Bürger entscheiden über Blitzer
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Wenn das mal gutgeht: Die Polizei in Nordrhein-Westfalen beteiligt die Bürger bei einer online-Abstimmung an dem für den 8. April geplanten Blitzer-Marathon. Dabei soll verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert werden. Eigentlich dürfte es aus der Bevölkerung kaum Vorschläge für die Standorte der Kameras geben, denn die Mehrheit der Autofahrer hält nichts von der Blitzerei. Nur 15 Prozent gaben jetzt bei einer Umfrage des Verbandes für bürgernahe Verkehrspolitik (VFBV) an, dass eine solche Großoffensive wie der Blitzer-Marathon tatsächlich für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen sorgt. Rund 40 Prozent zweifeln deutlich am Sinn der Aktion. Keine Überraschung: 14 Prozent der Befragten halten die Blitzerei für vollständig überflüssig.

Regelmäßige Tempokontrollen sind zwar ein wirkungsvolles Instrument, die Zahl tödlicher Unfälle zu senken, aber solche konzentrierten Aktionen haben selten eine nachhaltige Wirkung und lassen sich entsprechend schwer an die Bürger vermitteln. Die bundesweite Studie des Verbandes für bürgernahe Verkehrspolitik machte deutlich, dass die meisten Autofahrer die konzentrierte Jagd auf Raser sogar für regelrechte Abzocke hält. 62 Prozent sehen gewünschte Mehreinnahmen für die beiden Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die den Blitzer-Marathon für den 8. April vorbereiten, als Hauptgrund hinter den Aktionen. Rund zehn Prozent schätzen die Bedeutung finanzieller Beweggründe nur gering ein.

Die Mitbestimmung der Bürger bei den Einsatzorten der Blitzgeräte ist für den Verband ein positives Beispiel, das für mehr Transparenz, Kontinuität und Bürgernähe sorge. „Niemand kennt potenzielle Unfallstellen und Raserschwerpunkte besser als die Anwohner vor Ort“, sagt Mathias Voigt, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Verbandes für bürgernahe Verkehrspolitik.

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