150 Jahre Henry Ford: Das erste Auto erzählt
150 Jahre Henry Ford: Das erste Auto erzählt Bilder

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Henry Ford ist eine der größten Persönlichkeiten der Autogeschichte. Rechtzeitig zu seinem 150. Geburtstag am 30. Juli 2013 ist das erste Auto der Ford Motor Company von 1903 voll restauriert an den Firmensitz nach Dearborn zurückgekehrt.

Das 109 Jahre alte Auto erzählt die Geschichte seines Schöpfers.Als Henry Ford das Modell A erstmals 1903 vorstellte, war es nicht sein erstes Auto. Das hatte der Sohn eines erfolgreichen Landwirts und technischer Autodidakt bereits 1896 gebaut und den Namen „Quadricycle“ gegeben.

Henry Fords erste Anläufe als Unternehmer scheiterten. Mit einem Kapital von 28.000 Dollar gründete er 1903 schließlich die Ford Motor Company. Die Konstruktion verfügte über einen Zweizylinder-Boxermotor, der acht PS leistet. Für den Zweisitzer betrug der Kaufpreis vor 109 Jahren 750 Dollar. Für den Viersitzer waren weitere 100 Dollar fällig. Mit 1.750 Exemplaren in zwei Jahren Bauzeit war der Ford A so erfolgreich, dass Henry Ford damit gute Gewinne erzielte und sein Imperium rasant aufbauen konnte.

Das älteste erhaltene Auto der Marke trägt die Fahrgestellnummer 3. Henry Ford hatte ein untrügliches Gespür für die Ansprüche der Kunden, ein glückliches Händchen, hochkarätige Mitarbeiter für die Entwicklung zu finden und war ein Meister der Vermarktung. Ford entwickelte verschiedene neue Modelle, bis ihm 1908 einer der größten Geniestreiche in der Autogeschichte gelang.

Der Ford „Model T“, den seine Fan-Gemeinde liebevoll „Tin Lizzy“ nannte, wurde das meistverkaufte Auto der Geschichte. Ein Titel, den der Ford T erst 1972 an den VW Käfer abgeben musste.Bei der Konzeption des T-Modells orientierte sich Ford an maximaler Kundenfreundlichkeit.

Das Auto war einfach konstruiert, zuverlässig, leicht zu fahren und zu warten. Verschleiß- und Ersatzteile führte jeder ordentlich sortierte Eisenwarenladen. Der Ford T bot ein bis dahin unvorstellbar günstiges Preisniveau für ein so erwachsenes Auto. Eines, das es erstmals auch der Arbeiterschaft oder der unteren Mittelschicht ermöglichte, ein eigenes Auto zu fahren.Im frühen 20. Jahrhundert verfügte die industrielle Produktion über keine Technik, die sich für den Bau eines so komplexen Produktes wie ein Auto eignete.

Ford orientierte sich darum an anderen Branchen. Die entscheidende Inspiration fand Henry Ford in den Schlachthöfen von Chicago. Er adaptierte für die Fertigung des T-Modells das Fließband, das die Arbeit zum einzelnen Arbeiter beförderte, wo er nur einen Handgriff ausführen oder eine vorgefertigte Komponente montieren musste. Ford führte als erster Industrielle der USA die 40-Stundenwoche ein und zahlte seinen Arbeitern fünf Dollar Lohn am Tag. Im Gegensatz zum gesetzlichen Mindestlohn von 2,34 Dollar. Damit versetzte Henry Ford auch seine Arbeiter am Band in die Lage, sich ein eigenes Auto leisten zu können.

Mit der vollen Inbetriebnahme der Fließbandfertigung 1913 liefen 650 Autos am Tag vom Band, die im ganzen Land verkauft wurden. Mit rund 100 Dollar Monatseinkommen lag die Anschaffung eines eignen Autos für die Bandarbeiter im Bereich des Möglichen, weil Ford angesichts der drastisch verringerten Produktionskosten ab 1914 den Preis für ein neues T-Modell auf 370 Dollar senken konnte.

