China für Button der beste Sieg: Hamilton traf eine Fehl-Entscheidung

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(motorsport-magazin.com) Köpfchen oder mehr oder weniger rohe Gewalt? Womit lässt sich ein Regenrennen eher gewinnen? Wenn man sich die bisherige Statistik 2010 so ansieht, dann hat das Köpfchen klar den Vorteil. Denn Jenson Button fuhr wie schon in Australiern überlegt, taktisch klug und letztendlich zum Sieg. "Das war mein bislang bester Sieg in der Formel 1. Jedes Rennen, das man gewinnt, wird zum besten, aber das war ein besonderer Sieg bei schwierigen Bedingungen. Besonders schön ist es, weil es ein klarer Sieg für die ganze McLaren-Mannschaft war", freute sich Button über den Doppelsieg für sein Team.

Besonders musste der Weltmeister die gute Arbeit der Crew loben, denn bei Strategie und Boxen-Entscheidungen muss alles stimmen, um in so einem Rennen gewinnen zu können. "Und heute haben wir wirklich alles richtig hinbekommen. Es war kein Glück, dass wir heute ganz oben stehen. Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen – die Jungs an der Boxenmauer und in Woking waren toll und mehr Unterstützung hätte ich mir nicht wünschen können", sagte Button, der sich mittlerweile als echter Teil des Teams fühlt.

Verspätet falsch entschieden

Bereits länger Teil des Teams ist Lewis Hamilton, der eher die Gewalt-Variante versuchte, um im Rennen nach vorne zu kommen. Dabei wollte er auch bei der Boxenstrategie aggressiv vorgehen und ging gleich nach dem Start während der Safety Car Phase auf Intermediates. "Ich habe das sehr spät entschieden, als ich dachte, ich hätte im Funk etwas gehört und fuhr in die Boxen, als ich die letzte Kurve schon halb durchfahren hatte. Leider war es dann nicht die richtige Wahl – die Reifen begannen beinahe sofort zu grainen und ich musste für Trockenreifen wieder hereinkommen. Danach nahm ich den Kopf runter und holte viele Plätze auf, bevor der Regen wieder stärker wurde."

Trotz der leichten Fehlentscheidung zu Beginn sagte Hamilton seinem Team ebenfalls danke, denn alles habe perfekt funktioniert. Nur seine Reifen gegen Renn-Ende waren nicht mehr so perfekt, weswegen er zwar noch auf Rang zwei nach vorne kam, aber Button nicht mehr gefährden konnte. "Wir hatten aber beide einen fantastischen Nachmittag und ich denke, das ganze Team verdient dieses tolle Ergebnis", meinte der Brite. Er wollte sich davon aber nicht täuschen lassen und betonte, dass noch viel Arbeit getan werden muss. Dennoch konnte er zwei Siege aus vier Rennen und die Führung in beiden Weltmeisterschaften auch nicht gerade als schwach bezeichnen. "Wir sind zuversichtlich, für den Spanien Grand Prix nächsten Monat noch einen größeren Schritt zu machen."

Der Stürmer und der Weltmeister

Neben den Fahrern konnte klarerweise auch Teamchef Martin Whitmarsh sehr zufrieden mit dem Sonntag in China sein. Nach seiner Ansicht hätten die unterschiedlichen Strategien seiner Fahrer genau zu ihren Fahrweisen gepasst. "Lewis hatte eine stürmische Fahrt, mit all der Leidenschaft und dem Flair, das wir von ihm gewohnt sind – ich dachte, einige Überholmanöver waren einfach atemberaubend. Jenson fuhr wie der Weltmeister, der er ist, indem er einen wahrlich brillanten Sieg in schwierigen Bedingungen holte. Viel bessere Fahrten wird man nicht sehen – er war heute sehr, sehr beeindruckend", erklärte Whitmarsh. Und es war der erste britische Doppelsieg seit Eddie Irvine 1999 am A1 Ring vor David Coulthard gewann.

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