Deutsche Hersteller in China auf der Überholspur
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Die deutschen Automobilhersteller sind in China weiter auf der Überholspur. Sie haben dort im ersten Quartal 2011 deutlicher zugelegt als der Pkw-Gesamtmarkt: Insgesamt stiegen die Pkw-Verkäufe in China in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um zwölf Prozent auf 3,1 Millionen Fahrzeuge. Die deutschen Konzernmarken hingegen erhöhten ihren Absatz um 30 Prozent auf gut 637 800 Neuwagen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) im Vorfeld der Auto Shanghai (19. – 28. April 2011).

Die deutschen Konzernmarken erhöhten damit ihren Marktanteil in China auf 20 Prozent. Im Vorjahresquartal lag der Marktanteil bei knapp 18 Prozent. Wie bedeutsam der chinesische Markt für die deutschen Hersteller mittlerweile ist, zeigt eine weitere Zahl: In China setzten die deutschen Konzernmarken im ersten Quartal 2011 über 112 000 Neuwagen oder 21 Prozent mehr ab als im gleichen Zeitraum auf dem deutschen Inlandsmarkt.

Anlässlich der Messe Auto Shanghai, auf der die deutschen Hersteller mit zahlreichen Premieren aufwarten und der VDA mit 28 Zulieferern auf einem Gemeinschaftsstand (Halle W4, Stand E057) vertreten ist, betonte VDA-Präsident Matthias Wissmann auch die große Bedeutung Chinas als Produktionsstandort der deutschen Automobilindustrie. Seit 2008 hat sie ihre Pkw-Produktion in China auf 1,8 Millionen Einheiten mehr als verdoppelt (2008: 871 795 Einheiten). Damit sei China vor Brasilien mit 765 000 Einheiten der bei weitem wichtigste Auslandsstandort. Die deutschen Hersteller und Zulieferer haben in China rund 190 Produktions- und Montagestätten; 180 davon sind Standorte von Zulieferern.

Ebenso rasant wie die Produktion vor Ort haben sich die Pkw-Exporte nach China entwickelt. Sie sind von 218 000 Einheiten im Jahr 2008 auf 462.486 im vergangenen Jahr gestiegen. Der Fahrzeugexport von Deutschland nach China hatte 2010 einen Wert von 9,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 120 Prozent gegenüber 2009. Die Automobilzulieferer exportierten 2010 zusätzlich Kfz-Teile und Zubehör im Wert von 4 Milliarden Euro. Mit Karosserien, Motoren und Motorteilen kommt die deutsche Automobilindustrie insgesamt auf einen Exportwert von knapp 14,7 Milliarden Euro.

Gerade bei Premium-Fahrzeugen haben deutsche Hersteller in China einen sehr guten Ruf, 2010 zählten drei Viertel der Fahrzeuge, die in China in diesem Segment neu zugelassen wurden, zu deutschen Marken. „Wir sehen in China noch großes Potenzial für das Automobil. Während in Deutschland rund 500 Pkw auf 1.000 Einwohner kommen, sind es in China erst 23 – mit einer klaren Tendenz nach oben“, sagte Wissmann.

Im Bereich der Elektromobilität investiert China bis 2015 insgesamt 3,85 Milliarden Euro. In diesem Bereich arbeiten die deutschen Unternehmen zunehmend auch mit chinesischen Partnern zusammen.

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