C-Klasse

Test Mercedes C-Klasse T-Modell – Viel Luxus wenig Platz
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Im Oktober konnte die C-Klasse Limousine bereits im Test voll überzeugen. Doch Deutschland hat auf den Kombi gewartet. Der ist seit September erhältlich und kam nun als C250 CDI endlich zu uns in die Redaktion zum Test.

Überschaubares Platzangebot

Der Kombi ist der Deutschen liebstes Kind. Dabei scheint es nicht mal vorrangig um das Plus an Stauraum zu gehen. Anders lässt sich nicht erklären, dass sich Audi A4 Avant, BMW 3er Touring und eben das Mercedes C-Klasse T-Modell traditionell sehr gut verkaufen. Denn wirkliche „Laster“ sind alle drei nicht, bieten ein eher überschaubares Platzangebot. Zwar legt das T-Modell in neuster Generation um 5 bzw. 10 Liter Stauvolumen zu, trotzdem sind die 490 – 1.510 Liter immer noch ziemlich bescheiden für die Klasse. Selbst der wesentlich kleinere  Golf Variant hat mit 605 -1.620 Liter deutlich mehr Platz für Gepäck. Die C-Klasse ist da eher "Lästerchen" als Laster.
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Sportliche Optik

Was ist also das Argument für den schwäbischen Kombi, der mit mindestens 35.224 Euro zudem auch einer der teuersten im Segment ist? Seit dem Modellwechsel: Einiges! Vorweg das Design. Denn hatte mir schon die Limousine im „Avantgarde“ Trimm sehr gut gefallen, lässt es Mercedes in der AMG-Line richtig krachen. Mit geradezu riesigen Lufteinlässen in der Frontschürze scheint der Vordermann stets Gefahr zu laufen, vom Kombi verschluckt zu werden. Die giftig drein blickenden LED-Vollscheinwerfer tun dazu ihr übriges. Die Flanken der neuen C-Klasse werden durch geschwungene Sicken deutlich stärker akzentuiert als beim Vorgänger. Im AMG-Paket erhält die Stuttgarter Mittelklasse zudem noch breitere Schweller. Am Heck runden ein angedeuteter Diffusor, die beidseitig platzierten, großen Endrohrblenden und Luftausströmer hinter den Radkästen für eine entsprechend sportliche Optik.

Luxuriöses Interieur

Ob es im Innenraum dann auch unbedingt Leder in „Cranberryrot“ sein muss, welches exklusiv der AMG-Line vorbehalten ist, muss dann letztendlich jeder beim Kauf selbst entscheiden. Doch abgesehen davon ist auch beim T-Modell endlich die Neuzeit eingezogen. Die altbackene Mittelkonsole mit Ziffernblock aus den 1980ern ist einem sehr übersichtlichen und deutlich edleren Design gewichen. Zudem hat Mercedes beim Modellwechsel an der Bedienung gefeilt. Statt rudimentärem Dreh-Drück-Regler aus wenig wertig wirkendem Kunststoff glänzt im Mitteltunnel nun ein Kunstwerk von Multicommander inklusive Touchfunktion, das stark an die Bedieneinheit aus der S-Klasse angelehnt wurde. Auch die verschachtelten Menüs des Bordcomputers wurden entschlackt und mit ansprechender Grafik aufgewertet. Im Fond dürfen sich die Passagiere über 45 mm mehr Beinfreiheit freuen als beim Vorgänger. So reisen auch größere Passagiere bequem, wobei auch hier die C-Klasse eher Mittelmaß unter den Mittelklasse-Kombis bleibt. Dafür trumpft sie etwa mit einer dritten Klimazone für die Rückbank auf. Die muss man zwar extra bezahlen, dafür gibt es jedoch nie Streit über die Temperatur im Wagen.
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Fahreindruck

