Auch Zulieferer profitieren vom globalen Aufschwung
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Im Rahmen einer insgesamt guten Weltautomobil-Konjunktur beobachtet die deutsche Automobilindustrie mit Sorge steigende Protektionismus-Tendenzen und hohe Rohstoffpreise.

„Gerade in Schwellenländern werden derzeit neue Handelsschranken aufgebaut“, sagte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf dem Automobilforum in Ludwigsburg bei Stuttgart. Jüngst eingeführte oder verschärfte Einfuhrzölle, nichttarifäre Handelshemmnisse und überzogene Vorgaben zur verstärkten Produktion vor Ort („local content“) stellen Automobilhersteller und Zulieferer vor Herausforderungen. Als Beispiele nannte Bräunig Maßnahmen in Argentinien, Russland, der Türkei, Indien und China.

Auch bei den Rohstoffpreisen könne – trotz der leichten Entspannung in den vergangenen Wochen – noch keine Entwarnung gegeben werden: Im mehrjährigen Vergleich sei das Preisniveau weiterhin sehr hoch, sagte Bräunig. Ungeachtet dieses Gegenwinds sei für die deutschen Hersteller und Zulieferer die Entwicklung seit Jahresbeginn positiv, erläuterte der VDA-Geschäftsführer in seinem Vortrag „Märkte machen mobil – die deutsche Automobilindustrie 2012“. Bräunig: „In den USA, in China und Russland verbuchen unsere Hersteller gegenüber dem Vorjahr abermals höhere Verkaufszahlen.“

Der Marktanteil deutscher Konzernmarken in den USA ist in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres auf 8,2 Prozent gestiegen – ein Plus von rund einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Europa erweise sich der deutsche Heimatmarkt als „stabiler Anker im Neuwagengeschäft“, so Bräunig.

Auch die deutschen Zulieferunternehmen profitieren vom globalen Aufschwung. So legte der Umsatz im ersten Quartal um 3,5 Prozent zu. Hauptwachstumstreiber war das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 4,1 Prozent, der Inlandsumsatz gewann 2,4 Prozent dazu. Die Kapazitätsauslastung liegt aktuell mit knapp 90 Prozent auf hohem Niveau. Derzeit beschäftigt die deutsche Zulieferindustrie allein im Inland rund 290 000 Mitarbeiter, in der gesamten deutschen Automobilindustrie sind es gut 736 000, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Prognosen zufolge werde sich der in den BRIC-Wachstumsländern (Brasilien, Indien, China und Russland) erzielte Umsatzanteil der deutschen Zuliefer-Unternehmen allein im Zeitraum 2010 bis 2015 von 18 auf 27 Prozent an ihrem Gesamtumsatz erhöhen. Selbst für kleine und mittelgroße Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern steige der BRIC-Anteil am Umsatz in diesem Zeitraum von fünf auf elf Prozent.

Der VDA unterstützt die Internationalisierung der deutschen Zulieferer auf den deutschen Gemeinschaftsständen der Zulieferer, unter anderem auf den Messen in Moskau, Neu Delhi, Sao Paulo, Seoul und Shanghai, sagte Bräunig. Mit der 64. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (20. – 27.9.2012) ist der VDA zudem selbst Organisator der weltweit wichtigsten Mobilitätsmesse rund um Lkw, Transporter und Busse. Zulieferer machen dort fast die Hälfte der ausstellenden Unternehmen aus.

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