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Tradition: 50 Jahre Jaguar E-Type – Ewiger Pulsbeschleuniger
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Jaguar XK 120, XK8, E-Type und SS 100 Bilder

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Jaguar XJ 220, E-Type und XK, 1997 Bilder

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Jaguar E-Type V12, CAA Produktion Champio, 1975 Bilder

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Jaguar E-Type Serie III V12 Roadster letze Serie, 1974 Bilder

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Jaguar E-Type Series III V12 von 1971 bis 1973 Bilder

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Jaguar Schriftzug Bilder

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Jaguar E-Type First NA Champion, 1970 Bilder

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Jaguar E-Type Produktion, 1967 Bilder

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Jaguar E-Type Roadster, 1961 bis 1964 Bilder

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Jaguar E-Type mit Willam Lyons, 1961 Bilder

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Jaguar E-Type auf der New York Auto Show, 1961 Bilder

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Jaguar E-Type Produktion Final Polish, 1961 Bilder

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Jaguar E-Type, 1961 Bilder

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Jaguar E-Type Prototyp E2A, 1960 Bilder

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Jaguar E-Type Prototyp E2A, 1960 Bilder

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Ewiger Pulsbeschleuniger, der Jaguar E-Type Bilder

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Der E-Type ist ein Jahrhundert-Sportwagen. Ein urbritischer Racer, dessen Anblick bei den meisten Männern zum Pulsbeschleuniger wird – sogar 50 Jahre nach seiner Weltpremiere. Ob als Roadster oder als Coupé, dieser Jaguar ist ein Auto mit Traummaßen, endlos langer Motorhaube, muskulösen Kurven und einem leistungsstarken Herz. 195  KW/265 SAE-PS genügten dem ersten E-Type, um 1961 fast allen anderen Sportlern davon zu stürmen. Die Proportionen der Karosserie wurden zum Vorbild und Maß vieler Roadster und GT-Sportwagen.

Am Nimbus der bis dahin schnellsten Katze kratzten nicht einmal ihre qualitativen Unzulänglichkeiten – vielleicht weil sie das erste Jahrzehnt der Supersportwagen einleitete, das teils ebenso zickige Boliden hervorbrachte von Lamborghini, Iso-Rivolta, De Tomaso oder Monteverdi, aber natürlich auch von Maserati und Ferrari. Der E-Type selbst mutierte in 14-jähriger Produktionszeit mit einer Auflage von 72.529 Einheiten zum bis dahin  meistgebauten Supersportler aller [foto id=“339726″ size=“small“ position=“left“]Zeiten, zuletzt mit mächtigem V12-Triebwerk. Da hatte sich der einst schlanke Zweisitzer aber längst zum schwergewichtigen Tourensportler entwickelt, ein Tribut der dem wichtigsten Markt, den USA, gezollt wurde. Vielleicht jedoch der passende Übergang zum XJS, der als üppig proportioniertes Coupé 1975 die Nachfolge des E-Type antrat.

Basis für die Erfolgsgeschichte

Die Basis für die Erfolgsgeschichte des E-Type wurde im Dezember 1956 gelegt. Damals beauftragte Jaguar-Chef William Lyons den Designer Malcolm Sayer mit der Entwicklung eines Nachfolgers für die alternden XK-Sportwagen. Mehr als bisher sollte die stärkste und schnellste Katze ein tourentauglicher Rennwagen für die Straße sein und deshalb wesentliche Technikkomponenten des mit motorsportlichem Lorbeer verwöhnten D-Type übernehmen. So positionierte Designer Sayer Motor und Vorderachse in einem Gitterrohrrahmen, der vom D-Type übernommen und mit der A-Säule eines Stahlblech-Monocoques verschraubt wurde. Einzigartig war die nicht enden wollende Motorhaube, oft kopiert von Konkurrenten und Nachfolgern, in dieser Dominanz und schönen Schärfe aber nie mehr erreicht.

Bereits im Mai 1957 begannen die Testfahrten mit dem ersten Prototypen des nun offiziell E-Type genannten Sportwagens. Der zweite Prototyp E 2 A von 1958 nahm schon die endgültigen Formen des E-Type an, diskutiert wurde bei Jaguar nur noch die Frage, ob der Neue für eine Rückkehr in den Rennsport geeignet sei und ob sich wenigstens [foto id=“339727″ size=“small“ position=“right“]1.000 Käufer für das Geschoss begeistern könnten. Dabei fieberten Presse und Publikum dank gezielter Indiskretionen spätestens seit 1960 der Enthüllung des Serien-Zweisitzers geradezu entgegen. Am 15. März 1961 war der sogenannte Tag „J“ gekommen: Auf dem Genfer Automobilsalon traf Testfahrer Bob Berry in letzter Minute mit einem auf eigener Achse überführten metallicgrauen Coupé zur Premiere ein. Ein spektakulärer Coup, der die Standfestigkeit des neuen Monuments britischen Sportwagenbaus demonstrieren sollte und ebenso wie die Formen und Leistungswerte des E-Type in der Weltpresse für Schlagzeilen und begeisterte Kommentare sorgte. Dazu kam, dass der E-Type wie alle Jaguar relativ erschwinglich sein sollte und mit Preisen ab 25.000 Mark für den Roadster und 26.000 Mark für das Coupé nur etwa die Hälfte eines vergleichbaren Supersportlers vom Schlag des Aston Martin DB4 oder [foto id=“339728″ size=“small“ position=“left“]Ferrari 250 GT kostete. Allerdings litten die teuren Konkurrenten auch nicht unter so vielen Verarbeitungsdefiziten wie die ersten E-Type.

