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Chrysler bietet für den 300C einen kleinen V6

Wer nicht den 5,7 Liter V8 mit 340 PS oder den 3,5-Liter V6 mit 249 PS fahren möchte, für den gibt es in der 300C Limousine den 2,7-Liter V6 mit 193 PS. Der 300C 2.7 kommt mit 0,8 Liter Hubraum sowie 56 PS weniger aus und bietet gegenüber dem großen V6 einen Preisvorteil von 3700 Euro. Die Serienausstattung ist mit der Vierstufen-Automatik, 18 Zoll Leichtmetallfelgen, Xenon-Scheinwerfern, elektrisch verstellbare Sitzen und Radio-Audiosystem mit CD-Player identisch.
Das Modell 300 C. Foto: Auto-Reporter/Chrysler
Die in Berlin ansässige DaimlerChrysler Vertriebsorganisation Deutschland ist selbst vom Erfolg der Oberklasse-Limousine 300C überrascht. Im Juli 2004 in den Handel gekommen, wurden bis Ende Oktober rund 800 Fahrzeuge verkauft – und seit wenigen Wochen ist auch der neue 300C Touring (Kombiversion) lieferbar. Rund 35 Prozent der 300C-Käufer entschieden sich für den 5.7 V8 Hemi, der als Limousine 49 950 Euro kostet. Chrysler war dagegen von einem Anteil ausgegangen, der bei rund zehn Prozent liegen würde.
Ob die Deutschland-Zentrale richtig vermutet und sagt, dass zukünftig ein Drittel der 300C-Käufer den neuen 2.7 V6 wählen? Auch hier könnten die Modellstrategen falsch liegen. Technisch ist der Unterschied zwischen dem Sechszylindermotoren 3.5 und 2.7 zwar messbar. Doch ist der Aufpreis von 3700 Euro für den 3.5 V6 nicht unbedingt fühlbar. Wer mit dem 300C eher ruhig gleiten möchten und nicht auf Höchstleistungen fixiert ist, der lebt mit dem 193 PS starken V6 gut. Wenn Power gewünscht, dann bitte gleich zum 300C 5.7 V8 Hemi mit 340 PS greifen. Die fünf Meter lange und rund 1,8 Tonnen schwere 300C Limousine 2.7 soll im Durchschnitt mit 10,8 Liter Normalbenzin auf 100 km (3,5-Liter V6 braucht Super-Kraftstoff) auskommen. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 209 km/h erreicht und den Spurt von 0 auf 100 km/h erzielt der 300C 2.7 in 11,1 Sekunden.
Der neue 300C 2.7 wird nicht als Kombi (300C Touring) angeboten. Weiterhin fehlt auch ein für den europäischen Markterfolg notwendiger bulliger Turbodiesel. Im Gegensatz zu den V6- und V8-Motoren, die von Chrysler produziert werden, soll frühestens 2006 ein Turbodiesel-Direkteinspritzer aus dem Hause Mercedes-Benz im 300C eingebaut werden. Hier dürfte es sich um den 3,2-Liter V6 CDI mit 224 PS handeln.
Von Peter Hartmann
13. Dezember 2004. Quelle: Auto-Reporter

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