Test Nissan X-Trail 1.6 DIG-T: Reisen statt rasen
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Früher war der Nissan X-Trail ein eher harter Bursche mit reichlich Offroad-Genen unter der kantigen Haube. Die aktuelle Generation hat sich von dieser robusten Charakteristik weit entfernt. Der X-Trail tritt jetzt ganz in die Spuren seines kleineren Bruders Qashqai. Das bedeutet: elegant geschwungene Formen, schicker Auftritt und alle Attribute eines modernen SUV - aber nicht unbedingt die maximalen Gelände-Fähigkeiten. In X-Trails, die mit dem zwangsbeatmeten 1.6 Liter-Benziner mit 120 kW/163 PS ausgerüstet sind, wird beispielsweise grundsätzlich kein Allradantrieb verbaut, das senkt Preis, Gewicht und Verbrauch. Und ganz ehrlich: Wie viele der deutschen SUV-Pilotinnen und -Piloten brauchen wirklich unbedingt die Kraft auf alle Viere? Die wesentlich entscheidendere Frage für ein längerfristiges, gedeihliches Miteinander ist dann doch, wie ein vergleichsweise kleiner Benziner mit nicht gerade üppigen 240 Nm an maximalem Drehmoment mit einem immerhin rund 1,6 Tonnen schweren Fahrzeug zurecht kommt. Doch in dieser Hinsicht gibt es beim X-Trail 1.6 DIG-T nichts zu meckern. Natürlich ist der Softroader nicht gerade ein Temperamentsbolzen. Aber als Alltagsbegleiter auf kurzen und langen Touren macht er einen aufgeweckten, sympathischen Eindruck. Der Motor bringt den Wagen per Sechsgang-Handschaltung zügig auf Touren, schnurrt zwischen 2.000 und 4.000 Touren geschmeidig und kultiviert dahin und sorgt etwa auf der Autobahn-Langstrecke für ein entspanntes Gleiten bei niedrigem Geräuschniveau. Bis zu 200 km/h Spitze sind möglich, aber im Benziner-X-Trail lautet die Devise eindeutig: reisen statt rasen. Was im Alltagsgebrauch auffällt: Der sechste Gang im Testwagen hakelte ein bisschen. Und bei höheren Geschwindigkeiten stieg der Spritdurst erwartungsgemäß deutlich an, statt der 6,4 Liter Normverbrauch signalisierte der Bordcomputer dann Werte um die neun Liter.
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Geräumiger Innenraum

Positiv fielen der geräumige Innenraum, der große und variable Kofferraum, die gute Sicht rundherum und die langstreckentauglichen Sitze auf. Das Fahrwerk gibt sich gutmütig und komfortabel, provozierte Lenkfehler bügelt das ESP zuverlässig weg. Und dank der Bodenfreiheit von mindestens 21 Zentimeter ist der Ausflug über Schotterstrecken oder Feldwege kein Problem – auch ohne Allrad. Der Wendekreis beträgt 11,2 Meter – das liegt im Klassendurchschnitt. Die Preisliste für den X-Trail beginnt bei 24.990 Euro für den Benziner in der Basis-Version „Visia“ und reicht bis 35.660 Euro für die getestete Spitzenversion „Tekna“. In der sind dann etwa das große Panoramadach, das Navigationssystem samt Rundumsicht-Monitor, ein CD-DAB-Radio mit sechs Lautsprechern, USB-Anschluss und Bluetooth-Schnittstelle, die Rückfahrkamera, der Einpark- und der Totwinkel-Assistent und die Müdigkeitserkennung plus 19 Zoll-Felgen, Dachreling, elektrisch betätigter Heckklappe und „intelligente“ Schlüssel plus Start-Stopp-Knopf schon serienmäßig dabei.

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Technische Daten Nissan X-Trail 1.6 DIG-T Tekna

Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter: 4,64/1,82/1,71/2,71
Leergewicht: 1.649 kg
Zuladung: 470 kg
Gepäckraum: 550 l bis 1.982 l
Motor: Vierzylinder-Benziner
Hubraum: 1.618 ccm
Leistung: 120 kW/163 PS bei 5.600/min
max. Drehmoment: 240 Nm bei 2.000/min bis 4.000/min
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe / Frontantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,7 s.
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Normverbrauch:  6,4 l Super/100 km
CO2-Ausstoß: 149 g/km
Testverbrauch: 9,3 l
Tankinhalt: 60 l
Preis: ab 35.660 Euro

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