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Autonews vom 29. Juli 2011

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Themen heute:    Shell Eco Marathon 2011 – SUBARU Triebwerk schafft 626 km mit einem Liter Benzin  // Die Luftnummer:  Shell will für Luftpumpen kassieren.

 

1.

Ein Spritverbrauch von 0,159 Liter auf 100 Kilometer: Wer würde angesichts der aktuellen Benzinpreise nicht von einem solchen Fahrzeug träumen? Erreicht hat diesen Spitzenwert der – von einem 1-Zylinder-Viertakt Benziner angetriebene – Streamliner V 1 des ETA Racing Teams der Technischen Hochschule Mittelhessen. Beim diesjährigen Shell Eco Marathon auf dem Lausitzring erzielten die Friedberger Studenten damit unter 187 Teilnehmern einen hervorragenden 39. Gesamtrang.  Die Jung-Konstrukteure wählten das luftgekühlte und 126 ccm große Triebwerk der Subaru Industriemotoren-Tochter Robin gezielt aus. Dank seines geringen Gewichts von nur 13 Kilogramm und niedrigem spezifischen Verbrauch bei dennoch „üppiger“ Leistung von rund 3,5 PS konnten sie nämlich eine spezielle Start-Stopp-Taktik anwenden. Bei den insgesamt fünf Wertungsläufen beschleunigten sie den nur rund 60 Kilo schweren Stromlinien-Flitzer immer wieder auf 45 km/h, um ihn dann mit abgeschaltetem Triebwerk rollen zu lassen. Vorgeschrieben war eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h.   

2.

Bleiben wir mal bei Shell.  Was viele als verspäteten Aprilscherz angesehen haben, ist Shell wohl absolut ernst. Wie viele Medien gemeldet haben, testet Shell an ersten Tankstellen spezielle Luftdruckgeräte für Reifendruck. Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn das Unternehmen nicht beschlossen hätte, dafür extra zu kassieren. Die Rede ist von einem Euro für 5 Minuten Luft pumpen. Dass die Tankkunden sich immer mehr für dumm verkauft fühlen, ist angesichts der aktuellen Benzinpreise gut nachvollziehbar und das Thema E10 ist den meisten auch noch in schlechter Erinnerung. Übrigens gäbe es ja noch mehr Möglichkeiten, uns Autofahrern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zum Beispiel: Parkgebühren für die Standzeit beim Tanken. Eintrittsgeld! Oder Sonn- und Feiertagszuschläge! Halt, die zahlen wir ja schon bei Brückentagen. Aber wie sagt man so schön? Irgendwann muß es mal gut sein. Also wird es langsam wirklich Zeit, sich mehr um alternative Antriebe wie Elektroautos zu kümmern. Und wenn es mir nach geht, sollten die Elektrozapfsäulen sehr gut sichtbar gegenüber von konventionellen Tankstellen installiert werden. Ich will die dann immer länger werdenden Gesichter der Tankstellenbetreiber nämlich so lange genießen wie nur möglich!

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