Daimler: Jedes Jahr ein neues Hybridmodell
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Mit der weltweit ersten Lithium-Ionen-Batterie in einem Serien-Hybridfahrzeug ist Daimler mit dem S 400 Blue Hybrid eine Sensation gelungen. Woran die Pioniere der Hybridtechnik, Honda und Toyota, seit Jahren forschen und entwickeln, bringt der Stuttgarter Hersteller nun Mitte 2009 auf den Markt.

Dann soll das mit einer Kombination von Verbrennungsmotor und Elektroaggregat angetriebene Flaggschiff erhältlich sein. Im September 2009 steht der neue Stern auch bei den chinesischen und US-amerikanischen Händlern. Der S 400 Blue Hybrid soll der Auftakt für eine lange Reihe an Hybridfahrzeugen des Herstellers sein.

Daimler will jedes Jahr mindestens ein weiteres Modell auf den Markt bringen. Daher ist 2010 mit der E-Klasse Blue Hybrid zu rechnen. Die von den Stuttgartern entwickelte Technik besteht unter anderem aus dem modifizierten Automatikgetriebe G7-Tronic, dem Klimakreislauf zur Kühlung der Akkus, dem von ZF zugelieferten Elektromotor und der Lithium-Ionen-Batterie von Continental und soll mit verschiedenen Motoren kombinierbar sein.

Neben dem V6-Benzinaggregat ist eine Verbindung mit einem Reihenvierzylinder-Ottomotor vorgesehen, aber auch eine Kombination mit mindestens einem Dieselmotor. Der immer noch unbeantworteten Frage der Akku-Entsorgung will sich Daimler ebenfalls widmen. Eigens dafür wurde eine Abteilung eingerichtet, die nach Möglichkeiten des Recyclings der Lithium-Ionen-Batterien forscht oder Wege der umweltfreundlichen Entsorgung aufzeigen soll. Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor, werden aber laut Hersteller in naher Zukunft erwartet.

Parallel wird die Weiterentwicklung des Elektro-Antriebs vorangetrieben. So startet die Serienproduktion des Smart Electric Drive 2009, 2010 soll das erste Batteriefahrzeug von Mercedes kommen. Auch die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle ist ein weiteres Zukunftsobjekt, das mit der B-Klasse F-Cell 2010 in einer Kleinserie gebaut werden soll.

Trotz all dieser Entwicklungen sieht Professor Herbert Kohler, Leiter Fahrzeugaufbau und Antrieb bei Daimler, den Verbrennungsmotor noch mindestens 20 bis 30 Jahre als das Rückgrat der Mobilität.

Denn reine Elektroautos haben den Nachteil einer eingeschränkten Reichweite aufgrund ihrer begrenzten Speicherkapazität und langer Ladezeiten. Daher sieht Daimler in den nächsten Jahrzehnten einen Markt für einen Antriebsmix, bei dem im Langstreckenverkehr vor allem moderne Verbrennungsmotoren mit und ohne Hybridmodule sowie Brennstoffzellenfahrzeuge zum Einsatz kommen. Im Überlandverkehr sollen verstärkt Plug-in- und Hybridfahrzeuge das Straßenbild prägen, während im Stadtverkehr der Schwerpunkt auf emissionsfreien Batteriefahrzeugen liegt.

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Rudolf Dießenbacher

Oktober 24, 2008 um 8:57 am Uhr

Wieviel Steuergelder wollen die Daimlers noch verprassen bis die endlich mal was zu einem vernünftigen Preis auf die Strasse bringen. Dazu gehört auch das Engagement die Infrastruktur für E-Fahrzeuge in Europa voranzutreiben. Aber wahscheinlich sind zu viele Öl-Lobby-Anteilseigner beteiligt.
Also brauchen wir ein Gesetz, das verbietet dass solche Dealer der Erdölrecourcen in den Verbrauchsindustrien investiert sein dürfen?

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