Adieu Maybach!

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Auch wenn die Gerüchteküche der Automobilbranche schon länger brodelte, für viele verkündete Daimler-Chef Dieter Zetsche dieser Tage doch überraschend in einem Interview das endgültige Aus der Luxuslimousinensparte Maybach. Die Maybach-Fahrzeuge mit einem Kaufpreis von 400.000 Euro aufwärts hatten bereits länger im Hause Daimler geschwächelt, die globalen Verkaufszahlen erreichten im laufenden Geschäftsjahr einen historischen Tiefstand. Man habe sich deswegen für die Einstellung der Produktion von Maybach zum Verkaufsstart der neuen S-Klasse entschieden, erklärte Zetsche. Daimler wolle damit Mercedes in der Sparte der Luxusliner ausbauen.

Vernachlässigter Luxusliner

[foto id=“391593″ size=“small“ position=“left“] Die Entscheidung gegen Maybach und zugunsten der S-Klasse als neues Flagschiff für das Oberklassensegment sei das Ergebnis ausgiebiger Diskussionen in der Stuttgarter Konzernzentrale gewesen. Letzlich jedoch wäre klar, dass die S-Klasse `in jeder Hinsicht` überlegen sei. Bereits in den vergangenen Monaten war man bei Daimler auffallend stiefmütterlich mit der Traditionsmarke Maybach umgegangen – So war ganz ungewohnt weder Protest zu hören gegen den Plan von Karosseriebauer Xenatec eine Coupé-Variante des Maybach auf den Markt zu bringen, noch brachte die Ausstellung eines mit Schüssen durchlöcherten und mit Frauennamen in roter Farbe beschmierten Maybach auf der Biennale in Venedig durch den Künstler Julian Schnabel die Stuttgarter Damen und Herren aus der Fassung.

Doppelschlag

Die Einstellung der Marke Maybach bedeutet dennoch einen herben Einschnitt im Haus: So hatte sich nicht nur Zetsche als Konzernchef lange für den Erhalt der Marke stark gemacht, sondern es ist auch eher unwahrscheinlich, dass die bisherigen elitären Maybach-Kunden nun auf die S-Klasse umschwenken werden. Doch auch ohne diese Kunden hofft man, bis 2020 ein ehrgeiziges Ziel zu erreichen: Mit der Erweiterung von bisher drei S-Klassen-Modelle auf künftig sechs soll Mercedes der absatzstärkste Hersteller im Bereich Oberklassenfahrzeuge werden. Mal sehen, ob dieser ehrgeizige Plan umgesetzt werden kann…

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