Tipps für das Fahrradfahren im Winter
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Das A und O der Vorbereitung eines Fahrrades auf den Einsatz im Winter sind geeignete Reifen. Hier ist Profil gefragt. Mountainbikes fahren größtenteils schon mit stark profilierten Reifen, die auch breiter sind als die Standardreifen der Stadträder. Für die Stadt- und Tourenräder sind ebenfalls Stollen-Reifen im Angebot. Dabei ist zu beachten, dass breitere Winterreifen nicht in jedem Fall auf die Felge passen.

Was Autofahrern in Deutschland schon lange verboten ist, dürfen Radfahrer jedoch nutzen: Spike-Reifen. Sie sind so konstruiert, dass die volle Wirkung der Stahlstifte erst einsetzt, wenn der Luftdruck bis zur unteren zulässigen Marke abgesenkt worden ist. Die Preise für Spike-Reifen liegen zwischen 50 Euro und 90 Euro. Der erfahrene Winterradler senkt auch den Luftdruck normaler Reifen ab, weil die Pneus dann eine größere Aufstandsfläche bekommen und dadurch die Traktion zunimmt. Für die Winterwanderung mit dem Fahrrad bieten sich Mountainbikes mit besonders großen Reifen, sogenannte „Fatbikes“, an. Ihre Reifen sind mit 4,8 Zoll doppelt so breit wie Standard-Reifen für Mountainbikes und erlauben das Fortkommen auch im hohen lockeren Schnee. Rennräder mit extrem dünnen Reifen ohne Profil haben dagegen Winterpause. Für Winter-Rennradler hält der Handel auch Rennreifen mit Profil bereit.

Besonders tückisch für Zweiradfahrer ist sogenanntes „Spiegeleis“. Es bildet sich oft, wenn es nieselt oder wenn in der Mittagszeit getaute Pfützen gegen Abend wieder gefrieren. Dann heisst es, das Fahrrad zu schieben. Weniger Probleme bereitet dagegen das Fahren auf festem Schnee, dessen Oberfläche durchaus mit einer dünnen Schicht lockeren Schnees überzogen sein kann.

Bedarf das Bremsen eines Zweiradfahrzeugs generell schon viel Gefühl, so gilt das auf Schnee und Eis ganz besonders. Das Vorderrad, über das mehr Bremswirkung zu erzielen ist als über das Hinterrad, gerät unter winterlichen Bedingungen schnell aus der Spur. Damit es dann nicht zum Sturz kommt, empfehlen erfahrene Winterradler, den Fahrradsattel etwas tiefer als gewöhnlich zu stellen, um so schneller Boden unter die Füße zu bekommen.

Im Winter ist die Beleuchtungsanlage überlebenswichtig. Der von der Seitenflanke eines Reifens angetriebene Fahrraddynamo stößt im Winter schnell an seine Grenzen. Zuverlässiger ist der Antrieb des Nabendynamos, der auch bei Nässe und Schnee Strom liefert und nicht rutscht. Und wer eine batteriebetriebene Beleuchtungsanlage installiert hat, ist ebenfalls vor Witterungseinflüssen gefeit und verstößt nach aktueller Rechtslage auch nicht mehr gegen Verkehrsvorschriften. Das Licht nach vorn muss dabei eine Hell-Dunkel-Grenze aufweisen und ständig leuchten. Eine Blendung des Gegenverkehrs ist in jedem Fall zu auszuschließen.

Fast noch wichtiger als die Fahrradlampe ist das Fahrradrücklicht, damit der nachfolgende Verkehr den Radler rechtzeitig sieht. Die Praxis zeigt, dass das Warnlicht nach hinten oft unbemerkt dunkel bleibt. Deshalb ist eine Kontrolle vor Fahrtantritt ratsam. Reflexstreifen auf Jacke und Hose erhöhen die Erkennbarkeit des Radfahrers zusätzlich. Obwohl ein Radfahrer auch im Winter ins Schwitzen geraten kann, ist wärmere Kleidung als im Sommer angesagt. Von Vorteil ist Funktionskleidung, die Feuchtigkeit von innen nach außen transportiert. Mehrere dünne Kleidungsstücke lassen die Möglichkeit zu, die Kleidung der Witterung anzupassen.

Das Tragen eines Fahrradhelms ist zwar keine Pflicht, aber durch die erhöhte Sturzgefahr im Winter besonders ratsam. Wenn der Helm etwas lockerer geschnürt ist, bleibt Platz für eine wärmende dünne Mütze, die idealerweise über die Ohren reicht. Zu empfehlen sind auch separate Ohrenschützer und Stirnbänder. Als Kälteschutz für die Hände eignen sich nicht zu dicke Fingerhandschuhe, die es noch erlauben, die beiden Bremshebel mit Gefühl zu bedienen.

Beim längeren Radeln in der Kälte laufen die Füße Gefahr, taub zu werden. Wer seine Füße auf Pedalen ohne Verankerung stellt, kann übliche Winterschuhe tragen. Für Klickpedalen, wie sie oft an Mountainbikes verbaut sind, hält der Fachhandel ebenfalls gefütterte Trekkingschuhe mit der passenden Sohlenplatte bereit. In jedem Fall empfehlen sich zusätzliche Gamaschen, die nicht nur vor Nässe von unten schützen, sondern die Füße auch warm halten. Über eine schützende Hautcreme freuen sich Stirn, Nase und Wangen, die dann noch ungeschützt der winterlichen Luft ausgesetzt sind.

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