Verkehrszeichen: Dynamik erhöht Verkehrssicherheit
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Der Verkehrsfluss auf den Autobahnen kann mit dynamischen, also sich den wechselnden Umständen angepassten Verkehrszeichen erhöht werden, was der Verkehrssicherheit dient. Diese elektronisch gesteuerten Verkehrszeichen sind ebenso bindend wie statische. Darauf verweist der TÜV Rheinland.

Höchstgeschwindigkeit 120 km/h, Tempolimit aufgehoben, Höchstgeschwindigkeit 100 km/h. Diesen Wechsel und andere Varianten können Autofahrer auf zahlreichen Autobahnen erleben. Die wechselnden Informationen erhalten die Fahrer von Schilderbrücken oder auch Zeichen am Fahrbahnrand. Diese Verkehrsschilder werden elektronisch gesteuert und reagieren auf sich ändernde Umstände. Sie sind bereits auf rund 3 100 Streckenkilometern installiert. Weitere 1 500 Kilometer sollen nach Information des TÜV Rheinland folgen.Die Wechselkennzeichen geben Höchstgeschwindigkeiten vor, sprechen Überholverbote aus und geben Spuren zur Benutzung frei. Oder das Gegenteil. „Diese elektronischen Vorgaben sind für den Kraftfahrer genauso verbindlich wie die auf herkömmlichen Metallschildern. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern, gegebenenfalls auch mit einer Anzeige rechnen“, erläutert Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte des TÜV Rheinland.

Die Anlagen harmonisieren den Verkehrfluss, verhindern Staus und warnen die Verkehrsteilnehmer vor Gefahren wie starken Windböen oder Baustellen. Sie können aber auch Umleitungsempfehlungen geben und Zufahrten zu Autobahnen steuern. Die Steuerung erfolgt automatisch über Induktionsschleifen in der Fahrbahn, Infrarotsensoren oder eine Videoerfassung in Verbindung mit Kenngrößen zum Verkehrsaufkommen und der Witterung. Rechenzentralen werten die Datenströme aus, leiten sie an die Polizei und den Verkehrsfunk weiter.Nach Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen reduziert der Einsatz dieser Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA), wie sie offiziell heißen, die Anzahl der Unfälle auf den deutschen Autobahnen um ein Viertel. Bei Massenkarambolagen liegt die Verhinderungsquote sogar bei 50 Prozent. Die Gründe dafür sieht Hans-Ulrich Sander in der angepassten Geschwindigkeit, größeren Abständen und einem Fahren mit erhöhter Aufmerksamkeit.

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