Scheinwerfer und Windschutzscheibe kosteten allerdings Aufpreis. Trotzdem betrug der Jahresgewinn der „Ford Motor Company“ 1913 bereits elf Millionen Dollar.1919 übergab Henry Ford die Verantwortung für das Unternehmen an seinen einzigen Sohn Edsel, ohne sich freilich von der Leitung des Unternehmens wirklich zurück zu ziehen. Der Senior pfuschte dem Nachfolger ständig ins Handwerk und revidierte häufig sogar komplett dessen Entscheidungen. Wahrscheinlich die langfristige Ursache für Edsel Fords Magengeschwüre, die sich schließlich in einen bösartigen Tumor verwandelten, dem er, gerade 49 Jahre alt, 1943 erlag.

Bei seinem Tod 1947 galt Henry Ford als reichster Mann der Welt, der ein Erbe von 600 Millionen Dollar hinterließ und einen ambivalenten Ruf wegen seiner Leistungen für die Entwicklung des Automobils und der amerikanischen Industrie einerseits; aber auch wegen seiner Aktivitäten als politisch engagierter und konservativ-reaktionärer Publizist andererseits. Er vertrat in den von ihm verlegten Schriften derart antisemitische Thesen, dass Teile der Artikel in der amerikanischen Ausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ als Vorwort Verwendung fanden.

Im Oktober 2012 hat Bill Ford, Urenkel von Henry und amtierender Vorstandsvorsitzender den ältesten erhaltenen Ford gekauft und an seinen Entstehungsort in Dearborn zurück gebracht. Als eines der wichtigsten Artefakte der Firmengeschichte, das im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen stehen wird, mit dem das Unternehmen 2013 ein ganzes Jahr den 150. Geburtstag seines Gründers feiert.

Thomas Lang/mid

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Gast auto.de

Juli 29, 2013 um 4:25 pm Uhr

Hallo Auto-Fan, was ist jetzt so falsch dran, daß der Antisemit ist, was ich zwar nicht glaube, denn so viel Semiten gab es nicht, als dass die eine Rolle gepielt hätten. Was haben die Semiten mit Christ zu tun? Was spielt es für eine Rolle, Dich interessiert doch auch nicht, ob Dein Verkäufer im Lebensmittelladen gerade ein gewalttätiger Linker ist…….

Gast auto.de

Juli 23, 2013 um 2:55 pm Uhr

Kaum zu glauben, dass man so ein Person so hochleben lässt, obwohl dieses Individuum ein Antisemit (anti-Christ) ist.
Wann feiern wir denn dann eine Adolf Hitler Parade? Mal ganz ehrlich, wir machen Sturm gegen Nazis und Rechte und dann dürfen Markennamen Ihre antisemitischen Gründer in Deutschland mit fetten Proper Gander Touren feiern.
Deutschland kotzt immer mehr an. Aber wen wundert es noch, nach dem die Amerikaner sowieso tun und machen können was die wollen. Wann endschuldigt sich der Rest der Familie mal ganz ernsthaft für Ihren Antisemiten? Solange
die sich nicht endschuldigen guck ich Ford nicht mal an! Antisemit Henry Ford hat sich zudem in den end Zwanzigern nur unter großen druck dazu bereit erklärt seine Hassteeraden gegen Juden einzustellen. Da war die Brieftasche am Ende
wichtiger und nicht die Einsicht. Ein Charakterwandel hat bei dieser Person nie stattgefunden. Er bettelte bis zu Letzt seine Fabriken in Nazideutschland zu verschonen und machte bis Kriegsende fette Geschäfte mit Nazideutschland und
jetzt feiert man 150 Jahre Henry Ford. Verstehe es wer will, mir geht das nicht in den Kopf. Armes Deutschland!

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