluter Preisknaller mehr. Klassischster Konkurrent des Logan MCV ist aber der Gebrauchtwagen; dem hat er aber zumindest die dreijährige Garantie und das Erlebnis, in einem unbenutzten Auto zu sitzen, voraus.

Kritikpunkte am Logan

Alle Kritikpunkte am Logan müssen aber vor dem Hintergrund des günstigen Preises gesehen werden. Gespart wurde an Design, Materialauswahl und Ausstattung. Einen „billigen“ Eindruck im negativen Wortsinne macht der Logan dabei aber nicht. Wirklich zu kritisieren ist nur die extrem dürftige Sicherheitsausstattung. ESP und weitere Airbags sind auch nicht für Geld und gute Worte zu haben. 

Technische Daten: Dacia Logan 1.6 16V

Fünftüriger Kombi der Kompaktklasse
Länge: 4,45 m
Breite: 1,74 m
Höhe: 1,64 m
Kofferraumvolumen: 700 – 2.350 Liter                                     
Motor: 1,6-Liter-Ottomotor, 77 kW/105 PS
max. Drehmoment: 148 Nm bei 3.750
0 – 100 km/h in 12 s
Vmax: 174 km/h
Verbrauch: 7,1 l/100 km
CO2-Ausstoß: 164 g/km
   
Testwagen-Preis: ab 11.250 Euro
Dacia Logan MCV Kurzcharakteristik
Passt: zu Großfamilien mit kleinem Auto-Budget,
Leuten, denen andere Sachen wichtiger sind als Autos
Sieht gut aus: im Vergleich zur Dacia Logan Limousine,
ansonsten nicht wirklich
Alternative zu: Gebrauchtwagen, Skoda Fabia Combi, Peugeot 207 SW,
Lada Priora Kombi

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