Starthilfe

Wenn das Auto streikt: richtige Starthilfe
Wenn das Auto streikt: richtige Starthilfe Bilder

Copyright: Varta/Johnson Controls

Fast jeder hat das schon einmal erlebt: Nach dem Drehen des Zündschlüssels grummelt der Anlassen allenfalls müde, aber wirkungslos vor sich hin. Gerade im kalten Winter häufen sich Batterie-Pannen. Nun ist Starthilfe gefragt. Wir fragten Dr. Eberhard Meissner von Johnson Controls, einem der größten Hersteller von Starter-Batterien, wie man es richtig macht.

Starthilfe: So geht’s

Dreht sich der Anlasser des Autos gar nicht oder nur mühsam beim Startversuch und wirft die Innenleuchte lediglich trübes Licht oder bleibt ganz dunkel, ist die Batterie entladen. Nichts geht mehr, oder? Doch, sagt Batterie-Experte, Starthilfe durch ein zweites Fahrzeug bringt das Auto auf Trab. Doch kann man hierbei einige Fehler machen. Es gilt, die folgenden Arbeitsschritte in der korrekten Abfolge abzuarbeiten. So geht’s: In beiden Autos zunächst die Zündung ausschalten. Danach das rote Starthilfekabel mit dem Pluspol der entladenen Batterie verbinden. Das andere Ende des roten Kabels kommt an den Pluspol des Spenderfahrzeugs. Das schwarze Kabel im Anschluss zuerst mit dem Minuspol der Spenderbatterie verbinden und dann das andere Ende des schwarzes Kabels an eine unlackierte metallische Stelle nahe der entladenen Batterie anschließen. Ist die Verkabelung erledigt, den Motor des Spenderfahrzeugs starten und das Pannenfahrzeug anlassen. Läuft das Pannenfahrzeug stabil im Leerlauf, die Kabel in der umgekehrten Reihenfolge trennen. Hierbei wie beim Anschließen darauf achten, dass die Pole sich nicht berühren.

Hin und wieder tut der Batterie eine lange Strecke gut

Generell leisten Batterien beim winterlichen Startvorgang Schwerstarbeit. Folgt aufs Starten regelmäßig nur Kurzstrecke, wird vielleicht weniger Energie nachgeladen, als die Batterie beim Starten abgegeben hat. Hin und wieder tut ihr also eine längere Strecke gut, so Meissner. Und wer Komfort-Verbraucher wie die Sitzheizung und die Heizung der Spiegel oder der Heckscheibe nicht länger als nötig eingeschaltet lässt, macht dem Akku ebenfalls das Leben leichter.

Hobbyschrauber: Finger weg vom Batteriewechsel!

Vor der kalten Jahreszeit lohnt es sich zudem, die Batterie in der Werkstatt testen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit der Mechaniker auch gleich die Batteriepole säubern. Denn Feuchtigkeit und Schmutz zwischen den Polen können die Batterie entladen. Doch irgendwann ist jede Batterie verbraucht und muss ausgetauscht werden. Früher konnte das jeder halbwegs geschickte Autofahrer selbst erledigen. Doch davon rät Meissner bei modernen Autos ab. „Mittlerweile befinden sich komplexe elektronische Systeme in den Fahrzeugen, um verbesserten Komfort, Unterhaltung und umweltschonende Fahrzeugkonzepte wie Start-Stopp zu ermöglichen“, erklärt er. Für einen Batteriewechsel sind daher oft spezielle Werkzeuge und entsprechendes Know-how erforderlich. „Oft muss die neue Batterie etwa im System des Fahrzeugs angemeldet werden. Und beim Ausbau müssen Kabel und Fixierungen in einer exakten Reihenfolge abgeklemmt werden“, warnt er. Werde der Stromkreis zwischen Batterie und Fahrzeug unterbrochen, könne es zu Datenverlusten in Steuergeräten und im Infotainment-System kommen. Dann sei eine Neuprogrammierung erforderlich. Schlechte Zeiten also für Hobbyschrauber – und ein gutes Argument, die Batterie vor den ersten Wintertagen checken zu lassen.

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herbertkrawulli

Oktober 28, 2014 um 8:17 am Uhr

Beitrag war sehr hilfreich – Danke

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