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Vorstellung Peugeot 307: Auf der Höhe der Zeit

Mit breitem Löwenmaul und großen Raubtieraugen passte der französische Hersteller vier Jahre nach der Erstvorstellung des 307 dessen Optik jetzt an in die neue Designlinie des Hauses an. Doch es blieb nicht bei Kosmetik. Auch von den Antrieben gibt es Neues zu berichten, denn die Palette der Motoren reicht jetzt beim Diesel bis zu 100 kW (136 PS) und beim Benziner bis zu 103 kW (177 PS).

Das neue Gesicht des Peugeot 307 Foto: Auto-Reporter/Peugeot
Auch innen wurde leicht retuschiert und modernisiert, so dass der Peugeot 307 getrost der zweiten Hälfte seines Lebenszyklus entgegensehen kann. Zumal die Preissteigerung mit rund 200 Euro gegenüber der Vorgängermodellen angesichts der Aufwertungen außen und innen eher moderat ausfiel. Besser geregelte Airbags, Erkennung der Sitzbelegung und aktive Kopfstützen verbessern die passive Sicherheit. Bei der aktiven Sicherheit hat Peugeot keine Notwendigkeit zur Nachbesserung gesehen. Hier bewegt sich alles auf dem bekannten Niveau: Einzelradaufhängung rund um, Scheibenbremsen an allen vier Rädern und ESP.

Der 307 wird auch weiterhin in vier Versionen angeboten: als zwei oder viertürige Limousine und in der Kombiversion Break zwischen 15 350 Euro und 26 350 Euro, als SW mit bis zu sieben Sitzen zwischen 19 600 Euro und 25 650 Euro und als Cabriolet mit dem Kürzel 307 CC für Coupé Cabriolet wegen des Stahl-Faltdaches zwischen 23 300 Euro und 29 900 Euro.

Der 2-Liter-Vierzylinder-Diesel hinterließ im CC einen guten Eindruck. Seine 100 kW (136 PS) und sein höchstes Drehmoment von 320 Newtonmeter (Nm) reichen für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h von etwas mehr als 10 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei knapp 210 km/h – Werte. Für ein Cabriolet sind die Werte ebenso annehmbar wie das Motorgeräusch. Nur in engen Gassen reflektieren die Mauern das typische Dieselgeräusch zurück ins offene Wageninnere. Sonst muss man beim Offenfahren schon genau hinhören, um den Motor als Diesel identifizieren zu können.

Der Dieselmotor wird mit einem sehr knackigen Sechs-Gang-Getriebe kombiniert, dass sich sehr exakt und leicht schalten lässt. Genau dieses Getriebe hätte man dem starken Benziner gewünscht, der seine Höchstleistung von 130 kW (177 PS) erst bei 7000 Umdrehungen pro Minute (U/min) entwickelt. Auch das maximale Drehmoment von 202 Nm stellt sich erst bei 4750 U/min ein. Eine engere Getriebeabstufung als beim serienmäßigen Fünf-Gang-Getriebe wäre da passender, sportlicher und angenehmer, zumal der Fünf-Gang-Schalter sich nicht halb so elegant durch die Gänge bewegen lässt wie das Sechs-Gang-Getriebe. Vielleicht würde die engere Abstufung auch helfen, die Anfahrschwäche des Benziners zu kompensieren. Dennoch: Die Fahrleistungen passen zu den Leistungswerten. 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine Spitzengeschwindigkeit oberhalb 220 km/h werden erreicht.

Auch bei den bisher im 307 verwendeten Motoren gibt es eine Änderung. Der 100 kW (136 PS)-Benziner wird durch einen 103 kW (140 PS)-Motor ersetzt, der nun auch die schärfere Abgasnorm Euro 4 erfüllt.

Neben den Versionen Grand Filou Cool (Einsteigermodell), Tendance, Prémium und Sport bietet Peugeot ein neues Spitzenmodell des 307 an, in Deutschland unter dem Namen Platinum. Hier lassen sich die Franzosen nicht lumpen und spendieren Volllederausstattung für die Sitze, das Oberteil der Armaturentafel, die oberen Verkleidungen und die Armauflagen in den Türen, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheizbare Sitze vorn, Reifendrucksensoren, einen Fünffach-CD-Wechsler und eine Geschwindigkeitsregelanlage. Außen geben sich die Spitzenmodelle mit zusätzlichem Chromschmuck, 17-Zoll-Leichtmetallrädern und einem in Wagenfarbe lackierten Heckspoiler zu erkennen.

Bei Preisen um 30 000 Euro für einen voll ausgestatteten 307 und sogar 40 000 Euro für dessen Open-Air-Variante kann man vom Peugeot 307 auch dann nicht mehr von einem Schnäppchen sprechen, wenn man sich an die rund 15 000 Euro erinnert, die für eine Basisversion zu zahlen sind. Dennoch will Peugeot vom 307 in Deutschland 2006 mehr als 38 000 Fahrzeuge verkaufen, 33 Prozent davon in der Version SW mit dem großen Panoramadach. Rund ein Viertel aller Neuzulassungen sollen auf das Cabriolet entfallen.

Eine erste Abschätzung über den Realitätsgrad dieser Planung werden die deutschen Peugeot-Manager in Saarbrücken schon bald vornehmen können. Am Freitag, 19. Juli, werden sich gleich drei neue Peugeot bei den Händlern präsentieren: der 107, der 1007 und eben der 307. Man wird sehen. (ar/Sm)

8. Juli 2005. Quelle: Auto-Reporter

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