Audi restauriert Elektroauto

Audi restauriert Elektroauto – Die Letzten werden die Ersten sein
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Audi restauriert einen Kleinbus der Marke DKW. Eigentlich nichts ungewöhnliches, wenn es sich dabei nicht um einen Elektrowagen handeln würde.

Zurück zur Zukunft

Gut, wenn man eine Vergangenheit hat, denn dann lassen sich immer mal wieder Dinge finden, die sich auch heute noch publikumswirksam aufmöbeln lassen. So geschehen bei Audi, wo ein DKW Schnellaster aus dem Jahr 1956 zurück ins Leben befördert wurde. Der Kleinlaster war Jahrelang auf der Nordseeinsel Wangerooge im Einsatz. In den 50´er und 60´er Jahren fuhren damals drei dieser Fahrzeuge über die autofreie Insel Wangerooge, eines gehörte Bäcker Georg Bolte, ein zweites gehörte zum Westturm Cafe der Betreiberfamilie Mätsch und das dritte gehörte zum Betrieb von Werner Wilhelmi. Der DKW hatte eine Reichweite von ca. 80km und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 30km/h. Auf der Nordseeinsel setzte dem Lieferwagen das raue Klima und vor allem die Salz haltige Luft ordentlich zu. Dazu kam der Umstand, dass der DKW als einer der wenigen Lieferwagen auf der Insel unterwegs war und dementsprechend stark beansprucht wurde. Insgesamt entstanden zwischen 1955 und 1962 rund 100 Fahrzeuge, wovon der nun restaurierte einer der wenigen Überlebenden sein dürfte. Mit frischer TÜV Plakette und einem neuen Anstrich rollt der DKW Elektro Wagen ab sofort in den Diensten der Audi Tradition und tritt so den lebenden Beweis an, dass auch Elektroautos restaurierbar sind.

Mit Duo lautlos mobil

Das Audi auch nach der DKW Zeit in Sachen Elektro unterwegs war, beweisen die Modelle des Audi duo. Ab 1989 setzte Audi erstmals auf den Antrieb mittels Elektromotor. Zum Einsatz kam zunächst ein umgebauter Audi 100 quattro avant der Baureihe 44. Im Motorraum werkelte ein herkömmlicher 2,0 Liter Fünfzylinder Benziner (115 PS), während im Heck ein Elektromotor die Hinterachse antrieb. Die seinerzeit äußerst voluminösen Akkumulatoren waren im Laderaum verstaut worden. So gewappnet fuhr der Duo entweder rein elektrisch oder aber Benzin betrieben. Einige Exemplare auf Basis des Audi 100 Typ 44 setzte Audi als Taxi ein, andere wurden im Rahmen der Landesgartenschau publikumswirksam auf Parkwegen bewegt.

Duo und Diesel

Nach weiteren Audi duo Modellen auf Basis des Audi 100 C4 kam 1997 der erste Audi duo mit Dieselmotor auf den Markt. Ein Audi A4 avant der ersten Generation (B5) wurde dazu umgebaut. Im Bug saß unverändert ein 1,9 Liter TDI mit 90 PS. Bei Bedarf konnte über eine Kupplung der Elektromotor (29 PS) die Aufgabe des Verbrenners übernehmen; diesmal trieb dieser aber auch die Vorderräder an, denn aus Platzgründen war eine Konstruktion wie bei den duo Vorgängern nicht realisierbar. Der Audi A4 duo erwies sich als Flopp; er war mit rund 60.000 Euro schlicht zu teuer. Ihm kommt aber die Medaille zu der erste Vollhybrid des Herstellers zu sein, der zudem als „Plug in Hybrid“ bezeichnet werden kann. Anders als sein Vorgänger verfügte er über eine Steckdose hinter dem Kühlergrill, die dem Kunden das Laden der Batterien ermöglichte.

Elektro in Wartestellung

Erst in der jüngeren Vergangenheit griff Audi das Thema Elektromobilität erneut auf und produziert derzeit mit den Hybridversionen des A3 (A3 etron), des A6, A8 und des Q5 eine größere Anzahl von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Ob die kaum in den Markt gelangten duo Modelle der 90er Jahre jemals restauriert werden, ist heute schwer abzusehen. Machbar ist es jedenfalls, wie das Beispiel des DKW Schnellaster zeigt.
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