Auch fahrdynamisch ist der Kombi über jeden Zweifel erhaben. Natürlich verfügt das Anschauungsmodell, dass Mercedes zum Test schickt, wieder über die hervorragende Luftfederung AIRMATIC, dank der sich der Kombi ganz nach Wunsch komfortabel federn oder sportlich straff abstimmen lässt. Trotz Mehrgewicht auf der Hinterachse bleibt das Fahrwerk auch bei schlechte Straßen stumm Ideal passt dazu der 2.2-Liter Diesel, der als C250 seine volle Leistung von 204 PS abruft. Je nach gewähltem Programm schnurrt der Selbstzünder dank stolzer 500 Nm gelassen dahin, ohne dass die sehr gute Siebenstufen-Automatik viel zu tun hätte, wobei man von den Schaltvorgängen ohnehin kaum etwas mitbekommt. Durch das exzellente Fahrwerk reist man im C-Klasse-Kombi – freie Straßen vorausgesetzt – selbst bei 200 km/h entspannt. Maximal schaff der potente Diesel 241 km/h. Doch schnell bedeutet bekanntlich nicht unbedingt sportlich. Im Sport Modus schärft die Elektronik den Benz zwar spürbar nach, die Dämpfer des Luftfahrwerks werden deutlich härter, die Kennlinie des Gaspedals spürbar aggressiver. Doch die 7-Gang-Automatik tut sich schwer mit der all zu sportlichen Gangart, zappelt bei plötzlichen Lastwechseln ein wenig nervös zwischen verschiedenen Schaltstufen hin und her. Das machen andere einen Deut besser.
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Fazit

Wie schon bei der Limousine, begeistert die neue Mercedes C-Klasse auch als Kombi. Das an der S-Klasse orientierte Design steht auch dem Lifestyle-Laster gut, gleiches gilt für das gelungene AMG Sport-Paket. Doch vor allem im Inneren fährt Mercedes mächtig schwere Geschütze auf. Die C-Klasse hat auch hier viel von der S-Klasse mit auf den Weg bekommen. Hier kann aktuell weder Audi noch BMW mithalten. Gleiches gilt für den Fahrkomfort, der dank Luftfederung konkurrenzlos ist. Dafür muss man minimale Abstriche bei der Fahrdynamik machen, hier hat wiederum die Konkurrenz die Nase vorn.

Auch bei der Ausstattung rückt die C-Klasse – mit entsprechenden Optionen – ziemlich nah an die Oberklasse. Gleiches gilt dann aber auch für den Preis. Der liegt mit Vollausstattung auf Augenhöhe mit der S-Klasse. Denn mit 71.370,25 Euro liegt mein Testwagen nur knapp unter einer Mercedes S-Klasse, die er mit größerem Motor, Allradantrieb und ein paar zusätzlichen Optionen auch noch übertreffen würde.

Technische Daten Mercedes C 250 BlueTEC T-Modell

Fünftüriger Mittelklasse-Kombi
Länge/Breite/Höhe (m): 4,70/1,81/1,46
Radstand (m): 2,84
Motor: Vierzylinder Turbo-Diesel
Hubraum: 2.143 ccm
Leistung: 150 kW/204 PS bei 3.800 U/min
max. Drehmoment: 500 Newtonmeter zwischen 1.600 und 1.800 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 241 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h:
6,9 s
Test-Verbrauch: 4,8 – 4,5 l/100 km
Verbrauch Hersteller: 5,1 l/100 km
CO2-Ausstoß Hersteller: 124 – 117 g/km
Schadstoffklasse: EURO 6
Energieeffizienzklasse: A+
Gewichte/Zuladung
Leergewicht: 1.660 kg
zul. Gesamtgewicht: 2.235 kg
Zuladung: 575 kg
Anhängelast gebremst/ungebremst (kg): 1.800/750
Kofferraumvolumen: 490 – 1.510 Liter
Basispreis ab 35.224 Euro
Preis Testwagen: 71.370,25 Euro
Voraussichtliche Kosten pro Jahr
Steuer: 237,00 Euro
Kraftstoff*: ca. 1.033 Euro
*Kraftstoffkosten bei 1,35 Euro/Liter Diesel und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometer

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