Angriff im Motorsport

Auch auf einem anderen Feld konnte der Jaguar die Konkurrenz nicht schlagen: Der Angriff auf die im Motorsport dominanten Ferrari 250 GTO mit Zwölfzylindermaschine war trotz eines speziell entwickelten E-Type Lightweight letztlich nicht von Erfolg getragen. Zu mehr als Achtungserfolgen reichte es für den leistungsmäßig unterlegenen Jaguar nicht. So beendeten die frustrierten Briten das Rennengagement 1964 nach der Produktion von nur zwölf Lightweight-Racern. 

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Produktion

Derweil baten die Händler Jaguar händeringend um Serienautos, aber die Bänder liefen nur langsam an – schließlich hatte man insgesamt nur 1.000 Einheiten erwartet. Die über 72fache [foto id=“339730″ size=“small“ position=“left“]Stückzahl sollte schließlich verkauft werden – dank der amerikanischen Kunden, die rund 75 Prozent der Produktion abnahmen und die weitere Entwicklung des bis dahin schnellsten Jaguars maßgeblich beeinflussten. Nach der US-Premiere vom April 1961 auf dem Automobilsalon in New York kam die Auslieferung der Serie I mit schicken Scheinwerferverglasungen ins Rollen. 1967 fielen die schönen Augen der Katze neuen amerikanischen Gesetzen zum Opfer, schon im Jahr zuvor war das Programm um ein 23 Zentimeter längeres und neun Zentimeter höheres 2+2 Coupé ergänzt worden. Auch dieses „Familiencoupé“ war speziell für amerikanische Wünsche entwickelt worden. Durch größere Fensterflächen und längere Türen wurden die Linien des puristischen Sportlers zwar nachdrücklich verändert, gefällig und imposant blieb er aber dennoch.

Erfolg des 2+2-Sitzers

Der Erfolg des 2+2-Sitzers bewirkte, dass die zweite Serie des E-Type von Beginn an in allen drei Karosserievarianten gefertigt wurde, dazu wurden die Kühleröffnungen vergrößert [foto id=“339731″ size=“small“ position=“right“]und die Stoßstangenhöhe den US-Normen angepasst. Nachdem neue amerikanische Abgasbestimmungen die für den US-Markt bestimmten Fahrzeuge auf 138 kW/187 PS Leistung kastrierten – weniger als Corvette, AC Cobra und sogar Thunderbird – präsentierte Jaguar-Chef Williams auf der New York Motor Show 1971 den E-Type V12. Eigentlich war der 5,3-Liter für den designierten Nachfolger F-Type vorgesehen, jetzt sollte er jedoch den ins Stocken geratenen Verkauf der erlahmten Katzen deutlich beschleunigen. Dies in der E-Type Serie III, die es nur noch als 2+2 Coupé und als Roadster gab. Auch der Roadster verfügte nun über den längeren Radstand des Coupés, was ihn nach Ansicht zeitgenössischer Kritiker zwar einiges an Fahrdynamik kostete, aber ein Erfolg wurden die prestigeträchtigen Zwölfzylinder zunächst dennoch.

Hoffnung auf Unvergänglichkeit

Erst die Ölkrise von 1973/74 ließ die Verkaufszahlen der betagten Katzen mit dem scheinbar ewigen Leben ins Bodenlose stürzen. Kurz zuvor hatte sich Mr. Jaguar, Sir[foto id=“339732″ size=“small“ position=“left“] Willam Lyons, in den Ruhestand verabschiedet. Trotz aller Werbekampagnen und Preisnachlässe gelang es seinem Nachfolger nicht mehr, das Ruder rumzureißen. Zu hart war die Konkurrenz durch Porsche und Corvette und zu unzeitgemäß der E-Type. So verabschiedete das Werk in Browns Lane seine Ikone mit einer schwarz lackierten und auf 50 Einheiten limitierten Sonderserie – durchweg Roadster mit Rechtslenkung. Nur das allerletzte Exemplar rollte in der Farbe der Hoffnung „british racing green“ am 12. Februar 1975 vom Fließband. Zumindest die Hoffnung auf Unvergänglichkeit war für den skulptural geformten Sportwagen berechtigt: 21 Jahre nach Produktionsauslauf entschied das Museum of Modern Art in New York, einen stahlblauen E-Type in die Sammlung aufzunehmen – vielleicht der vornehmste Platz für ein automobiles Kunstwerk.  

