Kia Picanto

Berufsschüler machen Altauto zum Umwelt-Primus
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Copyright: Lars Wallerang

Auch ältere Autos können eine gute Öko-Bilanz aufweisen. Dafür müssen sie aber technisch aufgerüstet werden. Berufsschüler aus Groß-Gerau haben mit Hilfe mehrerer Firmen wie dem koreanischen Reifenhersteller Kumho und der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg einen umweltfreundlichen Kia Picanto frisiert. Gezeigt wurde das Konzept-Fahrzeug City Car Coop 0,9 TSDI auf der Reifenmesse in Essen. Hinter dem Projekt steht eine Arbeitsgruppe, die den Vorteilen eines Zweitakt-Motors für moderne Automobile auf der Spur ist. Ziele des gesamten Sets an Maßnahmen sind die Reduzierungen von Stickoxid und Lärmemissionen sowie die Senkung des CO2-Ausstoßes. Zu den leichtesten Übungen für die Berufsschüler gehört wohl die Montage eines energieeffizienten Reifens. Der auserkorene Kumho KH27 Ecowing zeichnet sich durch einen geringen Rollwiderstand aus und überzeugte die Projektpartner aufgrund seiner Bestnoten für Spritverbrauch und Verschleiß im ADAC-Reifentest. Dabei wurden auch die Abrollgeräusche als niedrig eingestuft. Die Bereifung soll ihren Beitrag dazu leisten, dass das Konzept-Auto auf einen Verbrauch von nur 2,5 Liter auf 100 km kommt. Immerhin konnten die fünf am Projekt beteiligten Berufsschüler feststellen, dass der Kleinwagen allein durch den Reifentausch 3,5 Prozent weniger CO2 ausstieß. Noch ist das Konzept-Auto nicht ganz fertig. Doch eine Zielmarke steht schon fest: Der CO2-Ausstoß soll auf 75 Gramm je Kilometer reduziert werden. Die Berufsschüler gehören durchaus zum Kreativteam. "Wir haben uns selbst Gedanken gemacht", sagt Daniel Traiser (18), Berufsschüler im Bereich Kfz-Technik in Groß-Gerau. Beispielsweise musste ein neuer Kompressor in das Fahrzeug eingebaut werden. Den habe die TH Friedberg mit Hilfe eines 3-D-Druckers hergestellt. Auch die Nockenwelle sei optimiert worden. Hinter den jungen Leuten stehen freilich Firmen, die logistisches Know-how und entscheidende Produkte liefern. Die Fäden laufen bei der Beratungsfirma TCU2 zusammen, die die Arbeitsgruppe überhaupt ins Leben rief. Beteiligt sind unter anderen Shell und Bosch durch Bereitstellung etwa des GTL-Kraftstoffs und weiterer Komponenten, die ein acht Jahre altes Auto in einen modernen Umwelt-Primus verwandeln.

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