Der lange Weg zum Wunschgewicht: So purzeln die Auto-Pfunde

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Aus zwei mach eins: Beim Konzeptauto Toyota Nori sollen Fahrgestell und Karosserie eine Einheit bilden. Bilder

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Die in Los Angeles vorgestellte Nissan-Studie Bilder

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Wiederentdeckt worden ist von den Fahrzeug-Entwicklern in jüngster Zeit das Thema „Leichtbau“. Für die Automobilhersteller ist es hier wie mit der Diät beim Menschen: Um die Pfunde purzeln zu lassen, hat jeder sein ganz eigenes Erfolgsrezept.

Das Prinzip der „Radikalkur“

Mazda zum Beispiel setzt auf das Prinzip der „Radikalkur“: In der auf der Los Angeles Auto Show gezeigten Studie MX-0, die auf die technische Basis des Ur-Roadsters MX-5 zurückgreift, hat das Design-Team konsequent den „Rotstift“ ausgepackt. Das heißt in der Praxis: Jedes Bauteil ist unter die Lupe genommen und viele davon durch einfachere Konstruktionen oder leichtere und günstigere Komponenten ersetzt worden. Dadurch wollen die Japaner das Gewicht ihres beim Marktstart nur rund eine Tonne wiegenden Zweisitzers um mehr als die Hälfte reduzieren. In der Kombination mit einem Elektroantrieb peilen sie nach eigener [foto id=“329472″ size=“small“ position=“left“]Aussage für das Jahr 2020 einen weltweiten Absatz von 500 000 Fahrzeugen dieses Typs an.

Ein anderer Werg

Einen anderen Weg wählt der Wettbewerber Nissan. Im nordamerikanischen Entwicklungslabor setzt man für die Leichtbau-Studie „iV“ auf „organische Kunststoffe“. Das Rezept liest sich wie aus einer Hexenküche: Schnellwachsender Efeu im Verbund mit Spinnenseide sollen den robusten Rahmen für den ebenfalls in L.A. vorgestellten Sport-Tourer liefern. Auch der Wettbewerbsbeitrag vom Toyota-Studio Calty Design Research namens „Nori“ setzt auf Naturprodukte, allerdings solche aus der japanischen Heimat: [foto id=“329473″ size=“small“ position=“right“]Die Verwendung von Seetang in Kombination mit Glasfasermatten soll dafür sorgen, dass ein Gewicht von rund 700 Kilogramm inklusive Insassen nicht überschritten wird.

Der Blick in die Zukunft

Dies könnte auch die Richtung zeigen, in die der Automobilbau in Zukunft geht. Bisher ist man beim Thema Leichtbau vor allem auf metallische Materialen wie Aluminium fokussiert, wie es beispielsweise beim aktuellen Audi A8 geschehen ist. Nun scheint sich durch die Material-Entwicklung und das Kopieren der Natur ein neuer „Markt der Möglichkeiten“ aufzutun. Und das übrigens nicht nur in Sachen Leichtbau, sondern auch beim Thema Recycling. So experimentiert beispielsweise Ford schon seit geraumer Zeit mit sogenanntem „Flüssigholz“, das unter anderem aus wiederverwerteten Holzresten gewonnen wird, als Ersatz für schwer recycelbare Plastik.

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