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Modellhistorie Jaguar E-Type:
Produktionszahlen:

Jaguar E-Type insgesamt (1961-1975): 72.529 Einheiten, davon E-Type 3,8 Liter Roadster 7.813 Einheiten, E-Type 3,8 Liter Coupé 7.651 Einheiten, E-Type 3,0 Liter Lightweight 12 Einheiten, E-Type 4,2 Liter Roadster 9.551 Einheiten, E-Type 4,2 Liter Coupé 7.771 Einheiten, E-Type 4,2 Liter 2+2 5.586 Einheiten, E-Type 4,2 Liter Series II Roadster 8.641 Einheiten, E-Type 4,2 Liter Series II Coupé 4.878 Einheiten, E-Type 4,2 Liter Series II 2+2  

5.329 Einheiten, E-Type V12 Series III Roadster 7.982 Einheiten, E-Type V12 Series III 2+2 7.130 Einheiten

Wichtige Motorisierungen:

Jaguar E-Type E2A Prototyp (1958, bzw. 1960) mit 3,0-Liter-Sechszylinder (216 kW/293 SAE-PS), später mit 3,8-Liter-Sechszylinder (216 kW/294 SAE-PS)

Jaguar E-Type Coupé und Roadster (1961-1964) mit 3,8-Liter-Sechszylinder (195 kW/265 SAE-PS )

Jaguar E-Type Lightweight (1963) mit 3,0-Liter-Sechszylinder (289 kW/393 SAE-PS)

Jaguar E-Type Series I und Series II Coupé und Roadster und 2+2 (1964-1970) mit 4,2-Liter-Sechszylinder (195 kW/265 SAE-PS)

Jaguar E-Type V12 Series III Roadster und 2+2 (1971-1975) mit 5,3-Liter-V12 (200 kW/272 PS bzw. 232 kW/315 SAE-PS)

 
Ausgewählte Preise:

E-Type 3,8 Liter Roadster (1961) ab 25.000 Mark

E-Type 3,8 Liter Coupé (1961) ab 26.000 Mark

E-Type 4,2 Liter Roadster (1964) ab 27.000 Mark

E-Type 4,2 Liter Coupé (1964) ab 29.000 Mark  

E-Type 4,2 Liter 2+2 (1966) ab 32.500 Mark

E-Type 4,2 Liter Series II Roadster (1968) ab 27.195 Mark

E-Type 4,2 Liter Series II Coupé (1968) ab 28.638 Mark

E-Type 4,2 Liter Series II 2+2 (1968) ab 31.191 Mark

E-Type V12 Series III Roadster (1971) ab 34.250 Mark

E-Type V12 Series III 2+2 (1971) ab 37.750 Mark

 
Chronik:

1956: Jaguar- Chef William Lyons beauftragt den Designer Malcolm Sayer mit dem Entwurf eines Nachfolgers für die XK-Sportwagen

1957: Im Mai erste Testfahrten mit dem Prototypen E 1 A. E-Type wird der offizielle Name des neuen Sportwagens

1958: Der zweite Prototyp E 2 A zeigt die endgültigen Formen des E-Type, offizielles Debüt am 25. Juni 1960

1961: Am 15. März feiert der E-Type als Coupé Weltpremiere auf dem Genfer Salon, im April erfolgt das US-Debüt in New York, jetzt auch als Roadster

1963: Im März feiert die Motorsportversion E-Type Lightweight Premiere

1964: Im August Produktionsende der Serie I mit 3,8-Liter-Motor. Debüt des 4,2-Liter-Motors in Roadster und Coupé am 9. Oktober

1966: E-Type ab März auch als 23 Zentimeter längeres 2+2 Coupé lieferbar

1967: Facelift mit neuen Scheinwerfern

1968: Produktionsauslauf der Serie I mit 4,2-Liter-Motor im August. Debüt der Serie II am 18. Oktober als Roadster, Coupé und 2+2

1970: Produktionsende der Serie II als Roadster und Coupé im Dezember und als 2+2 bereits im September

1971: Enthüllung des E-Type V12 Series III auf der New York Auto Show am 29. März

1973: Produktionsende E-Type V12 Series III 2+2 im Oktober

1974: Auf 50 Einheiten limitierte finale Sonderserie schwarz lackierter Roadster mit Rechtslenkung. Produktionsende im September

1975: Am 12. Februar rollt ein letzter, grün lackierter E-Type vom Band im Werk Browns Lane. Nachfolger des E-Type wird der XJS

1996: Das Museum of Modern Art in New York nimmt einen E-Type in die Sammlung auf

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